Intesa Sanpaolo senkt IBIT-Bestände um 94 % und verdreifacht Position in Staked-Ethereum-ETF
Wichtige Erkenntnisse
- •Intesa Sanpaolo hat seine Bestände im iShares Bitcoin Trust von BlackRock im zweiten Quartal um 94 % reduziert, wie aus der jüngsten Einreichung der Bank hervorgeht.
- •Gleichzeitig verdreifachte die Bank ihre Position in einem Staked-Ethereum-ETF, was auf eine strategische Neuausrichtung auf ertragsgenerierende Digitalasset-Produkte hindeutet.
- •Staked-Ethereum-ETFs wurden 2025 auf dem US-Markt verfügbar, nachdem die SEC Funds erlaubte, Staking-Komponenten zu integrieren, wodurch Institutionen Protokoll-Level-Renditen ohne Eigenverwahrung erzielen konnten.
- •Die Umschichtung spiegelt einen breiteren institutionellen Trend zur Anpassung von Krypto-Portfolios angesichts von Marktbedingungen, Produktreifung und dem MiCA-Regularium der EU wider.
- •Es bleibt ungewiss, ob Intesa Sanpaolos Hinwendung zu Staked Ethereum eine dauerhafte Präferenz europäischer Banken für ertragsbringende Krypto-Instrumente gegenüber Bitcoin-Engagements signalisiert.

Italiens größte Bank, Intesa Sanpaolo, hat im zweiten Quartal erhebliche Anpassungen an ihrem Kryptowährungs-ETF-Portfolio vorgenommen, das Bitcoin-Engagement deutlich reduziert und die Allokation auf Ethereum erhöht.
Gemäß der jüngsten Einreichung der Bank reduzierte Intesa Sanpaolo ihre Bestände im iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock um 94 %. Gleichzeitig verdreifachte die Bank ihre Position in einem Staked-Ethereum-ETF, was einen bemerkenswerten Wandel in ihrer Anlagestrategie für digitale Vermögenswerte markiert.
Intesa Sanpaolo gehörte zu den kryptoaktivsten Großbanken Europas, nachdem sie Anfang 2025 direkte Spot-Bitcoin-Käufe offengelegt hatte – ein Schritt, der angesichts der traditionell vorsichtigen Haltung großer Eurozone-Kreditgeber Aufmerksamkeit erregte. Die jüngste Umschichtung im zweiten Quartal deutet darauf hin, dass die Bank digitale Vermögenswerte nicht aufgibt, sondern ihren Ansatz über verschiedene Krypto-Instrumente hinweg verfeinert.
Die Portfolio-Umschichtung spiegelt einen breiteren Trend unter institutionellen Investoren wider, die ihre Krypto-Bestände als Reaktion auf sich entwickelnde Marktbedingungen, die Reifung regulierter Krypto-Investmentprodukte und den Rahmen der Europäischen Union für Märkte für Krypto-Assets (MiCA) weiter anpassen, der nun einen Großteil der Digitalasset-Aktivitäten in der Region regelt.
Ethereum zieht institutionelles Interesse durch Staking-Renditen an
Die erweiterte Position der Bank in einem Staked-Ethereum-ETF verweist auf ein wachsendes institutionelles Interesse an den Ertragsmöglichkeiten von Ethereum. Anders als herkömmliche Spot-Bitcoin-ETFs können Staked-Ethereum-ETFs zusätzliche Renditen erzielen, indem sie Staking-Rewards an die Inhaber verteilen. Diese Einkommenskomponente macht sie für Investoren attraktiv, die neben der Preisentwicklung auch Erträge erzielen möchten.
Staked-Ethereum-ETFs gewannen 2025 auf dem US-Markt an Zugkraft, nachdem die SEC Funds erlaubte, Staking-Komponenten zu integrieren. Dies gab Institutionen einen regulierten Weg, um Protokoll-Level-Renditen zu erzielen, ohne selbst Verwahrung übernehmen zu müssen.
Die Reduzierung der IBIT-Bestände um 94 % dürfte meanwhile eher eine strategische Portfolio-Umschichtung darstellen als einen breiteren Vertrauensverlust in Bitcoin als Anlageklasse.
LATEST: Italy's largest bank, Intesa Sanpaolo, cut its IBIT holdings by 94% while tripling its staked ETH ETF position in Q2. pic.twitter.com/Lh5rCQFwoM — Cointelegraph (@Cointelegraph) August 4, 2026
Institutionelle Krypto-Strategien reifen heran
Die Anpassung der Krypto-ETFs durch Intesa Sanpaolo unterstreicht die zunehmende Raffinesse des institutionellen Investierens in digitale Vermögenswerte. Da das Angebot an regulierten Krypto-Investmentprodukten weiter wächst, optimieren große Finanzinstitute ihre Portfolios auf der Grundlage von Faktoren wie Marktausblick, Ertragsmöglichkeiten und Diversifikationszielen.
Der Schritt erfolgt auch vor dem Hintergrund eines breiteren Neuaufstellens der institutionellen Bitcoin-ETF-Positionierungen, bei dem mehrere große Inhaber ihre Spot-Bitcoin-ETF-Allokationen seit dem ersten vollständigen Handeljahr der Produkte angepasst oder teilweise reduziert haben. Ob Intesa Sanpaolos Hinwendung zu Staked Ethereum eine dauerhafte Präferenz europäischer Banken für ertragsbringende Krypto-Produkte signalisiert, bleibt eine offene Frage, die spätere Einreichungen klären könnten.
Marktteilnehmer werden beobachten, ob andere Banken und Vermögensverwalter in den kommenden Quartalen mit ähnlichen Umschichtungen zwischen Bitcoin- und Ethereum-fokussierten Produkten folgen.