Südkorea und Indien versprechen engere Zusammenarbeit im Zollwesen zur Förderung des bilateralen Handels
Wichtige Erkenntnisse
- •Der KCS und die indische CBIC besiegelten während eines Treffens in Neu-Delhi eine Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der bilateralen Zollkoordination.
- •Koreanische Beamte präsentierten konkrete Fälle von Zollschwierigkeiten, mit denen koreanische Unternehmen in Indien oder beim Export nach Indien konfrontiert sind.
- •Die beiden Länder erörterten eine Ausweitung der Zusammenarbeit durch gemeinsame Schulungsprogramme für Zollpersonal beider Seiten.
- •Südkorea und Indien pflegen seit 2010 einen umfassenden wirtschaftlichen Partnerschaftsrahmen unter dem CEPA-Abkommen, das 2018 aufgewertet wurde.
- •Große koreanische Hersteller wie Samsung, LG, Hyundai und Kia sind auf effiziente Zollverfahren angewiesen, um die Zuverlässigkeit der Lieferketten und die Kostenwettbewerbsfähigkeit in Indien aufrechtzuerhalten.

Der Korea Customs Service (KCS) gab am Mittwoch bekannt, dass er mit der indischen Central Board of Indirect Taxes and Customs (CBIC) eine Vereinbarung zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten und zur Erleichterung eines reibungsloseren Handels zwischen den beiden Nationen getroffen hat.
Die Vereinbarung wurde während eines am Dienstag, indischer Zeit, in Neu-Delhi abgehaltenen Treffens zwischen KCS-Beamten und ihren indischen Amtskollegen formell besiegelt. Die koreanische Delegation bat die indische Regierung um Unterstützung bei der Streamlining von Zollabfertigungsverfahren für koreanische Unternehmen, die in Indien tätig sind oder dorthin exportieren.
Während der Sitzung präsentierte der KCS konkrete Fälle, in denen koreanische Unternehmen mit Sitz in Indien auf zollbezogene Schwierigkeiten gestoßen sind. Beide Seiten erörterten zudem Möglichkeiten einer erweiterten bilateralen Zusammenarbeit, darunter gemeinsame Schulungsprogramme für Zollpersonal.
Han Min, Generaldirektor für internationale Angelegenheiten beim KCS, und Vivek Chaturvedi, Vorsitzender der indischen CBIC, führten jeweils die Delegationen ihrer Länder bei den Gesprächen an.
„Da Indien ein wichtiger Partner in der asiatisch-pazifischen Region ist, beabsichtigen die beiden Länder, die Zusammenarbeit künftig zu verstärken, um Hürden abzubauen, mit denen koreanische Unternehmen beim Export nach Indien konfrontiert sind", sagte Han in einer Stellungnahme.
Südkorea und Indien pflegen seit der Umsetzung des umfassenden wirtschaftlichen Partnerschaftsabkommens zwischen Korea und Indien (CEPA) im Jahr 2010 eine umfassende wirtschaftliche Partnerschaft, die als grundlegendes Handelsrahmenwerk zwischen den beiden Ländern dient. Die beiden Regierungen einigten sich 2018 auf eine Aufwertung der CEPA-Bedingungen, was die Bemühungen widerspiegelt, den Marktzugang zu erweitern und Ungleichgewichte zu beheben, die die Auswirkungen des Abkommens auf das Wachstum des bilateralen Handels eingeschränkt hatten.
Indien ist einer der wichtigsten Handelspartner Südkoreas in der asiatisch-pazifischen Region, und bedeutende koreanische Hersteller wie Samsung, LG, Hyundai und Kia haben umfangreiche Produktions- und Vertriebsaktivitäten auf dem indischen Markt aufgebaut. Für diese Unternehmen ist eine effiziente Zollabfertigung ein entscheidender Faktor für die Zuverlässigkeit der Lieferketten und die Wettbewerbsfähigkeit der Kosten. Rationalisierte Zollverfahren gelten als wichtiger Faktor zur Senkung von Kosten und Verzögerungen im grenzüberschreitenden Handel, und der neue Kooperationsrahmen soll voraussichtlich darauf fokussieren, die operativen Engpässe zu beheben, die von koreanischen Unternehmen vor Ort identifiziert wurden.