NachrichtenMakroWichtige Markttermine heute: Europäische PMIs, Schweizer CPI und US-ISM-Fertigungsdaten im Fokus

Wichtige Markttermine heute: Europäische PMIs, Schweizer CPI und US-ISM-Fertigungsdaten im Fokus

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die endgültigen PMI-Werte für das verarbeitende Gewerbe der großen Eurozonenwirtschaften und des Vereinigten Königreichs werden voraussichtlich die geldpolitische Ausrichtung der Zentralbanken nicht verändern oder nennenswerte Marktreaktionen auslösen.
  • Die Schweizer Jahresinflation wird voraussichtlich auf 0,4 % zurückgehen, was die Erwartungen stützt, dass die SNB ihren Policy-Zins bis Ende 2027 beibehalten wird.
  • Der Konsens für den US-ISM-Fertigungs-PMI liegt bei 53,9, gegenüber 53,3, während Anleger beurteilen, ob die Erholung des Industriesektors, die Anfang 2024 begann, an Dynamik gewinnt.
  • S&P Global berichtete, dass der Juli eine Verschärfung der Lieferkettenverzögerungen und einen erneuten Anstieg des Einkaufspreisdrucks verzeichnete, was das Produktionswachstum einschränkte und die Nachfrage dämpfte.
  • Die Marktteilnehmer konzentrieren sich auf die geopolitischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf die bevorstehende US-CPI-Veröffentlichung am 14. August als Indikator für mögliche Zinsanpassungen der Federal Reserve.
Wichtige Markttermine heute: Europäische PMIs, Schweizer CPI und US-ISM-Fertigungsdaten im Fokus

Europäische Sitzung

Während der europäischen Handelssitzung stehen die endgültigen PMI-Werte (Einkaufsmanagerindex) für das verarbeitende Gewerbe der großen Eurozonenwirtschaften und des Vereinigten Königreichs zur Veröffentlichung an. PMI-Daten liefern ein monatliches Stimmungsbild der Geschäftsbedingungen im verarbeitenden Sektor, wobei Werte über 50 auf eine Expansion und Werte unter 50 auf eine Kontraktion hindeuten. Die Endwerte bestätigen in der Regel die früheren Flash-Schätzungen oder revisieren sie leicht. Die Eurozonen-Fertigung verbrachte eine längere Phase im Kontraktionsbereich, sodass die Schwäche des Sektors bereits gut dokumentiert und in die geldpolitischen Beratungen der EZB nach der anfänglichen Zinssenkung im Juni eingeflossen ist.

Da diese Werte voraussichtlich die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der jeweiligen Zentralbanken nicht verändern werden, wird eine begrenzte Marktreaktion erwartet.

Ebenfalls im europäischen Terminkalender steht der Schweizer CPI-Bericht (Verbraucherpreisindex). Die jährliche Inflationsrate wird voraussichtlich auf 0,4 % zurückgehen – ein Wert, der am unteren Rand der jüngsten Messwerte liegt und die verhaltene Preisdruck-Situation in der Schweiz unterstreicht. Weitgehend wird erwartet, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren aktuellen_policy-Zins bis Ende 2027 beibehält, sofern sich die Inflationsaussichten nicht spürbar verändern. Daher wird davon ausgegangen, dass die heutigen Schweizer Inflationsdaten kein marktbewegender Katalysator sein werden.

Die breitere Marktaufmerksamkeit wird voraussichtlich den geopolitischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran gelten, wobei die Anleger auch auf den nächsten US-CPI-Bericht blicken, der für den 14. August angekündigt ist – eine Veröffentlichung, die genau beobachtet wird, um Signale für den Zeitpunkt und das Ausmaß möglicher Zinsanpassungen der Federal Reserve zu erhalten.

Amerikanische Sitzung

Die wichtigste Datenveröffentlichung in der amerikanischen Sitzung ist der US-ISM-Fertigungs-PMI, wobei der Konsens auf einen Wert von 53,9 hindeutet, gegenüber 53,3 im Vormonat. Die Erhebung des Institute for Supply Management gehört zu den am sorgfältigsten beobachteten Indikatoren für die US-Industrieproduktion. Der Index verbrachte einen Großteil des Jahres 2023 im Kontraktionsbereich, bevor er Anfang 2024 wieder in die Expansionszone zurückkehrte, was jede monatliche Veröffentlichung relevant macht, um zu beurteilen, ob die Erholung des Industriesektors an Dynamik gewinnt.

Die jüngsten US-PMI-Werte von S&P Global zeigten eine leichte Verlangsamung des Fertigungswachstums, da ein Teil der Lageraufstockung, die in den Vormonaten beobachtet wurde, Anzeichen einer Abschwächung zeigte.

S&P Global stellte fest, dass der Juli eine besorgniserregende Verschärfung von Lieferkettenverzögerungen erlebte, begleitet von einem erneuten Anstieg des Einkaufspreisdrucks, der das Produktionswachstum einschränkte und die Nachfrage dämpfte. Es wird erwartet, dass der anhaltende Konflikt im Nahen Osten diese Lieferkettenstörungen und Inflationssorgen weiter verschärft und die Abwärtsrisiken für die kurzfristige Wirtschaftsaussicht erhöht.