NachrichtenKryptoKalshi verhängt gegen Ex-Abgeordneten George Santos lebenslange Sperre wegen Marktmanipulation im Staat-der-Nation-Markt

Kalshi verhängt gegen Ex-Abgeordneten George Santos lebenslange Sperre wegen Marktmanipulation im Staat-der-Nation-Markt

Autor: Decrypt·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kalshi erklärte, Santos habe große Trades in einem Markt getätigt, der davon abhing, ob er an der Staat-der-Nation-Adresse teilnehmen würde – einem Markt, in dem ihm der Handel untersagt war, weil er das Ergebnis beeinflussen konnte.
  • Die Börse stellte fest, dass Santos öffentliche Äußerungen über seine Teilnahme machte, die falsch oder irreführend waren und die Preise der Verträge beeinflussen sollten.
  • Laut Kalshi brachten diese Handlungen 17.839,57 US-Dollar Gewinn und führten zu einer Geldstrafe von 71.356 US-Dollar sowie einer dauerhaften Plattformsperre.
  • Santos wurde im Dezember 2023 aus dem Repräsentantenhaus ausgeschlossen und legte 2025 ein Schuldbekenntnis zu bundesrechtlichen Betrugsvorwürfen ab.
  • Der Fall erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Prognosemärkte wegen Insiderhandels- und Marktintegritätsrisiken zunehmend unter Beobachtung stehen.
Kalshi verhängt gegen Ex-Abgeordneten George Santos lebenslange Sperre wegen Marktmanipulation im Staat-der-Nation-Markt

Der Prognosemarkt Kalshi hat den ehemaligen Abgeordneten George Santos dauerhaft gesperrt, nachdem festgestellt wurde, dass er einen Markt manipulierte, der mit seiner eigenen Teilnahme an der Staat-der-Nation-Adresse zusammenhing, und dabei fast 18.000 US-Dollar Gewinn erzielte. Die Börse verhängte zudem eine Geldstrafe von 71.356 US-Dollar – es ist die erste lebenslange Sperre, die Kalshi je gegen einen ehemaligen Kongressabgeordneten ausgesprochen hat.

Santos, Republikaner aus dem Bundesstaat New York, wurde im Dezember 2023 aus dem Repräsentantenhaus ausgeschlossen, nachdem ein Bericht des Ethikausschusses substanzielle Hinweise auf Verstöße gegen die Wahlkampffinanzierung und Betrug geliefert hatte; 2025 legte er ein Schuldbekenntnis zu bundesrechtlichen Betrugsvorwürfen ab. Die Maßnahme von Kalshi markiert ein weiteres Kapitel seiner rechtlichen Schwierigkeiten nach der Kongresszeit.

In einer Disziplinarmitteilung vom 28. August erklärte die Compliance-Abteilung von Kalshi, Santos habe zwischen dem 2. und dem 25. Februar eine Reihe großer Trades in einem Markt getätigt, dessen Ausgang davon abhing, ob er an der Veranstaltung teilnehmen würde. Da er das Ergebnis beeinflussen konnte, war ihm der Handel in diesem Markt gemäß den Börsenregeln untersagt.

Laut der Mitteilung gab Santos anschließend eine Reihe öffentlicher Erklärungen über seine Teilnahme ab – einige davon falsch oder irreführend –, um den Preis der „Ja“- und „Nein“-Verträge zu bewegen. Die Compliance-Abteilung kam zu dem Ergebnis, dass er diese Äußerungen mit der Absicht traf, Preise zu manipulieren, und dass sie dies tatsächlich bewirkten, wodurch er in den betroffenen Märkten 17.839,57 US-Dollar Gewinn erzielte. Der Fall ist ein Lehrbuchbeispiel dessen, was Marktintegritätsregeln verhindern sollen: Teilnehmer mit Kontrolle über ein Ergebnis – ähnlich wie Unternehmensinsider, die die Aktien des eigenen Unternehmens handeln – haben einen Informationsvorsprung gegenüber anderen Händlern.

Kalshi erklärte, das Verhalten habe gegen mehrere Regeln verstoßen, darunter Verbote der Marktmanipulation, des Handels mit Einfluss auf das Ergebnis eines Ereignisses sowie des Einsatzes täuschender Machenschaften zum Betrug. Santos wurde zudem dafür beanstandet, nicht mit der Untersuchung kooperiert zu haben.

Als Strafe sperrte Kalshi Santos dauerhaft vom direkten oder indirekten Zugang zur Plattform und verhängte eine Geldstrafe von 71.356 US-Dollar.

Prognosemärkte ermöglichen es Nutzern, mit echtem Geld auf den Ausgang realer Ereignisse zu setzen – Wahlen, Sport, Wirtschaftsdaten –, indem sie „Ja“- oder „Nein“-Verträge kaufen, deren Preise sich mit den wahrgenommenen Wahrscheinlichkeiten bewegen. Plattformen wie Kalshi, eine von der CFTC regulierte Börse, und ihr kryptonativer Konkurrent Polymarket sind im vergangenen Jahr regelrecht explodiert und ziehen Milliarden an Handelsvolumen, mainstream-mediale Aufmerksamkeit sowie eine Welle institutionellen Interesses an, während Event-Kontrakte den Massenmarkt erreichen.

Die Maßnahme gegen Santos ist das jüngste Zeichen der Insiderhandlungs- und Integritätsrisiken, die die boomenden Prognosemärkte begleiten. Die CFTC verhängte kürzlich eine Geldstrafe gegen einen ehemaligen Teleprompter-Operator des Weißen Hauses, der mit Vorwissen über Präsidentenreden handelte, ein MrBeast-Videobearbeiter wurde entlassen im Rahmen einer Kalshi-Untersuchung wegen Insiderhandels, und ein US-Soldat wurde angeklagt wegen angeblicher Polymarket-Trades. Wie Börsen und Aufsichtsbehörden selbstreferenzielle und insiderbeeinflusste Märkte überwachen, wird ein zentraler Test für die Glaubwürdigkeit der Branche auf ihrem Weg zu breiterer Akzeptanz.

Kalshi hat inzwischen neue Schutzmaßnahmen eingeführt, um der zunehmenden Kontrolle zu begegnen.