Bericht: Jeffries traf sich privat mit Jared Kushner, während die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus ins Auge fassen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die New York Times berichtete, dass sich der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, in den vergangenen Wochen privat mit Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und Außenberater, getroffen hat.
- •Das Treffen fand an einem privaten Ort in New York City statt, der von einem gemeinsamen Freund zur Verfügung gestellt wurde; über Sprecher kommentierte keiner der beiden den Austausch.
- •Jeffries und Kushner diskutierten mögliche gemeinsame Schnittmengen bei Lebenshaltungskosten, Wohnraum und Einwanderung.
- •Beide sollen Susie Wiles, Trumps Stabschefin, als die MAGA-Insiderin ansehen, die am ehesten zu Kompromissen mit Demokraten bereit ist.
- •Gewinnen die Demokraten das Repräsentantenhaus, gilt Jeffries als Kandidat für das Speaker-Amt und müsste zwischen Haushaltsfinanzierung, Widerstand gegen Trump und möglichem Druck für ein drittes Amtsenthebungsverfahren abwägen.

Während Präsident Donald Trump weiterhin behauptet, er werde die Zwischenwahlen 2026 nur verlieren, wenn sie gegen ihn manipuliert seien, beginnen sich die Republikaner im Gegensatz dazu politisch von ihm zu distanzieren, als würden sie eine Niederlage erwarten. Ein neuer Bericht in The New York Times liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass die GOP die Zeichen der Zeit erkennt: ein privates Treffen zwischen Trumps Schwiegersohn und dem Demokraten, der voraussichtlich House Speaker werden könnte, falls die Demokraten die Kammer zurückerobern.
„Representative Hakeem Jeffries, Democrat of New York and the minority leader, met privately in recent weeks with Jared Kushner, President Trump’s son-in-law and top outside adviser, and discussed potential areas of common ground, according to five people with knowledge of the meeting“, berichteten The New York Times-Autorinnen Maggie Haberman und Annie Karni am Sonntag. „The rare engagement was held in a private space in New York City, offered up by a mutual friend of the two men, according to two people with knowledge of the meeting and a third who was briefed on it. They and others were granted anonymity to discuss a meeting about which they were not authorized to speak publicly.“
Haberman und Karni fügten hinzu: „Through aides, neither man would comment on the session, which was described by one person with knowledge of it as a broad conversation on a range of topics. Still, its timing underscored that those around Mr. Trump were well aware of the likelihood of a Democratic-led House, and trying to foster as much of a working relationship as possible before any change. Mr. Jeffries is in line to be the speaker, were Democrats to win the majority.“
Dem Bericht zufolge sprachen Jeffries und Kushner über ein breites Themenspektrum, darunter Lebenshaltungskosten, Wohnraum und Einwanderung, also Bereiche, die bei einem Machtwechsel im Repräsentantenhaus wohl zentral bleiben würden. Beide sollen der Ansicht sein, dass Trumps Stabschefin Susie Wiles die MAGA-Insiderin ist, die am ehesten zu Kompromissen mit der anderen Partei bereit wäre.
„Throughout this Congress, Republicans have adopted a my-way-or-the-highway approach to governing that has failed the American people“, sagte Jeffries der Times in einer Stellungnahme, die das Treffen mit Kushner nicht ausdrücklich bestätigte.
Er fügte hinzu: „In every conversation that we have with the Trump administration, we will continue to make it explicitly clear that the affordability crisis is not a hoax, and nothing short of transformational policy change is acceptable. We are fighting for an affordable America. The question is whether Republicans will join us.“
Die Times fügte hinzu, dass bislang nichts aus dem Treffen offiziell sei.
„Should Democrats win the House, Mr. Jeffries would have to balance the need to keep the government funded with Democratic calls to defy Mr. Trump at every turn, and possible pleas to impeach him for a third time“, schrieb die Zeitung.
Die Reporter ergänzten: „Mr. Jeffries and Mr. Trump have danced around questions about what their relationship could look like next year should Democrats take control.“