NachrichtenKryptoIWF bestätigt: El Salvadors jüngste Bitcoin-Käufe wurden privat finanziert, während Programmbeschränkungen bestehen bleiben

IWF bestätigt: El Salvadors jüngste Bitcoin-Käufe wurden privat finanziert, während Programmbeschränkungen bestehen bleiben

Autor: Tron Weekly·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der IWF hat anhand der von der Regierung vorgelegten Unterlagen überprüft, dass El Salvadors jüngste Bitcoin-Käufe durch private Spenden und nicht durch öffentliche Mittel finanziert wurden.
  • Im Rahmen der Extended-Fund-Facility-Vereinbarung gilt für El Salvador eine Obergrenze von Null für den Kauf oder das Mining von Bitcoin mit öffentlichen Mitteln.
  • Eine Einigung auf Arbeitsebene aus der kombinierten zweiten und dritten EFF-Überprüfung wird 140 Millionen US-Dollar freigeben, sobald der IWF-Vorstand zustimmt.
  • El Salvador hält 7.764 BTC im Wert von rund 627 Millionen US-Dollar, nachdem es 2021 als erstes Land Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat.
  • Der IWF prognostiziert für El Salvador 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent, und die Mehrheitskontrolle an der digitalen Wallet Chivo geht auf einen privaten Betreiber über.
IWF bestätigt: El Salvadors jüngste Bitcoin-Käufe wurden privat finanziert, während Programmbeschränkungen bestehen bleiben

El Salvadors Bitcoin-Politik bleibt unter enger internationaler Beobachtung, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigt hat, dass die jüngsten Bitcoin-Käufe des Landes mit privaten statt mit öffentlichen Mitteln finanziert wurden. Der IWF gelangte auf Grundlage der von der Regierung El Salvadors vorgelegten Unterlagen zu diesem Schluss.

Laut IWF sind über die vorgestellten privaten Mittel hinaus keine weiteren Bitcoin-Käufe zu erwarten. Die Erklärung erfolgt, während El Salvador weiterhin unter einem IWF-Finanzierungsprogramm über 1,4 Milliarden US-Dollar operiert.

El Salvadors Bitcoin-Politik unterliegt IWF-Beschränkungen

Die jüngste Entwicklung folgt auf die kombinierte zweite und dritte Überprüfung der 40-monatigen Extended Fund Facility (EFF) El Salvadors. Der IWF hat Berichten zufolge eine Einigung auf Arbeitsebene mit der Regierung erzielt, die 140 Millionen US-Dollar freigeben soll, sobald der IWF-Vorstand zustimmt.

Das Finanzierungspaket verpflichtet El Salvador, den Kauf oder das Mining von Bitcoin mit öffentlichen Mitteln einzustellen; für solche Transaktionen wurde in der Vereinbarung eine Obergrenze von Null festgelegt. Die Regelung ist bedeutend, weil sie die Möglichkeiten eines souveränen Staates zur Bitcoin-Akkumulation unmittelbar einschränkt und einen Präzedenzfall dafür schafft, wie internationale Geldgeber Kryptowährungsbestände in Fiskalprogrammen behandeln.

Die jüngste Überprüfung des IWF zieht eine wichtige Unterscheidung: Obwohl El Salvadors Bitcoin-Bestände gestiegen sind, stellte die Organisation fest, dass die letzten Käufe über private Spenden und nicht über öffentliche Finanzierung getätigt wurden.

El Salvador hält derzeit 7.764 BTC im Wert von rund 627 Millionen US-Dollar zu aktuellen Marktpreisen, was seine Kryptowährungspolitik zu einer der bekanntesten weltweit macht.

IWF meldet stärkere Wirtschaftsleistung

Über seine Bewertung der Bitcoin-Politik hinaus gab der IWF eine positive Einschätzung der Wirtschaft El Salvadors ab. Der Fonds prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent, getragen von Investitionen, privatem Konsum, Rücküberweisungen, Tourismus und Kapitalzuflüssen.

El Salvadors Wirtschaftsleistung hat den Erwartungen des IWF zufolge übertroffen. Das Land erhielt nach Genehmigung der IWF-Vereinbarung im Februar 2025 eine erste Auszahlung von 113 Millionen US-Dollar, gefolgt von weiteren 118 Millionen US-Dollar nach der ersten Überprüfung im Juni 2025.

El Salvadors Bitcoin-Politik umfasst Änderungen bei Chivo

Die Bitcoin-Politik des Landes beinhaltet auch Änderungen an der digitalen Wallet Chivo, der staatlich gestützten Wallet, die im Zuge der Einführung von Bitcoin als gesetzlichem Zahlungsmittel lanciert wurde. Gemäß der Vereinbarung zwischen El Salvador und dem IWF werden Mehrheitseigentum und Kontrolle über Chivo künftig von einem privaten Betreiber verwaltet. Die Regierung behält eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen und verwahrt die Kundengelder.

Diese Änderungen sind Teil der umfassenderen mit dem IWF vereinbarten Modifikationen.

El Salvador hält an seinen Bitcoin-Beständen fest

El Salvador nahm 2021 Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel an – als erstes Land weltweit – und hält die Kryptowährung trotz politischer Anpassungen im Rahmen des IWF-Programms weiterhin. Mit 7.764 BTC bleibt Bitcoin offenbar ein bedeutender Bestandteil der Finanzpolitik des Landes.

Nach der jüngsten Überprüfung des IWF ist eine weitere Ansammlung von Bitcoin über staatliche Finanzierung jedoch nicht mehr möglich. Vorerst scheint El Salvadors Bitcoin-Politik darauf ausgerichtet, die aktuellen Bestände zu halten statt zusätzliche Bitcoin zu erwerben; die IWF-Ergebnisse zu privat finanzierten Käufen liefern hierfür den relevanten Rahmen. Der Ausgang der ausstehenden Zustimmung des IWF-Vorstands und die Frage, ob El Salvador weiterhin Bitcoin über private Spenden erhält, werden bestimmen, wie sich dieses Gleichgewicht entwickelt.