Indien löst Indonesien als Asiens am wenigsten bevorzugten Aktienmarkt in der BofA-Fondsmanagerumfrage ab
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Fondsmanagerumfrage der Bank of America zeigte, dass Indien Indonesien als am wenigsten bevorzugten Aktienmarkt Asiens abgelöst hat; 32 % der Befragten gaben eine Netto-Untergewichtung indischer Aktien an.
- •Die Fondsmanager nannten vier zentrale Bedenken: das Fehlen einer klaren KI-Exposition bei indischen Unternehmen, schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Aktienbewertungen und begrenzte Reformfortschritte.
- •Die Befragten nannten auch ausgleichende Stärken und stellten fest, dass sich die Unternehmensgewinne verbessern und ausländische Zuflüsse in indische Aktien wieder einsetzen.
- •Da Indien zu den größten Ländergewichten im MSCI Emerging Markets Index zählt, haben Schwankungen ausländischer Allokationspräferenzen erhebliche Auswirkungen auf die Kapitalströme am indischen Markt.
- •Konstante monatliche Einzahlungen über systematische Anlagepläne in Aktienfonds haben inländischen Anlegern in den vergangenen Jahren geholfen, Phasen ausländischen Verkaufs aufzufangen.

Indien hat Indonesien als am wenigsten bevorzugten Aktienmarkt Asiens unter den von der Bank of America (BofA) befragten Fondsmanagern abgelöst; 32 % der Befragten gaben eine Netto-Untergewichtung indischer Aktien an.
Die Umfrageergebnisse verwiesen auf vier zentrale Bedenken hinter der vorsichtigen Allokationshaltung: das Fehlen einer klaren Exposition gegenüber künstlicher Intelligenz (KI) bei indischen Unternehmen, schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Aktienbewertungen und begrenzte Reformfortschritte. Das KI-Bedenken deckt sich mit einem breiteren globalen Muster: Die eigenen Fondsmanagerumfragen der BofA haben in den vergangenen Jahren wiederholt Long-Positionen in KI-nahen Technologiewerten zu den meist frequentierten Trades („most crowded trades“) gezählt, weshalb die wahrgenommene Zugänglichkeit zu diesem Thema ein wichtiger Faktor bei Entscheidungen zur Ländernallokation ist.
Die negative Einschätzung fiel jedoch nicht einheitlich aus. Die Befragten nannten auch ausgleichende Faktoren und wiesen darauf hin, dass sich die Unternehmensgewinne verbessern und dass ausländische Zuflüsse in indische Aktien wieder einsetzen, was den Markt stützt.
Die Fondsmanagerumfrage der Bank of America ist eine aufmerksam beobachtete monatliche Befragung institutioneller Anleger, die die Allokationspräferenzen über Regionen und Anlageklassen hinweg verfolgt. In solchen Umfragen bedeutet ein Wert von „net underweight“ (Netto-Untergewichtung), dass der Anteil der Fondsmanager, die in einem Markt ein unter dem Benchmark liegendes Gewicht halten, den Anteil derjenigen übersteigt, die ein über dem Benchmark liegendes Gewicht halten. Da die Umfrage eine Momentaufnahme der Stimmung und keine Prognose ist, kann sich die Positionierung zwischen den monatlichen Ausgaben verschieben; zu den Indikatoren, anhand derer Marktbeobachter beurteilen, ob eine Untergewichtung bestehen bleibt, zählen nachfolgende Umfrageergebnisse, von Verwahrstellen veröffentlichte Zahlen zu ausländischen Kapitalströmen, Quartalsergebnisse und politische Ankündigungen der Regierung.
Ausländische Portfolioinvestoren waren historisch ein wesentlicher Treiber der Kapitalströme in indische Aktien, die an der National Stock Exchange (NSE) und der BSE gehandelt werden, wobei der Nifty 50 und der Sensex die wichtigsten Benchmark-Indizes des Marktes darstellen. Indien gehört zudem zu den größten Ländergewichten im MSCI Emerging Markets Index, dem Benchmark, an dem sich viele globale Schwellenländerfonds orientieren, wodurch Schwankungen ausländischer Allokationspräferenzen erhebliche Auswirkungen auf die Kapitalströme am indischen Markt haben. Zugleich ist die inländische Anlegerbasis zu einem beträchtlichen Gegengewicht herangewachsen, da konstante monatliche Einzahlungen über systematische Anlagepläne (SIPs) in Aktienfonds in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, Phasen ausländischen Verkaufs aufzufangen.
Die Ergebnisse wurden von Economic Times Markets am 19. August 2026 gemeldet.