KOSPI bleibt volatil nach 30% Rückgang vom Juni-Hoch
Wichtige Erkenntnisse
- •Der KOSPI fiel in weniger als einem Monat etwa 30% von seinem Juni-Hoch, bevor er hochvolatil blieb.
- •Der Rückgang führte Berichten zufolge zu Margin-Calls bei rund 1,2 Millionen Handelskonten, davon etwa 360.000 vollständig liquidiert.
- •Bedenken wegen langsamerer KI-bezogener Ausgaben setzten Samsung Electronics und SK Hynix unter Druck.
- •Südkoreas Aktienmarkt ist stark gegenüber der Halbleiter-Lieferkette exponiert, was die breitere Stimmung empfindlich gegenüber Erwartungen zur Chip-Nachfrage macht.
- •Der Index notiert weiterhin rund 25% unter seinem Juni-Hoch, mit jüngsten Sitzungsschwankungen von etwa 5% bis 6%.

Südkoreas Benchmark-Aktienindex KOSPI bleibt volatil, nachdem er in weniger als einem Monat etwa 30% von seinem Juni-Hoch gefallen ist.
Der Rückgang löste Berichten zufolge Margin-Calls bei rund 1,2 Millionen Handelskonten aus, wobei etwa 360.000 Konten vollständig liquidiert wurden. Margin-Calls treten auf, wenn Broker von Anlegern verlangen, Mittel oder Wertpapiere nachzuschießen, nachdem gehebelte Positionen an Wert verloren haben, und erzwungene Liquidierungen können einen weiteren Druck auf fallende Märkte ausüben.
Bedenken hinsichtlich einer Verlangsamung der Ausgaben im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz belasteten die großen südkoreanischen Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix erheblich. Da der südkoreanische Aktienmarkt eine erhebliche Exposition gegenüber der Halbleiter-Lieferkette aufweist, können Veränderungen in den Erwartungen hinsichtlich der KI-bezogenen Nachfrage die breitere Marktstimmung schnell beeinflussen.
Der KOSPI bewegt sich weiterhin stark, mit Sitzungsschwankungen von etwa 5% bis 6%. Der Index bleibt etwa 25% unter seinem Juni-Hoch, wodurch die Aufmerksamkeit darauf gerichtet bleibt, ob der mit Hebelfinanzierung und der Schwäche im Chip-Sektor verbundene Verkaufsdruck weiter nachlässt oder in künftigen Sitzungen erneut auftritt.