Versicherer stoppen Deckung für mit Saudi-Arabien verbundene Schiffe im Roten Meer angesichts der Huthi-Blockade, berichtet FT
Wichtige Erkenntnisse
- •Versicherer beschränken oder stoppen Berichten zufolge die Deckung für mit Saudi-Arabien verbundene Schiffe, die im Roten Meer operieren.
- •Die Huthi-Bewegung hat in der Region Seewege und Schiffe ins Visier genommen, die mit Saudi-Arabien in Verbindung stehen.
- •Das Rote Meer und Bab al-Mandeb sind wichtige Handelsengpässe, die Asien, den Nahen Osten, Europa und die Mittelmeerroute verbinden.
- •Eine geringere Verfügbarkeit von Versicherungen kann Schiffseigner, Charterer, Kreditgeber und Frachtinteressen betreffen, bevor Fahrten in Hochrisikogewässer führen.
- •Die im Bericht zitierte Bepreisung an Prognosemärkten zeigt einen YES-Preis von 7,9% für ausbleibende Schiffspassagen durch die Straße von Hormus bis zum 31. Juli.

Versicherer haben die Bereitstellung von Deckung für Schiffe mit Verbindungen zu Saudi-Arabien im Roten Meer eingestellt. Der Schritt steht Berichten zufolge im Zusammenhang mit der anhaltenden Huthi-Blockade, wie aus Informationen von @solidintel_x und einem von CryptoBriefing zitierten Bericht der Financial Times hervorgeht.
Die Entwicklung unterstreicht die zunehmenden Risiken für die Handelsschifffahrt in der Region, in der die mit dem Iran verbündete Huthi-Bewegung Seewege und Schiffe ins Visier genommen hat, die mit Saudi-Arabien in Verbindung stehen. Das Rote Meer und Bab al-Mandeb sind bedeutende Engpässe für den Welthandel und verbinden den Indischen Ozean mit der Suezkanalroute zum Mittelmeer. Störungen in diesen Gewässern haben bereits Schifffahrtsrouten, Transitplanung und Transportkosten beeinflusst; einige Betreiber wählen bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage längere Fahrten um das südliche Afrika.
Der Rückzug oder die Einschränkung der Kriegsrisikodeckung durch Versicherer spiegelt eine höher eingeschätzte Bedrohungslage für Schiffe wider, die in dem Gebiet operieren. Anstatt lediglich höhere Prämien zu verlangen, beschränken oder stoppen Versicherer Berichten zufolge die Deckung für Schiffe mit saudischen Verbindungen. Dies deutet darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Versicherungsschutz selbst für bestimmte Fahrten durch das Rote Meer zu einem Problem geworden ist. Der Zugang zu Versicherungen ist wichtig, weil Schiffseigner, Charterer, Kreditgeber und Frachtinteressen häufig darauf angewiesen sind, dass eine Deckung besteht, bevor ein Schiff in ein Hochrisikogebiet einfährt.
Die Situation ist Teil eines größeren Konflikts, an dem die im Jemen ansässigen Huthi beteiligt sind, und steht zudem im Zusammenhang mit regionalen Spannungen rund um den Israel-Hamas-Krieg. Anhaltende Störungen rund um das Rote Meer und Bab al-Mandeb könnten angesichts der Bedeutung dieser Routen für den Schiffsverkehr zwischen Asien, dem Nahen Osten, Europa und darüber hinaus breitere Folgen für den internationalen Handel und Energieflüsse haben.
Die in der Quelle zitierte Bepreisung an Prognosemärkten zeigt außerdem eine gestiegene Aufmerksamkeit für mögliche Störungen in der Straße von Hormus. Der Markt für ausbleibende Schiffspassagen durch Hormus bis zum 31. Juli verzeichnete dem Bericht zufolge einen Anstieg der YES-Bepreisung auf 7,9%. Diese Bepreisung spiegelt in diesem Markt eine höher angesetzte Wahrscheinlichkeit für ein Szenario ohne Transits wider.
Weitere Entwicklungen im Roten Meer, in Bab al-Mandeb und in der Straße von Hormus bleiben für die Sicherheit der Schifffahrt und die Verfügbarkeit von Versicherungen relevant. Regionale militärische Akteure, darunter die IRGC und andere Kräfte, könnten die Bedingungen in diesen Wasserstraßen ebenfalls beeinflussen. Entwicklungen im Israel-Hamas-Konflikt könnten weiterhin das Handeln der Huthi und das breitere geopolitische Umfeld beeinflussen.