NachrichtenMakroIrans Pezeshkian betont wirtschaftliche Not unter Sanktionen und galoppierender Inflation

Irans Pezeshkian betont wirtschaftliche Not unter Sanktionen und galoppierender Inflation

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Präsident Masud Peseschkian beschrieb den Iran als in einem Zustand aus „weder Krieg noch Frieden
Irans Pezeshkian betont wirtschaftliche Not unter Sanktionen und galoppierender Inflation

Der iranische Präsident Masud Peseschkian hat die Schwierigkeiten hervorgehoben, denen viele Iraner bei der Finanzierung der Grundbedürfnisse gegenüberstehen, und beschrieb die aktuelle Lage des Landes als einen Zustand aus „weder Krieg noch Frieden“. Die Formel beschreibt eine Zwischenlage zwischen offenen Feindseligkeiten und gefestigter Diplomatie — eine Lücke, in der die Bevölkerung alltägliche Auswirkungen vor allem durch Sanktionen und wirtschaftliche Belastungen spürt.

Seine Äußerungen unterstreichen die wirtschaftliche Not des Landes, in der die Inflationsraten rasant steigen und der Wert des Rial dramatisch fällt. Für die normale Bevölkerung untergräbt diese Kombination die Kaufkraft von Löhnen und Ersparnissen und macht alltägliche Einkäufe zu schwierigen Entscheidungen. Der Druck wurde durch internationale Sanktionen und diplomatische Spannungen, vor allem mit den Vereinigten Staaten, noch verschärft. Washington zog sich 2018 aus dem Nuklearabkommen von 2015, offiziell als Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) bekannt, zurück und verhängte erneut weitreichende Beschränkungen gegen Irans Ölexporte und Bankensektor — Maßnahmen, die zu jahrelanger chronischer Inflation und wiederholten Rekordtiefs der iranischen Währung beigetragen haben. Das Abkommen, das zwischen Iran und Weltmächten einschließlich der USA ausgehandelt worden war, hatte Sanktionserleichterungen im Gegenzug für Einschränkungen des iranischen Atomprogramms vorgesehen; mit Washingtons Rückkehr der Beschränkungen und dem Zusammenbruch des Rahmens zur Lockerung kehrten diese zurück.

Peseschkian trat im Juli 2024 sein Amt an, nachdem er eine vorgezogene Wahl gewonnen hatte, die nach dem Tod seines Vorgängers Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz im Mai 2024 anberaumt worden war.

Analytiker verweisen auf wachsende Instabilität

Analytiker vermuten, dass Peseschkians Äußerungen ein wachsendes Gefühl der Instabilität innerhalb der iranischen Regierung widerspiegeln und möglicherweise Vorhersagen über seine politische Zukunft beeinflussen. Die Marktaktivität deutet auf ein potenziell steigendes Empfinden von Instabilität hinsichtlich seiner Position hin, mit Vorhersagen eines möglichen Abgangs bis Jahresende.

Das ungewisse geopolitische Klima, gepaart mit wirtschaftlichem Stress, scheint die Erwartungen hinsichtlich der Kontinuität der iranischen Führung zu prägen.

Was zu beobachten ist

Beobachter werden Entwicklungen im Zusammenhang mit Irans Wirtschaftspolitik und internationalen Beziehungen verfolgen, da diese Peseschkians politisches Standing beeinflussen könnten. Irans politische Struktur steht dabei im Mittelpunkt: Der Präsident leitet die täglichen Regierungsgeschäfte, während die oberste Autorität beim Obersten Führer liegt — eine Aufteilung, die die öffentliche Haltung der mächtigsten Institutionen des Landes ins Rampenlicht rückt, sobald das Standing eines Präsidenten in Frage gestellt wird. Äußerungen von Schlüsselfiguren wie Ajatollah Ali Chamenei — Irans Oberster Führer seit 1989 — und der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), der mächtigsten Militärmacht des Landes, könnten weitere Hinweise auf Unterstützung oder Dissens innerhalb der iranischen Führung geben.

Verschiebungen bei internationalen Sanktionen oder diplomatischen Verhandlungen könnten ebenfalls die aktuelle Einschätzung zu Peseschkians Präsidentschaft verändern.