Augusts Manufacturing-PMI fällt auf 54,6; Lieferkettenengpässe bestehen fort
Wichtige Erkenntnisse
- •Der ISM Manufacturing PMI fiel im August auf 54,6 gegenüber 55,6 im Juli, zeigte aber weiterhin Expansion an.
- •Neue Aufträge expandierten den achten Monat in Folge, obwohl der Index auf 53,7 sank und auch der Auftragsbestand nachgab.
- •Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe blieb mit 51,2 im Expansionsbereich, nachdem sie im Juli erstmals positiv geworden war.
- •Der Logistics Managers’ Index zeigte weiterhin angespannte Transportkapazitäten, auch wenn sich die Kontraktionsrate verlangsamte.
- •Der ISM-Preisindex blieb bei 71,1 und deutet damit auf anhaltende Rohstoffinflation im 23. Monat in Folge hin.

Die US-Industrie blieb im August im achten Monat in Folge ein Stützfaktor für die Frachtnachfrage, auch wenn sich das Wachstum gegenüber Juli abschwächte. In mehreren wichtigen Komponenten, darunter die neuen Aufträge, ließ die Dynamik nach; Kommentare der Befragten deuteten zudem darauf hin, dass einige Nachfrage- und Lagerentscheidungen von den bereits im Sommer eingeführten Zöllen beeinflusst gewesen sein könnten.
Eine Umfrage unter Einkaufsleitern der Industrie ergab für August einen Wert von 54,6 und damit 1 Punkt weniger als im Juli, als der höchste Stand seit Mai 2022 erreicht worden war. Ökonomen hatten für den Monat einen Wert von 55,2 erwartet.
Ein Wert über 50 im Manufacturing PMI des Institute for Supply Management signalisiert Expansion, während ein Wert unter 50 auf Kontraktion hindeutet. Ein anhaltender Wert über 47,5 zeigt, dass die Gesamtwirtschaft wächst. Der August-Wert entsprach einem annualisierten realen BIP-Wachstum von 2,4 %, hieß es in dem Bericht vom Dienstag.
Der Index für neue Aufträge, ein Frühindikator für die künftige Aktivität, expandierte ebenfalls den achten Monat in Folge. Der Augustwert von 53,7 lag jedoch 3 Punkte unter Juli. Der Index für den Auftragsbestand lag mit 51,8 weiterhin im Expansionsbereich, fiel jedoch gegenüber dem Vormonat um 3,2 Punkte, während die Produktion mit 58,3 hoch blieb.
Die Stimmung rund um neue Aufträge war weniger optimistisch; auf zwei positive Kommentare kam ein negativer Kommentar, verglichen mit 3,5 zu 1 im Juli.
Die Lagerbestände der Kunden lagen mit 42,8 weiterhin „zu niedrig“, so die Befragten, obwohl der Index gegenüber dem Vormonat um 2,1 Punkte stieg. Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe lag mit 51,2 weiterhin im Expansionsbereich, nachdem sie im Juli erstmals seit 33 Monaten wieder positiv geworden war.
Die Transportkapazitäten blieben im August angespannt, wie der ebenfalls am Dienstag veröffentlichte Logistics Managers’ Index zeigte. Der Index lag für den Monat bei 40 und damit weiterhin deutlich im Kontraktionsbereich, allerdings mit einer um 11,6 Punkte langsameren Kontraktionsrate als im Juli.
Der ISM-Index für Lieferungen an Zulieferer, der die Lieferzeiten zu Produktionsstätten misst, zeigte im neunten Monat in Folge langsamere Lieferungen und mögliche Lieferkettenengpässe. Der Augustwert lag bei 59,3 und damit 40 Basispunkte über Juli. Dieser ISM-Teilindex ist invers.
Von den 14 erfassten Branchen des verarbeitenden Gewerbes meldete keine, dass die Lieferungen der Zulieferer im August schneller gewesen seien als im Juli.
Inflation blieb unter den Befragten ein zentrales Thema. Der Preisindex verharrte bei 71,1, unverändert gegenüber Juli, und der jüngste Wert deutet darauf hin, dass die Preise für Rohstoffe im 23. Monat in Folge gestiegen sind. Der Anteil der Befragten, die höhere Preise meldeten, sank um 4 Punkte auf 46,2 %.
Insgesamt war die Stimmung der Befragten im August zu 42 % positiv und zu 58 % negativ. Preisschwankungen waren das am häufigsten genannte Problem in den negativen Kommentaren.
Öffentliche Less-than-Truckload-Spediteure werden in den kommenden Tagen ihre August-Tonnage-Trends melden. Die industrielle Wirtschaft macht typischerweise rund zwei Drittel der LTL-Umsätze aus, weshalb Produktionsaktivität und Frachtindikatoren wie ISM und der Logistics Managers’ Index von Versendern, Spediteuren und Logistikdienstleistern, die Kapazitäts- und Beschaffungsbedarf planen, genau beobachtet werden.
Die ISM-Daten sind eng verfolgte makroökonomische Indikatoren, die sich direkt auf Logistik, Beschaffung und Kapazitätsplanung auswirken.
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