Maersk suspendiert Hafenbetrieb in Buenaventura nach Erdbeben in Kolumbien
Wichtige Erkenntnisse
- •Maersk suspendierte den gesamten Terminalbetrieb im Hafen von Buenaventura, nachdem ab dem 11. August 2026 ein Erdbeben Kolumbien erschütterte.
- •Die Luna Maersk konnte ihre Ladearbeiten in Buenaventura nicht abschließen, während die Gudrun Maersk ihren planmäßigen Anlauf vollständig absagte.
- •Fracht von beiden betroffenen Schiffen wird auf die nächsten verfügbaren Segelungen umgeplant oder umgeleitet, laut Maersk.
- •Buenaventura ist Kolumbiens größter Pazifikhafen und bewältigt einen erheblichen Anteil der containerisierten Fracht des Landes, einschließlich Kaffee, Zucker und Industriegüter.
- •Die Dauer der Betriebseinstellung hängt vom Ergebnis der laufenden strukturellen Bewertungen der Terminalanlagen, Kräne und Liegeplatzinfrastruktur ab.

Maersk hat den Terminalbetrieb im Hafen von Buenaventura in Kolumbien vorübergehend suspendiert, nachdem ein Erdbeben seit Montag, den 11. August 2026, mehrere Regionen des Landes betroffen hat.
Schiffsbetrieb, Warenumschlag und Dienstpläne im Hafen wurden allesamt beeinträchtigt, wie der dänische Reederiese bestätigte. Bewertungen der Anlagen und Infrastruktur sind derzeit im Gange, und das volle Ausmaß der Störung wird noch ermittelt.
Auch logistische Abläufe in anderen Teilen Kolumbiens wurden infolge des seismischen Ereignisses gestört.
In Buenaventura konnte das Containerschiff Luna Maersk seine geplanten Ladearbeiten nicht abschließen. Container, die nicht entladen oder geladen wurden, werden auf das nächste verfügbare Schiff umgeplant, wie das Unternehmen mitteilte.
Darüber hinaus hat die Gudrun Maersk ihren planmäßigen Anlauf in Buenaventura abgesagt. Fracht, die für dieses Schiff vorgesehen war, wird auf die nächste verfügbare Segelung umgeleitet, so Maersk.
Buenaventura, an der Pazifikküste Kolumbiens gelegen, ist der größte Pazifikhafen des Landes und ein wichtiger Logistik-Knotenpunkt für den internationalen Handel. Er bewältigt einen erheblichen Anteil der containerisierten Fracht des Landes und dient als zentrales Tor für Importe und Exporte von Rohstoffen wie Kaffee, Zucker und Industriegütern. Eine Störung kann sich durch regionale Lieferketten fortpflanzen, insbesondere entlang lateinamerikanischer Handelsrouten, wo alternative Umleitungsoptionen begrenzt sind. Das andere große maritime Einfallstor Kolumbiens, der Hafen von Cartagena an der Karibikküste, könnte einen Teil der umgeleiteten Fracht aufnehmen, wobei Kapazitäts- und Planungsengpässe die Umleitung erschweren könnten.
Der Hafen dient außerdem als Bunkerstandort, an dem Very Low Sulphur Fuel Oil (VLSFO) und Low Sulphur Marine Gas Oil (LSMGO) erhältlich sind. High Sulphur Fuel Oil (HSFO) wird dort zusätzlich von mindestens einem Anbieter angeboten, wie eine von ENGINE zitierte Quelle mitteilte.
Kolumbien liegt am seismisch aktiven Pazifischen Feuerring, wo die Nazca-, Südamerikanische und Karibische Tektonikplatten aufeinandertreffen, was Erdbeben zu einer wiederkehrenden Gefahr für die Infrastruktur an der Pazifikküste des Landes macht. Die Dauer der Betriebseinstellung von Maersk hängt vom Ergebnis der laufenden strukturellen Bewertungen der Terminalanlagen, Kräne und Liegeplatzinfrastruktur ab.
Quelle: Von Gautamee Hazarika, ENGINE —