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Japan will den LNG-Tankerbau wiederbeleben

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Japans Verkehrsministerium hat Werften wie Imabari Shipbuilding, Kawasaki Heavy Industries und Namura Shipbuilding, Industrieverbände und den LNG-Abnehmer JERA zusammengebracht, um die Wiederaufnahme des heimischen LNG-Tankerbaus zu planen.
  • Japan hat seit 2019 keinen im Inland gebauten LNG-Tanker mehr abgeliefert; seine einst dominante Stellung hat es an Südkorea und zunehmend China verloren.
  • Die Regierung hat das Ziel gesetzt, ab 2035 drei bis fünf LNG-Tanker pro Jahr zu bauen, um die heimische Industriebasis wiederaufzubauen.
  • Eine im Sommer veröffentlichte Regierungs-Roadmap räumt ein, dass Japan die jüngere Erfahrung mit Membran-Containment-Systemen und Teile der nötigen Produktionsinfrastruktur fehlen; die Werften könnten unter Nutzung südkoreanischer Technologie und Komponenten zusammenarbeiten.
  • Ladungsinteressenten und heimische Reeder signalisierten, dass sie in Japan gebaute Schiffe in Betracht ziehen oder bevorzugen würden, wenn diese international wettbewerbsfähig sind; japanische Unternehmen kontrollierten Ende vergangenen Jahres rund 200 LNG-Tanker.
Japan will den LNG-Tankerbau wiederbeleben

Japan hat Werften, Reeder und den größten LNG-Abnehmer des Landes zusammengebracht, um auszuloten, wie der heimische Bau von LNG-Tankern wieder aufgenommen werden kann – sieben Jahre nachdem das Land sein letztes im Inland gebautes Schiff in diesem Segment ablieferte.

Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus lud die Branche am Freitag ein, um erste konkrete Zahlen zu vorgeschlagenen Bestellvolumina, Bauzeiten, Werftinvestitionen und Kosten zu erarbeiten.

Zu den Teilnehmern zählten Imabari Shipbuilding, Kawasaki Heavy Industries und Namura Shipbuilding sowie der japanische Schiffbauverband, der japanische Reederverband und der LNG-Riese JERA.

Auch Vertreter des Verkehrsministeriums, des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie sowie der Agentur für natürliche Ressourcen und Energie nahmen teil.

Tokio hat bereits das Ziel gesetzt, ab 2035 eine Kapazität für den Bau von drei bis fünf LNG-Tankern pro Jahr aufzubauen – ein Zeichen dafür, dass es bei dem Vorhaben nicht nur um die Wiederaufnahme einzelner Produktionen geht, sondern um den Wiederaufbau einer heimischen Industriebasis.

Japan war einst eine dominierende Nation im LNG-Schiffbau, hat jedoch seit 2019 keinen LNG-Tanker mehr im Inland abgeliefert, während Südkorea und zunehmend China die Kontrolle über den Sektor übernommen haben.

Die Wiederaufnahme der Produktion wird nicht einfach sein.

Eine im Sommer veröffentlichte Regierungs-Roadmap räumt ein, dass Japan die jüngere Erfahrung beim Bau der Membran-Containment-Systeme fehlt, die inzwischen den LNG-Tankermarkt dominieren, ebenso wie Teile der erforderlichen Produktionsinfrastruktur. Damit geht es in den aktuellen Gesprächen ebenso um die Rückgewinnung von Fähigkeiten wie um künftige Aufträge.

Die drei Werften haben über eine Zusammenarbeit gesprochen, um diese Fähigkeiten wieder aufzubauen – womöglich unter Rückgriff auf Technologie und Komponenten aus Südkorea.

Das Freitagstreffen band zudem die Nachfrageseite fest in den Prozess ein. Ladungsinteressenten erklärten, sie würden über die geplanten Bestellungen nachdenken, sofern in Japan gebaute Schiffe international wettbewerbsfähig sind, während heimische Reeder signalisierten, dass sie wettbewerbsfähige im Inland gebaute Schiffe bevorzugen könnten.

Ende vergangenen Jahres verfügten japanische Reedereien und Energiegruppen über rund 200 LNG-Tanker – ein Hinweis darauf, dass eine Wiederbelebung einen etablierten Heimatmarkt bedienen würde, während das Land in einem einst von ihm angeführten Segment wieder Terrain zurückzugewinnen sucht.

Die Regierung wird nun mit der Industrie an der erwarteten Anzahl von Schiffen, den Bauzeiten, dem Investitionsbedarf und den erforderlichen Unterstützungsleistungen arbeiten, um den japanischen LNG-Tankerbau wieder wirtschaftlich tragfähig zu machen.