NachrichtenMakroINTERCARGO fordert Schutz von Seeleuten und ziviler Handelsschifffahrt angesichts zunehmender Angriffe

INTERCARGO fordert Schutz von Seeleuten und ziviler Handelsschifffahrt angesichts zunehmender Angriffe

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • INTERCARGO berichtet von einer jüngsten Zunahme von Angriffen auf Handelsschiffe sowie von einer besorgniserregenden Verschiebung hin zur direkten Zielausrichtung auf kommerzielle Schifffahrt.
  • Die Organisation betont, dass Seeleute Zivilisten sind, die nach internationalem Recht, einschließlich UNCLOS und humanitärem Völkerrecht, geschützt sind, und niemals als militärische Ziele behandelt werden dürfen.
  • Die Schifffahrtsbranche transportiert etwa 90% des Welthandels, weshalb die Sicherheit maritimer Routen für internationale Lieferketten und die Verfügbarkeit essenzieller Güter wie Lebensmittel und Dünger von zentraler Bedeutung ist.
  • Der Appell von INTERCARGO schließt sich ähnlichen Forderungen anderer großer maritimer Verbände wie der International Chamber of Shipping und BIMCO an, den Schutz ziviler Schifffahrt und das Wohlergehen von Seeleuten stärker durchzusetzen.
INTERCARGO fordert Schutz von Seeleuten und ziviler Handelsschifffahrt angesichts zunehmender Angriffe

INTERCARGO fordert Schutz von Seeleuten und ziviler Handelsschifffahrt angesichts zunehmender Angriffe

  1. Juli 2026

Die International Association of Dry Cargo Shipowners (INTERCARGO) hat Regierungen, internationale Institutionen und Parteien bewaffneter Konflikte dazu aufgerufen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um Angriffe auf zivile Handelsschifffahrt zu beenden und die Seeleute zu schützen, die diese Schiffe bemannen.

INTERCARGO berichtet von einer jüngsten Zunahme von Angriffen auf Handelsschiffe, begleitet von einer deutlichen Verschiebung hin zur direkten Zielauswahl kommerzieller Schifffahrt. Die Organisation bezeichnete diese Entwicklung als äußerst besorgniserregend für ihre Mitglieder und die gesamte maritime Branche.

"Seeleute halten den globalen Handel in Bewegung", erklärte INTERCARGO. "Sie sind Zivilisten, die ihre Arbeit tun. Sie dürfen niemals als militärische Ziele behandelt werden."

Die Organisation betonte, dass Handelsschiffe, die nicht an Kampfhandlungen beteiligt sind, seit Langem nach internationalem Recht als schutzwürdig anerkannt sind, einschließlich der im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) und im humanitären Völkerrecht verankerten Grundsätze. Angriffe auf solche Schiffe setzen das Leben gewöhnlicher arbeitender Menschen aus Gründen aufs Spiel, die nichts mit ihrer Beschäftigung zu tun haben, so INTERCARGO.

Die Mitglieder von INTERCARGO transportieren weiterhin Lebensmittel, Dünger und andere essenzielle Güter, auf die Bevölkerungen und Volkswirtschaften weltweit angewiesen sind. Die Schifffahrtsbranche befördert etwa 90% des Welthandels, weshalb die Sicherheit maritimer Routen für internationale Lieferketten von entscheidender Bedeutung ist. Störungen wichtiger Schifffahrtsrouten in den vergangenen Jahren — sei es durch Konfliktgebiete, Piraterie oder andere Sicherheitsbedrohungen — haben verdeutlicht, wie anfällig diese Lieferketten sein können und wie schnell Verzögerungen oder Umleitungen die Verfügbarkeit und Kosten von Waren beeinflussen.

"Jeder Seemann verdient es, diese Arbeit sicher zu verrichten und nach Hause zurückzukehren", sagte die Organisation.

Der Appell von INTERCARGO reiht sich in eine wachsende Zahl von Stimmen aus dem gesamten maritimen Sektor ein, in dem Branchenverbände wie die International Chamber of Shipping (ICS) und der Baltic and International Maritime Council (BIMCO) ebenfalls eine stärkere Durchsetzung des Schutzes für zivile Schifffahrt und das Wohlergehen von Seeleuten gefordert haben.

INTERCARGO rief alle Beteiligten dazu auf, sicherzustellen, dass die Meere ein Raum für Handel und Zusammenarbeit bleiben und nicht für Konflikte. Die Organisation mahnte Zurückhaltung, die Einhaltung des Völkerrechts und einen erneuten Schutz für maritime Arbeitskräfte an und stellte sich in diesen Appellen an die Seite der breiteren Schifffahrtsgemeinschaft.

Quelle: INTERCARGO