IonQ und QC Ware testen hybriden Quantenchemie-Workflow für die Arzneimittelforschung
Wichtige Erkenntnisse
- •Die IonQ-Aktie fiel im Handel um 4.02% auf $37.73, nachdem QC Ware den hybriden Chemietest gemeldet hatte.
- •Der Workflow kombinierte die GPU-Verarbeitung von Promethium mit IonQ Forte über die Cloud-Infrastruktur von Amazon Braket.
- •QC Ware testete die Häm-Active-Site von Cytochrom P450nor, ein Modell mit Bezug zur Arzneistoffmetabolismus-Forschung.
- •Die Unternehmen sagten, die Berechnung habe innerhalb von 0.5 kilocalories per mole der klassischen Referenzwerte gelegen und damit einen gängigen Schwellenwert für chemische Genauigkeit erfüllt.
- •Die Demonstration wurde als Forschungsanwendung für die frühe Arzneimittelforschung und nicht als kommerzielles oder klinisches Ergebnis dargestellt.

IonQ und QC Ware testen einen hybriden Quantenchemie-Workflow, der darauf ausgelegt ist, die frühe Arzneimittelforschung zu beschleunigen.
IonQ Forte unterstützt Acht-Qubit-Chemieberechnungen über die Amazon-Braket-Cloud, während QC Ware Wechselwirkungsenergie-Ergebnisse meldet, die den Standards chemischer Genauigkeit entsprechen. Promethium verbindet GPU-Verarbeitung mit IonQ Forte für fortgeschrittene molekulare Modellierung.
Die IonQ-Aktie fiel um 4.02% auf $37.73, nachdem QC Ware einen hybriden Chemietest mit IonQ Forte gemeldet hatte. Das Projekt kombinierte GPU-Verarbeitung mit Trapped-Ion-Quantencomputing über Amazon Braket. Der Test zielte auf quantenunterstützte Berechnungen für frühe Arzneimittelforschung.
IonQ-Aktie gibt nach, während die Partnerschaft die Quantenarbeit ausweitet
Die IonQ-Aktie setzte ihren Rückgang von rund $39.30 fort und notierte im Handel bei $37.73. Gleichzeitig nutzte QC Ware IonQ Forte, um einen Workflow für komplexe molekulare Wechselwirkungen zu testen. Die Demonstration konzentrierte sich auf Forschungsanwendungen und nicht auf eine breite kommerzielle Einführung oder klinische Nutzung.
QC Ware wählte für den Test die Häm-Active-Site von Cytochrom P450nor aus. Das Enzym gehört zur Cytochrom-P450-Familie, die einen großen Teil des menschlichen Arzneistoffmetabolismus steuert. Das Modell bot daher einen relevanten Rahmen für die Untersuchung von Arzneistoffbindung und metabolischem Verhalten.
Bessere Berechnungen der Wechselwirkungsenergie könnten nach Angaben der Unternehmen die Kandidatenbewertung in der pharmazeutischen Forschung verbessern. Eine frühere Bewertung kann Forschungsteams helfen, Ressourcen auf Verbindungen mit stärkeren prognostizierten Eigenschaften zu konzentrieren. Sie kann außerdem frühere Prüfungen von metabolischen Risiken unterstützen, bevor Verbindungen in kostspielige Entwicklungsphasen eintreten.
IonQ Forte bewältigt Acht-Qubit-Chemieberechnung
Promethium bereitete ein Modell mit 115 Atomen vor, das mehr als 1,000 Molekülorbitale enthielt. Die Plattform isolierte vier stark korrelierte Orbitale und bildete den aktiven Raum auf acht Qubits ab. IonQ Forte maß diese Qubits, bevor Promethium die abschließenden Wechselwirkungsenergie-Berechnungen mit klassischen Ressourcen vervollständigte.
Der Workflow berechnete die elektrostatische Wechselwirkungsenergie innerhalb von 0.5 kilocalories per mole von klassischen Referenzwerten. Dieses Ergebnis blieb innerhalb des Bereichs von einer kilocalorie per mole, der üblicherweise mit chemischer Genauigkeit verbunden wird. Die Unternehmen berichteten außerdem von mehr als doppelt so hoher Genauigkeit wie bei der standardmäßigen klassischen Mean-Field-Methode.
IonQ Forte verwendet Trapped Ions und bietet All-to-All-Konnektivität zwischen den Qubits. Diese Konnektivität ermöglichte komplexe Zwei-Qubit-Operationen ohne die Routing-Schritte, die bei Designs mit eingeschränkter Konnektivität erforderlich sind. Dadurch wurde der Workflow von QC Ware auf eine weitere Quantenarchitektur angewendet, ohne seinen Kernansatz zu verändern.
AWS Braket unterstützt cloudbasierten Quantenchemie-Test
Amazon Web Services unterstützte die Demonstration mit Cloud-Computing-Guthaben über Amazon Braket. Das Setup verband die GPU-native Promethium-Plattform von QC Ware über Cloud-Infrastruktur mit IonQ Forte. Diese Struktur zeigte, wie klassisches Computing innerhalb eines Workflows mit entfernter Quantenhardware zusammenarbeiten kann.
QC Ware entwickelte Promethium, um Chemieberechnungen für größere Molekülsysteme und Verbindungsdatensätze auszuführen. QC Ware meldet bei ausgewählten Workloads Geschwindigkeitsgewinne von bis zu 20 times gegenüber herkömmlichen CPU-basierten DFT-Plattformen. Diese Geschwindigkeitsgewinne zielen auf Arzneimittelforschung, Katalyse, Materialwissenschaften und andere chemieintensive Anwendungen ab.
Für IonQ fügt das Projekt ein weiteres praktisches Beispiel für die Trapped-Ion-Quantentechnologie hinzu. Die Demonstration erweitert IonQs Präsenz im Bereich Chemie, und genaue molekulare Berechnungen bleiben ressourcenintensiv. Der Test maß jedoch die technische Leistung und begründete weder klinische Wirksamkeit noch breitere kommerzielle Ergebnisse.