Larry Kudlow: Der Ausgang des Iran-Krieges wird die Halbzeitwahlen entscheiden
Wichtige Erkenntnisse
- •Larry Kudlow bezeichnet den Krieg im Iran als das kritischste Thema, das die Halbzeitwahlen prägt – noch vor wirtschaftlichen und innenpolitischen Fragen.
- •Eine Umfrage vom 22. Juli unter 1.000 allgemeinen Wählern ergab, dass 72 % dagegen sind, dass Iran Schiffe in der Straße von Hormuz behindert, und 62 % die Beendigung der Militärkampagne gegen Iran durch die Vereinigten Staaten unterstützen.
- •Kudlow kritisierte Mainstream-Umfragen, die alle Erwachsenen anstelle von registrierten oder wahrscheinlich Wählenden befragen, und argumentierte, dass diese die Unterstützung für Trump und die Republikaner systematisch unterschätzen.
- •Trumps Militärstrategie umfasst Berichten zufolge Kampfoperationen, verschärfte Sanktionen, Handelsisolation und verdeckte Operationen mit Israel, die auf einen Regimewechsel in Tehran abzielen.
- •Die Straße von Hormuz transportiert täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs, wodurch ihr Status direkte Relevanz für weltweite Energiepreise und Verbraucherkraftstoffkosten besitzt.

Präsident Donald Trump bringt seinen Angaben nach beträchtliche politische Vorteile in die Halbzeitwahlen mit, so Larry Kudlow, der unter Trump als Direktor des National Economic Council diente und heute eine Sendung bei Fox Business Network moderiert. Während er anerkannte, dass Themen wie Wirtschaft, Reform der Wähleridentifikation, Steuer- und Ausgabenkürzungen, demokratischer Sozialismus, GDP-Wachstum, reale Einkommen und Bezahlbarkeit allesamt Gewicht haben, argumentierte Kudlow, dass das bestimmende Thema des bevorstehenden Wahlzyklus der Krieg im Iran und dessen Ausgang sein wird.
Kudlow erklärte, dass die wichtigsten Kriegsziele – die Wiederöffnung der Straße von Hormuz und die Beseitigung der nuklearen Fähigkeiten Tehrans – darauf hinauslaufen, den Krieg zu gewinnen, und er ist der Meinung, dass Trump in einer stärkeren Position ist, als die meisten Umfragen oder Kommentatoren nahelegen. Die Straße von Hormuz ist einer der kritischsten maritimen Engpässe der Welt, durch den täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird, wodurch ihr Status direkte Relevanz für globale Energiemärkte und Verbraucherkraftstoffkosten besitzt. Er wies darauf hin, dass Trump der erste Präsident seit 47 Jahren ist, der sich Iran direkt stellt, und fügte hinzu, dass Iran weit mehr Schaden erlitten hat, als öffentlich eingeräumt wird, und dass die Vereinigten Staaten nun in der Position sind, den Konflikt zu einem Abschluss zu bringen.
Kudlow äußerte Frustration über Schlagzeilen-Umfragen und kritisierte jene, die alle Erwachsenen anstelle von registrierten oder wahrscheinlich Wählenden befragen. Er argumentierte, dass eine solche Umfragemethodik systematisch zuungunsten von Trump und der Republikanischen Partei gewichtet sei.
Als Gegenbeispiel verwies Kudlow auf eine neue Umfrage zum Iran, die von Tea Party Patriots Action Survey in Auftrag gegeben und von McLaughlin and Associates durchgeführt wurde – einem Unternehmen, das regelmäßig mit republikanischen Kampagnen und konservativen Organisationen zusammenarbeitet. Auf die Frage, ob der Iran es Schiffen in der Straße von Hormuz erlaubt sein sollte, diese zu blockieren, anzugreifen, zu verminen oder zu erpressen, antworteten 72 % der Befragten mit Nein – was mit dem übereinstimmt, was Kudlow als zentrales Ziel der Politik Trumps beschrieb.
Die Umfrage fragte außerdem, ob die Vereinigten Staaten die Angelegenheit mit Iran „zu Ende bringen" sollten. Insgesamt stimmten 62 % zu – eine Zahl, die das Ziel einschließt, sicherzustellen, dass Iran niemals eine Kernwaffe erlangen kann, das andere von Trump formulierte wichtige Kriegsziel.
Die Umfrage wurde am 22. Juli unter 1.000 allgemeinen Wählern durchgeführt, beschrieben als Personen, die tatsächlich ihre Stimme abgaben und deren demografische Zusammensetzung die breitere Wählerschaft widerspiegelt.
Kudlow räumte ein, dass ungewiss sei, ob der Konflikt bis zu den Halbzeitwahlen beigelegt oder die Straße von Hormuz vollständig wiedereröffnet wird. Er deutete jedoch an, dass Trump eine aggressive Militärstrategie mit voller Geschwindigkeit verfolgt. Dieser Ansatz umfasst Kudlow zufolge Kampfoperationen zur Wiederöffnung der Meerenge, die Isolierung Irans vom Welthandel, die Verschärfung wirtschaftlicher Sanktionen sowie die Einleitung verdeckter Operationen mit Israel, um einen Regimewechsel zu erreichen und die aktuelle islamische Regierung zu entfernen.
Kudlow deutete an, dass solche Bemühungen um einen Regimewechsel möglicherweise bereits begonnen haben und wahrscheinlich eskalieren werden. Er argumentierte, dass die Ergebnisse für Trump günstig ausfallen könnten, wenn er diesen Ansatz beibehalte – innerhalb der kommenden Monate oder sogar früher –, mit sinkenden Energie- und Benzinpreisen.
Über die wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus bezeichnete Kudlow das potenzielle Ergebnis als einen historischen Sieg für Freiheit, Frieden und Wohlstand im Nahen Osten – einen Sieg, der seiner Ansicht nach letztlich das Ergebnis der Halbzeitwahlen bestimmen wird. Da die Kontrolle beider Kammern des Kongresses auf dem Spiel steht, wird die Entwicklung des Konflikts und seine Auswirkung auf die Stimmung der Wählenden in den Monaten bis November eine zentrale Dynamik sein, die die Kampagnenstrategien beider Parteien maßgeblich prägt.