KULR Technology Group verkauft letzte 764 Bitcoin für 58,6 Millionen US-Dollar und beendet die Bitcoin-Treasury-Strategie
Wichtige Erkenntnisse
- •Die KULR Technology Group verkaufte ihre letzten 764 Bitcoin für rund 58,6 Millionen US-Dollar über Markttransaktionen zwischen dem 20. August und dem 11. September 2026 zu einem gewichteten Durchschnittspreis von etwa 76.633 US-Dollar je Münze.
- •Zuvor hatte das Unternehmen nach dem 30. Juni 2026 rund 333 BTC verkauft, was etwa 21,5 Millionen US-Dollar einbrachte; rund 20 Millionen US-Dollar davon dienten der Rückzahlung von Forderungen gegenüber Coinbase.
- •Mit den jüngsten Verkäufen sind die Kryptobestände von KULR auf null gefallen, womit die Ende 2024 angekündigte Bitcoin-Treasury-Strategie endet; zudem hat das Unternehmen den Bitcoin-Mining-Betrieb eingestellt.
- •KULR gab weder die Kostenbasis der Münzen noch einen realisierten Gewinn oder Verlust oder den Einsatz der 58,6 Millionen US-Dollar bekannt.
- •KULR schließt künftige Bitcoin-Käufe nicht aus, doch die Kapitalstrategie konzentriert sich erneut auf das Kernenergiegeschäft.

Die KULR Technology Group (NYSE American: KULR) hat ihre verbleibenden 764 Bitcoin für rund 58,6 Millionen US-Dollar verkauft, wodurch ihre Kryptobestände auf null sanken und der Rückzug aus der unternehmerischen Bitcoin-Treasury-Strategie abgeschlossen ist.
Laut einer Regulierungsmitteilung verkaufte das Unternehmen die Bitcoin zwischen dem 20. August und dem 11. September 2026 über Markttransaktionen zu einem gewichteten Durchschnittspreis von etwa 76.633 US-Dollar je Münze. KULR gab weder die Kostenbasis der Münzen bekannt noch, ob die Verkäufe zu einem realisierten Gewinn oder Verlust führten.
Der Verkauf folgt auf eine frühere Veräußerung von rund 333 BTC nach dem 30. Juni 2026, die etwa 21,5 Millionen US-Dollar einbrachte. Rund 20 Millionen US-Dollar dieser Erlöse wurden gemäß Unternehmensangaben zur Rückzahlung von principal-Forderungen gegenüber Coinbase verwendet. KULR hat zudem den Bitcoin-Mining-Betrieb eingestellt und damit die kryptobezogenen Aktivitäten abgebaut, die es neben seinem Kernenergiegeschäft aufgebaut hatte.
KULR bezeichnete die jüngsten Verkäufe als Teil seiner Treasury-Verwaltungsmaßnahmen, gab jedoch nicht an, wie die 58,6 Millionen US-Dollar eingesetzt werden – die Verwendung der Mittel bleibt damit offen und kann über künftige Unternehmensmitteilungen verfolgt werden.
Der Schritt markiert eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Bitcoin-Ankaufsstrategie, die KULR seit der Ankündigung der Initiative Ende 2024 verfolgte, als das Unternehmen begann, Bitcoin neben seinen Energiegeschäften in die Bilanz aufzunehmen. Diese Strategie machte KULR zu einem von mehreren börsennotierten Unternehmen, das Bitcoin direkt in seinen Büchern hielt. Dieser Ansatz erlangte Bekanntheit, nachdem Strategy – damals MicroStrategy – 2020 mit groß angelegten Bitcoin-Käufen begonnen hatte; unternehmerische Treasury-Strategien werden in der Regel als Möglichkeit dargestellt, Aktionären eine indirekte Exposition gegenüber dem Asset zu verschaffen.
Der größere Wandel
KULRs Rückzug unterstreicht eine wachsende Spaltung unter den börsennotierten Unternehmen, die Bitcoinreasurys eingeführt haben. Während Firmen wie Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, weiterhin große Bitcoin-Positionen aufbauen, wägen kleinere Unternehmen zunehmend die Kosten einer kryptolastigen Bilanz gegen die Notwendigkeit ab, den Betrieb zu finanzieren, Schulden zurückzuzahlen und in ihre Kerngeschäfte zu investieren.
Mit der vollständigen Liquidation reiht sich KULR in eine Gruppe von unternehmerischen Bitcoin-Haltern ein, die die Strategie im Jahr 2026 vollständig beendet haben; einige Veräußerungen stehen im Zusammenhang mit Schuldenrückzahlungen und Liquiditätsbedarf.
Für Unternehmen ohne einen starken Finanzierungsaufschlag, der an ihre Bitcoin-Bestände gekoppelt ist, kann die Strategie schwer aufrechtzuerhalten sein, wenn die Aktienbewertungen nachlassen oder Kapitalzugänge teurer werden.
KULRs Entscheidung unterstreicht daher eine zentrale Prüfung für das unternehmerische Bitcoin-Modell: Der Besitz von Bitcoin kann die Exposition eines Unternehmens gegenüber dessen Aufwärtspotenzial erhöhen, kann aber auch Liquiditäts- und Finanzierungsentscheidungen stärker von der Verfassung des Kryptomarkts abhängig machen.
KULR schließt erneute Bitcoin-Käufe nicht aus. Die jüngste Mitteilung lässt das Unternehmen jedoch ohne BTC in der Bilanz zurück, und die Kapitalstrategie konzentriert sich erneut auf das Kernenergiegeschäft. Wie das Unternehmen die 58,6 Millionen US-Dollar letztlich einsetzt – und ob es eine Bitcoin-Position wieder aufgreift – sind Fragen, die künftige Regulierungsmitteilungen möglicherweise beantworten.