NachrichtenMakroMarinePALS warnt: Sicherheit in geschlossenen Räumen erfordert mehr als aktualisierte Schulungsinhalte

MarinePALS warnt: Sicherheit in geschlossenen Räumen erfordert mehr als aktualisierte Schulungsinhalte

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die IMO hat einen überarbeiteten MSC-Kreislauf erlassen, der zusätzliche Anforderungen zur Stärkung sicherer Praktiken beim Betreten geschlossener Räume an Bord von Schiffen einführt.
  • Todesfälle in geschlossenen Räumen halten trotz jahrzehntelanger regulatorischer Reformen, Aufklärungskampagnen, Genehmigungsverfahren, Übungen und obligatorischer Schulungsprogramme an.
  • MarinePALS-CEO Capt. Pradeep Chawla vertritt die Auffassung, dass technische Kontrollmaßnahmen wie Barrieren, Zugangskontrollen, Verriegelungen und automatische Erkennung Vorrang vor rein administrativen Maßnahmen haben sollten.
  • Fest installierte Gaserkennungssysteme, die bereits auf Tankern eingesetzt werden, könnten auf geschlossene Räume aller Schiffstypen ausgeweitet werden, um das Risiko zu reduzieren.
  • Chawlas Argument spiegelt den etablierten Rahmen der Hierarchie der Kontrollmaßnahmen wider, der technische Lösungen in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit über Verfahren, Schulungen und Genehmigungen in sicherheitskritischen Branchen stellt.
MarinePALS warnt: Sicherheit in geschlossenen Räumen erfordert mehr als aktualisierte Schulungsinhalte

Die Schifffahrtsindustrie muss über aktualisierte Schulungsinhalte und zusätzliche Kontrollen an Bord hinausgehen, wenn sie ernsthaft daran interessiert ist, Todesfälle in geschlossenen Räumen auf See zu verhindern. Dies erklärt der maritime Schulungsanbieter MarinePALS.

Die Warnung folgt auf den überarbeiteten MSC-Kreislauf der IMO zum Betreten geschlossener Räume, der weitere Anforderungen einführt, um sichere Arbeitspraktiken an Bord zu stärken. MarinePALS hat sein Schulungsprogramm für geschlossene Räume aktualisiert – einschließlich seiner sechsteiligen Lernserie und seines CBT-Moduls (Computer-Based Training) –, um den neuen Leitlinien Rechnung zu tragen.

Die Überarbeitungen stehen jedoch vor dem Hintergrund einer seit langem bestehenden branchenweiten Herausforderung. Vorfälle in geschlossenen Räumen halten trotz jahrzehntelanger Regulierung, Aufklärungskampagnen, Genehmigungsverfahren, Übungen und obligatorischer Unterweisungen an. Die IMO hat ihre Leitlinien für geschlossene Räume im Laufe der Jahre mehrfach überarbeitet, zuletzt durch Empfehlungen des Unterausschusses für Schiffssysteme und -ausrüstung, doch die Zahl der Opfer hat sich beharrlich gegenüber verfahrenstechnischen Reformen erwiesen. Diese Beharrlichkeit wirft die Frage auf, ob zusätzliche administrative Kontrollmaßnahmen allein eine der langlebigsten Ursachen vermeidbarer Todesfälle in der Schifffahrt bewältigen können.

Capt. Pradeep Chawla, CEO von MarinePALS, sagte: „Der überarbeitete Kreislauf ist eine positive und notwendige Entwicklung, und wir haben unsere Inhalte entsprechend aktualisiert. Aber Todesfälle in geschlossenen Räumen passieren immer noch trotz jahrelanger Regulierung, Aufklärung und Schulung. Die Menschen wissen bereits, dass geschlossene Räume gefährlich sind, daher müssen wir uns fragen, ob weitere verfahrenstechnische Verbesserungen allein das Problem lösen können."

Er fügte hinzu: „Die Industrie hat Jahre damit verbracht, den Prozess rund um das Betreten zu verbessern, dennoch kommt es weiterhin zu Todesfällen. Wenn die Sicherheit davon abhängt, dass Menschen jedes Mal dieselben Kontrollen perfekt durchführen, werden unweigerlich Fehler auftreten, und die Folgen können tödlich sein. Schulung wird immer Teil der Lösung sein, sollte aber nicht als die gesamte Lösung betrachtet werden."

„Wenn wir die Todesfälle in geschlossenen Räumen stoppen wollen, müssen wir uns ernsthafter mit Barrieren, Zugangskontrollen, Verriegelungen und anderen technischen Kontrollmaßnahmen befassen, die ein unsicheres Betreten verhindern, bevor eine Person gefährdet wird. Wir müssen prüfen, ob das Risiko beseitigt werden kann, indem Wege gefunden werden, die Notwendigkeit des Betretens geschlossener Räume zu reduzieren. Fest installierte Gaserkennungssysteme sind auf Tankern verfügbar. Es ist an der Zeit, dieselbe Lösung für geschlossene Räume auf allen Schiffstypen zu prüfen."

Chawlas Argument stimmt mit der in sicherheitskritischen Branchen etablierten Hierarchie der Kontrollmaßnahmen überein, die technische Kontrollen – physische Barrieren, Verriegelungen und automatische Erkennung – in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit über administrative Kontrollen wie Verfahren, Schulungen und Genehmigungen stellt. Nach diesem Rahmenkonzept beseitigen oder reduzieren die wirksamsten Maßnahmen die Notwendigkeit menschlicher Exposition insgesamt, anstatt sich auf konsistente menschliche Leistung zu verlassen.

Quelle: MarinePALS