Korea verbietet Diätprodukt TAWON LIAR nach Nachweis des Betäubungsmittels Tapentadol
Wichtige Erkenntnisse
- •Das koreanische Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit und der Zolldienst haben Tapentadol, ein Opioid-Schmerzmittel, das tödliche Atemdepressionen verursachen kann, als verbotenen Inhaltsstoff in importierten Lebensmitteln eingestuft.
- •Der Stoff wurde von der Zollanalysestelle am Flughafen Incheon in einer aus Frankreich per Post verschickten Sendung TAWON LIAR identifiziert.
- •TAWON LIAR war seit Dezember 2019 blockiert, nachdem das verschreibungspflichtige Steroid Dexamethason darin gefunden worden war; dies ist der erste bestätigte Fall einer erneuten Einfuhr des Produkts mit einem zuvor nicht nachgewiesenen Betäubungsmittel.
- •Die Einfuhrblockierungsliste Koreas umfasst inzwischen 313 verbotene Rohstoffe und Zutaten.
- •Die beiden Behörden planen, die Kontrolle importierter Lebensmittel mit Verdacht auf Betäubungsmittel auszuweiten und die Verbraucher über die Risiken von Direktimporten von Lebensmitteln zu informieren.

Veröffentlicht am 14. August 2026, 17:40 Uhr KST
Das Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit und der Zolldienst Koreas haben Tapentadol, ein schmerzstillendes Betäubungsmittel, als verbotenen Stoff in importierten Lebensmitteln eingestuft, nachdem das Medikament in einem Diätprodukt namens TAWON LIAR nachgewiesen worden war, das über den internationalen Postweg ins Land gelangt war, wie die beiden Behörden mitteilten.
Die gemeinsame Maßnahme ist ein vorbeugender Schritt, um zu verhindern, dass Betäubungsmittel über Direktimporte von Lebensmitteln zu koreanischen Verbrauchern gelangen — ein schnell wachsender E-Commerce-Kanal, bei dem koreanische Verbraucher Waren direkt bei ausländischen Händlern kaufen und ins Land liefern lassen. Nahrungsergänzungsmittel und Gesundheitsprodukte gehören zu den über diesen Kanal häufig bestellten Waren, und der Fall zeigt, dass nicht zugelassene Lebensmittel, die auf ausländischen Online-Plattformen verkauft werden, nicht deklarierte pharmazeutische Wirkstoffe enthalten können.
Tapentadol ist ein opioides Analgetikum, das in Märkten, in denen es zugelassen ist, bei mäßigen bis starken Schmerzen verschrieben wird. Es wirkt, indem es die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin hemmt, und kann lebensbedrohliche oder tödliche Atemdepressionen verursachen. Es ist nach dem koreanischen Betäubungsmittelkontrollgesetz als Betäubungsmittel eingestuft und wird auch in anderen Rechtsräumen als kontrollierter Stoff reguliert, darunter in den Vereinigten Staaten, wo es derselben strengen Kontrollkategorie unterliegt wie Opioide wie Oxycodon.
Der Stoff wurde von der Zollanalysestelle des internationalen Flughafens Incheon in einer aus Frankreich per Post verschickten Sendung TAWON LIAR identifiziert. Die Stelle meldete den Fund an das Ministerium, das Tapentadol daraufhin als blockierten Inhaltsstoff einstufte, um schnellstmöglich zu verhindern, dass es ins Land gelangt. Stand dieses Monats führt Korea unter seinem Einfuhrblockierungssystem eine Liste mit 313 verbotenen Rohstoffen und Zutaten.
Produkte mit Tapentadol dürfen nun nicht mehr nach Korea eingeführt werden, auch nicht über Direktimporte aus dem Ausland, wie die Behörden mitteilten.
TAWON LIAR war bereits von der Einfuhr ausgeschlossen. Im Dezember 2019 war Dexamethason, ein verschreibungspflichtiges Steroid, in dem Produkt gefunden und es auf die Liste gefährlicher importierter Lebensmittel des Ministeriums gesetzt worden. Nicht deklarierte pharmazeutische Wirkstoffe, von Steroiden bis zu kontrollierten Appetithemmern, sind laut behördlichen Warnungen in Korea und anderen Ländern ein wiederkehrender Befund in nicht autorisierten, online verkauften Abnehmpräparaten, weshalb diese Kategorie ein ständiger Schwerpunkt der Einfuhrkontrollen ist.
Das neu nachgewiesene Tapentadol war zuvor nicht in dem Produkt gefunden worden, was bestätigt, dass inzwischen eine veränderte Version mit einem Betäubungsmittel-Inhaltsstoff ins Land gelangt ist, wie Beamte mitteilten. Nach Angaben eines Beamten der Zollanalysestelle am Flughafen Incheon ist dies der erste bestätigte Fall, in dem TAWON LIAR in veränderter Form mit einem zuvor nicht nachgewiesenen Betäubungsmittel-Inhaltsstoff ins Land gebracht wurde, obwohl das Produkt wegen des früheren Steroidfunds bereits einem Einfuhrverbot unterlag. Der Fall verdeutlicht eine zentrale Herausforderung der Einfuhrkontrolle: Ein nach Namen gesperrtes Produkt kann in veränderter Rezeptur wieder auftauchen, die nur durch Laboranalysen zu erkennen ist.
Die beiden Behörden erklärten, sie werden die Kontrolle importierter Lebensmittel, bei denen der Verdacht auf Betäubungsmittel oder andere gefährliche Stoffe besteht, weiter ausbauen und die Verbraucher über die Risiken von Direktimporten von Lebensmitteln informieren. Weitere Einzelheiten sind auf der Website des Ministeriums verfügbar.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung generativer KI erstellt und von The Korea Times redigiert.