Kenyische Creator drängen auf Aussetzung der 5%igen YouTube-Quellensteuer vor dem Start im Oktober
Wichtige Erkenntnisse
- •Google will die 5%ige Steuer voraussichtlich direkt von YouTube-Auszahlungen an Kenya-basierte Creator einbehalten, beginnend mit den im September erzielten und im Oktober ausgezahlten Einnahmen.
- •AdSense-for-YouTube-Nutzer sollen ihre KRA Personal Identification Numbers bis zum 1 October 2026 einreichen.
- •Der 5%ige Quellensteuersatz wurde durch Kenias Finance Act 2023 für ansässige digitale Content-Ersteller festgelegt; Nichtansässige ohne ständige Niederlassung unterliegen einem Satz von 20%.
- •DCCAK fordert eine Aussetzung der Erhebung, bis Regierung, Creator und Branchenvertreter konsultiert wurden.
- •Google warnte, dass Konten ohne verifizierte PIN ihre Auszahlungen zurückgehalten bekommen, während die Einnahmen weiter akkumulieren.

Die Kenya Digital Content Creators Association (DCCAK) hat das National Treasury und die Kenya Revenue Authority (KRA) aufgefordert, die Erhebung einer 5%igen Quellensteuer auf die Monetarisierung digitaler Inhalte auszusetzen, bis die Regierung Creator und andere Branchenvertreter einbindet, wie berichtet wird.
Der Vorstoß erfolgt, während Google sich darauf vorbereitet, die Steuer direkt von YouTube-Einnahmen kenianischer Creator einzubehalten. Das Unternehmen hat AdSense for YouTube-Nutzer aufgefordert, ihre KRA Personal Identification Numbers bis zum 1 October 2026 einzureichen; der Abzug soll zunächst auf die im September erzielten und im Oktober ausgezahlten Einnahmen angewendet werden.
Google hat gewarnt, dass Konten ohne verifizierte PIN ihre Auszahlungen zurückgehalten bekommen, während die Einnahmen im Hintergrund weiter akkumulieren.
Was sich in Kenya tatsächlich ändert
Die 5%ige Quellensteuer ist keine neue Steuer. Sie geht auf Kenias Finance Act 2023 zurück, der einen Quellensteuersatz von 5% für ansässige natürliche Personen und Unternehmen festlegte, die mit digitalen Inhalten Einnahmen erzielen, sowie 20% für Nichtansässige ohne ständige Niederlassung im Land.
Die Änderung betrifft die Erhebung der Steuer. Statt dass Creator die Steuer am Jahresende selbst erklären und begleichen, erfolgt der Abzug nun automatisch zum Zeitpunkt der Auszahlung – ähnlich wie Google bereits US-Steuern auf Einnahmen aus US-amerikanischen Zuschauern einbehält.
Der Schritt von DCCAK setzt die Steuer nicht aus und ändert das Gesetz nicht. Sofern Treasury oder KRA nicht reagieren, bleibt die Abzugspflicht ab October bestehen. Die Sorge des Verbands konzentriert sich darauf, ob die Erhebungsmethode widerspiegelt, wie Creator tatsächlich Einkommen erzielen und Kosten wie Ausrüstung, Schnitt und Produktion tragen, da der Abzug auf den Bruttoauszahlungen und nicht auf der endgültigen Steuerschuld basiert.
Dieser Unterschied ist wichtig, weil Plattform-Einnahmen oft in verschiedenen Ebenen anfallen: lokale Einnahmen, Einnahmen aus dem Ausland und eine getrennte steuerliche Behandlung je nach Herkunft der Zuschauer. Kenianische Creator müssen den neuen lokalen Abzug außerdem von einer separaten US-Quellensteuer unterscheiden, die bereits auf Einnahmen von Zuschauern aus den USA angewendet wird. Dieser Satz hängt von den individuellen Steuerinformationen ab, die Google übermittelt wurden, und unterliegt einem völlig anderen Rechtsrahmen.
Kenias Vorgehen verschafft dem Land in dieser Frage einen Vorsprung gegenüber den meisten afrikanischen Märkten. Google behält bei AdSense-Zahlungen an Creator in Nigeria oder South Africa keine lokale Steuer ein; Creator in beiden Ländern sollen ihre Plattform-Einnahmen stattdessen selbst erklären und mit ihren nationalen Steuerbehörden abrechnen.
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Kenyische Creator müssen zudem den neuen lokalen Abzug von einer möglichen separaten US-Quellensteuer unterscheiden, die bereits auf Einnahmen von US-basierten Zuschauern angewendet wird. Dieser Satz hängt von den an Google übermittelten individuellen Steuerdaten ab und wird von einem anderen rechtlichen Rahmen geregelt.
Mit seinem Schreiben hat DCCAK die Frage, wie die Steuer erhoben werden soll, an Treasury und KRA herangetragen, nicht mehr die Frage, ob Creator sie zahlen sollten. Der 1 October bleibt unabhängig vom Ausgang das unmittelbare Stichtag für die Einhaltung der Vorgaben durch Creator.