Landwirte sollen bei der Ernährungsplanung 2026 über N, P und K hinausschauen
Wichtige Erkenntnisse
- •Andrew Tucker von Loveland Products empfiehlt den Landwirten, in ihren Fruchtbarkeitsprogrammen 2026 neben den primären Makronährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium auch Schwefel, Calcium und Kohlenstoff zu bewerten.
- •Schwefel hat zunehmende Aufmerksamkeit erhalten, weil steigende Erträge die Nährstoffentzugsraten erhöht haben und die atmosphärische Schwefeldeposition mit niedrigeren Industrieemissionen gesunken ist.
- •Calcium und Kohlenstoff hängen mit dem breiteren Interesse der Landwirte an der Bodenfruchtbarkeit zusammen, bei der organische Substanz und biologische Aktivität zunehmend als Teil der Fruchtbarkeit betrachtet werden.
- •Boden- und Gewebetestung bleiben die Standardinstrumente, um festzustellen, ob sekundäre Nährstoffe limitierend sind, da der Bedarf je nach Bodentyp, Anbaugeschichte und Entzugsraten variiert.

Mit dem Herannahen der Saison 2026 stellen viele Landwirte ihre Pflanzenernährungsprogramme für das kommende Jahr zusammen.
Andrew Tucker von Loveland Products sagt, dass Makronährstoffe weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Herbst- und Frühjahrsanwendungen sein werden, die Landwirte jedoch auch den Rest ihres Fruchtbarkeitsprogramms bewerten sollten.
„Wir betrachten die Anwendungen von Phosphor, Kalium und Stickstoff, aber ich ermutige die Leute wirklich, sich das gesamte Programm anzuschauen. Was machen wir mit Schwefel? Welche Rolle spielt Calcium im gesamten Pflanzenernährungskonzept? Und dann geht es wirklich um Kohlenstoff“, sagt er.
Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) sind die drei primären Makronährstoffe, die für das Pflanzenwachstum in den größten Mengen benötigt werden und die Grundlage der meisten Düngeprogramme bilden. Sekundärnährstoffe wie Schwefel und Calcium spielen, obwohl nur in geringeren Mengen benötigt, ebenfalls wesentliche Rollen in der Pflanzenentwicklung – Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil pflanzlicher Proteine, und Calcium trägt zur Zellwandstruktur bei.
Tuckers Betonung von Schwefel spiegelt einen breiteren Wandel in der Pflanzenernährungsplanung wider: Da die Erträge im Laufe der Zeit gestiegen sind, haben auch die Nährstoffentzugsraten zugenommen, und Schwefel hat in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit erhalten, unter anderem weil die atmosphärische Schwefeldeposition nach dem Rückgang der Industrieemissionen gesunken ist. Die Beachtung von Calcium und Kohlenstoff steht wiederum im Einklang mit dem breiteren Interesse der Landwirte an der Bodenfruchtbarkeit, bei der organische Substanz und biologische Aktivität zunehmend als Teil des Fruchtbarkeitsbildes und nicht als davon getrennt betrachtet werden.
Für Landwirte, die ihre Programme für 2026 planen, bleiben Boden- und Gewebetestung die Standardinstrumente, um festzustellen, ob sekundäre Nährstoffe in einem bestimmten Feld limitierend sind, da der Bedarf je nach Bodentyp, Anbaugeschichte und Entzugsraten variiert.
Der vollständige Bericht wurde am 7. September 2026 von Brownfield Ag News veröffentlicht und von Mark Dorenkamp verfasst: https://www.brownfieldagnews.com/managing-for_profit/looking-beyond-n-p-k/