NachrichtenKryptoLiquid Network nimmt Blockproduktion nach Bitcoin-Exploit im Wert von 320 Mio. US-Dollar wieder auf, Pegs bleiben ausgesetzt

Liquid Network nimmt Blockproduktion nach Bitcoin-Exploit im Wert von 320 Mio. US-Dollar wieder auf, Pegs bleiben ausgesetzt

Autor: Crypto Ninjas·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Liquid Network nahm am 10. September 2026 vorsorglich die Blockproduktion wieder auf, nachdem bei einem Vorfall etwa 4.000 BTC im Wert von rund 320 Mio. US-Dollar aus seiner Federation-Wallet abgezogen worden waren.
  • Das Netzwerk erzeugt Blöcke, verarbeitet jedoch keine Transaktionen; sowohl Peg-ins als auch von PAK autorisierte Peg-outs bleiben während der Wiederherstellung deaktiviert.
  • Blockstream spielte Notfall-Softwareaktualisierungen ein und aktualisierte alle Functionary- und Bridge-Nodes, die nun wieder Blöcke signieren und validieren.
  • Die vollständige Wiederherstellung der Dienste hängt von der erneuten Stabilisierung der BTC/LBTC-Reserve und der Bestätigung der Infrastrukturstabilität ab. Liquid legte keine neue Schätzung zur Zahl der weiterhin nicht beanspruchten Bitcoin vor.
  • Liquid warnte vor betrügerischen Websites und Nachrichten, die sich als Wiederherstellungsangebote ausgeben, und riet dazu, ausschließlich offizielle Kanäle zu nutzen sowie niemals Gelder, private Schlüssel oder Seed-Phrasen weiterzugeben.
Liquid Network nimmt Blockproduktion nach Bitcoin-Exploit im Wert von 320 Mio. US-Dollar wieder auf, Pegs bleiben ausgesetzt

Das Liquid Network hat nach Notfallaktualisierungen infolge eines Vorfalls, bei dem rund 4.000 BTC im Wert von etwa 320 Mio. US-Dollar aus seiner Federation-Wallet abgezogen wurden, die Blockproduktion wieder aufgenommen. Das Netzwerk erzeugt jedoch Blöcke ohne Transaktionen, während sowohl Peg-ins als auch Peg-outs ausgesetzt bleiben und die BTC/LBTC-Reserve wiederhergestellt sowie die Infrastruktur überwacht wird.

Die kontrollierte Wiederherstellung bedeutet, dass Nutzer derzeit noch keine Transaktionen durchführen oder Bitcoin über das Peg-System von Liquid transferieren können. Liquid erklärte am 10. September, dass die Wiederaufnahme der Blockproduktion eine Vorsichtsmaßnahme sei, die den Betreibern die Beobachtung des Netzwerkverhaltens vor der Rückkehr zum normalen Betrieb ermöglichen soll.

LIQUID NETWORK UPDATE: OPERATIONS RESUMED, RECOVERY ONGOING Status as of September 10, 2026, 10:00 UTC Recovery Status The Liquid Network has entered the next phase of its controlled resumption. As a precautionary measure, block production has resumed without transactions while… — Liquid Network 🌊 (@Liquid_BTC) September 10, 2026

Blockstream hat alle Functionary- und Bridge-Nodes von Liquid aktualisiert. Die Functionary-Nodes haben wieder mit dem Signieren und Validieren von Blöcken begonnen, was einen weiteren Schritt im Wiederherstellungsprozess darstellt. Der Neustart bedeutet nicht, dass das Netzwerk wieder vollständig in Betrieb ist: Die Transaktionsaktivität bleibt begrenzt, während die Betreiber die Stabilität der Netzwerkinfrastruktur überprüfen.

Alle Peg-bezogenen Vorgänge sind deaktiviert. Dazu gehören die von PAK autorisierten Peg-outs, mit denen Vermögenswerte von Liquid zurück in das Bitcoin-Netzwerk übertragen werden. Peg-ins, bei denen Bitcoin in Liquid übertragen wird, bleiben während des Wiederherstellungsprozesses ebenfalls ausgesetzt.

Zu den praktischen Meilensteinen der Wiederherstellung gehören die erneute Stabilisierung der BTC/LBTC-Reserve, die fortlaufende Bestätigung der Stabilität der aktualisierten Infrastruktur sowie die spätere Wiederherstellung der Transaktions- und Peg-Funktionen. Solange diese Schritte nicht abgeschlossen sind, sollte die wieder aufgenommene Blockproduktion nicht als Rückkehr zum normalen Liquid-Betrieb betrachtet werden.

Die Wiederherstellung der BTC/LBTC-Reserve bleibt Priorität

Die nächste Phase der Wiederherstellung konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Deckung für das Bitcoin-basierte Asset von Liquid, L-BTC. Das Update von Liquid enthielt keine neue Schätzung dazu, wie viele Bitcoin aus dem Vorfall weiterhin nicht beansprucht wurden. Frühere Hinweise deuteten darauf hin, dass etwa 4.000 BTC aus der Federation-Wallet abgezogen worden waren, die den Großteil der Wallet-Vermögenswerte enthielt.

Der Vorfall veranlasste Liquid und Blockstream, Notfall-Softwareaktualisierungen einzuspielen, bevor ein Teil des Liquid Network wieder gestartet wurde. Ihr Vorgehen konzentrierte sich darauf, die Infrastruktur abzusichern und eine erneute Ausnutzung der beim Exploit verwendeten Schwachstelle zu verhindern.

Die Wiederherstellung von Liquid folgt auf die frühere Aussetzung des Netzwerkbetriebs nach dem Vorfall. Die Blockproduktion wurde inzwischen unter eingeschränkten Bedingungen wieder aufgenommen, Transaktionen und Bitcoin-Peg-Vorgänge bleiben jedoch offline. Die vollständige Funktionalität hängt davon ab, dass die Reserve wieder stabilisiert wird und zusätzliche Bestätigungen für die Stabilität der Netzwerkinfrastruktur vorliegen.

Liquid warnt Nutzer vor Betrug im Zusammenhang mit der Wiederherstellung

Liquid hat Nutzer außerdem vor betrügerischen Websites und Nachrichten gewarnt, die versuchen, den Wiederherstellungsprozess auszunutzen. Nach Angaben des Netzwerks nutzten Betrüger gefälschte Updates und angebliche Wiederherstellungsversuche, um aus dem Vorfall Profit zu schlagen. Liquid empfahl, sich ausschließlich auf offizielle Kanäle von Liquid Network und Blockstream zu verlassen.

Liquid hatte Nutzer zuvor aufgefordert, auf unaufgeforderte Nachrichten hin weder Gelder noch private Schlüssel oder Seed-Phrasen zu versenden. Diese Warnung ist besonders wichtig, solange die Peg-Vorgänge ausgesetzt sind, da Nutzer auf falsche Versprechen zur Wiederherstellung von Auszahlungen oder Recovery-Diensten stoßen könnten.

Sicherheitsforscher und Mitglieder der breiteren Bitcoin-Community haben die Reaktion auf den Vorfall unterstützt. Liquid und Blockstream gratulierten denjenigen, die zur Wiederherstellung beigetragen haben, und betonten zugleich die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Netzwerksicherheit.

Die Wiederherstellung nach dem Vorfall erfolgt weiterhin stufenweise: Die Blockchain erzeugt unter eingeschränkten Bedingungen Blöcke, die Node-Infrastruktur wurde aktualisiert, und Transaktions- sowie Bitcoin-Peg-Funktionen sind weiterhin nicht verfügbar.