NachrichtenMakroMarginal Revolutions Samstag-Linksammlung: Myersons Substack, Orbital-Rechenzentren und mehr

Marginal Revolutions Samstag-Linksammlung: Myersons Substack, Orbital-Rechenzentren und mehr

Autor: Marginal Revolution·

Wichtige Erkenntnisse

  • Nobelpreisträger Roger Myerson startete einen Substack, dessen erster Beitrag die Herausforderungen der künstlichen Intelligenz behandelt.
  • Der Ökonom Ryan Murphy startete einen Substack zu Freiheit und Staatskapazität und reiht sich damit in den Trend akademischer Autoren ein, die direkt für Leser publizieren.
  • Ein SSRN-Paper untersucht, ob Googles KI-generierte Antworten Interesse und Traffic von Wikipedia ablenken.
  • Orbitale Rechenzentren werden angesichts wachsender Strom- und Landknappheit auf der Erde neu diskutiert, wobei Startkosten das Haupthindernis bleiben.
  • Das parteipolitisch ungebundene Global Economics Lab an der Harvard University, verbunden mit der Ökonomin Gita Gopinath, betreibt politikrelevante Forschung zu den Kräften, die die Weltwirtschaft verändern.
Marginal Revolutions Samstag-Linksammlung: Myersons Substack, Orbital-Rechenzentren und mehr

Die regelmäßige Samstagsrunde mit ausgewählten Links von Marginal Revolution, veröffentlicht am 29. August 2026, umfasst acht Beiträge aus Wirtschaftsforschung, Technologie und Kultur.

1. Roger Myerson startet einen Substack

Der Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler Roger Myerson, bekannt für seine Arbeiten zu Mechanismus-Design und Spieltheorie – dem Forschungsfeld, das sich mit der Gestaltung von Interaktionsregeln befasst, sodass die Anreize der Beteiligten gewünschte Ergebnisse erzeugen, wofür ihm 2007 der Gedenkpreis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank verliehen wurde – betreibt nun einen Substack. Sein erster Beitrag widmet sich den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz – ein Bereich, in dem Mechanismus-Design-Fragen zur Angleichung der Anreize zwischen Menschen und KI-Systemen bei Ökonomen zunehmend Aufmerksamkeit finden.

2. Die Zukunft der Hochschulbildung?

Ein Beitrag auf X wirft Fragen zur Zukunft der Hochschulbildung auf – ein Thema laufender Debatten, da Online-Lernen, alternative Zertifizierungen und KI-Tools die Art verändern, wie Studierende Fähigkeiten erwerben.

3. Rechenzentren im Weltraum

Ein weiterer Blick auf die Idee orbitaler Rechenzentren, hier untersucht. Das Konzept wird diskutiert, während Stromverbrauch und Landknappheit für Rechenzentren auf der Erde zunehmen; Befürworter verweisen auf reichlich verfügbare Sonnenenergie im Orbit und Vorteile bei der Strahlungskühlung, während Startkosten das zentrale Hindernis bleiben.

4. Das Global Economics Lab an der Harvard University

„The Global Economics Lab is a non-partisan organization located at Harvard and draws on a network of faculty affiliates across universities. We conduct policy-relevant research on the forces reshaping the global economy. We engage with governments, central banks, companies, multilaterals, and civil society organizations to translate that research into action." Die Website der Organisation und die Über-uns-Seite beschreiben ihre Arbeit; sie ist mit Gita Gopinath verbunden – der Harvard-Ökonomin, die zuvor als Erste stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des IWF und Chefökonomin der Weltbank tätig war – sowie mit weiteren namhaften Ökonomen.

5. Ryan Murphy startet einen Substack

Der Ökonom Ryan Murphy betreibt nun einen Substack zu Freiheit, Staatskapazität und verwandten Themen. Der Start reiht sich in einen breiteren Trend ein, wonach akademische Ökonomen zu Publikationsplattformen mit direktem Leserzugang wechseln, um Zielgruppen außerhalb traditioneller Fachzeitschriften und Meinungsseiten zu erreichen.

6. Google KI und Wikipedia

Verschluckt Google KI das Interesse an Wikipedia? Dieser Frage geht ein Paper auf SSRN nach – Teil einer breiteren Forschungsdiskussion darüber, wie KI-generierte Suchantworten den Traffic von Referenzseiten beeinflussen, die lange von Verweisen über Suchmaschinen abhingen.

7. Pinguin-Tourismus in Maine

Das Wall Street Journal berichtet über Pinguin-Tourismus in Maine, wo Bootstouren zur Beobachtung von Papageitauchern zu einer nennenswerten Attraktion geworden sind; die Art war in diesem Bundesstaat fast ausgerottet, bevor Restaurierungsbemühungen ab den 1970er Jahren Brutkolonien auf Küsteninseln wieder aufbauten.

8. Dolly Partons Geschäftssinn

Das Wall Street Journal beleuchtet Dolly Partons Geschäftssinn: Ihr Festhalten an den Eigentumsrechten an ihrem Songkatalog und die Lizenzierung ihres Namens für Unternehmungen wie den Freizeitpark Dollywood gelten seit langem als Beispiele für artistenfreundliche Geschäftsgestaltung in der Unterhaltungsbranche.