NachrichtenKryptoIWF erzielt Einigung auf Mitarbeiterebene mit El Salvador; keine weitere staatliche Bitcoin-Akkumulation erwartet

IWF erzielt Einigung auf Mitarbeiterebene mit El Salvador; keine weitere staatliche Bitcoin-Akkumulation erwartet

Autor: Hokanews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der IWF-Stab verifizierte, dass der seit der ersten Überprüfung akkumulierte Bitcoin aus privaten Spenden stammte, keine öffentlichen Mittel verwendet wurden und keine weitere Akkumulation über dokumentierte Spenden hinaus erwartet wird.
  • Die Einigung auf Mitarbeiterebene umfasst die zweite und dritte Überprüfung der 40-monatigen Erweiterten Fondsfazilität und bedarf noch der Genehmigung durch den IWF-Exekutivrat sowie des Abschlusses vorab vereinbarter Maßnahmen.
  • Bei Genehmigung der Überprüfung würde El Salvador rund 140 Millionen US-Dollar im Rahmen der Vereinbarung erhalten.
  • Die öffentliche Beteiligung am E-Wallet Chivo wurde weitgehend zurückgeführt; Mehrheitsbeteiligung und operative Kontrolle gingen an einen privaten Betreiber, während die Regierung eine Minderheitsbeteiligung und Verwahreraufgaben behält.
  • Die Einigung umfasst Absprachen zur Modernisierung des rechtlichen, regulatorischen und aufsichtlichen Rahmens für digitale Vermögenswerte sowie zur Stärkung von Governance und Risikomanagement öffentlicher Kryptobestände.
IWF erzielt Einigung auf Mitarbeiterebene mit El Salvador; keine weitere staatliche Bitcoin-Akkumulation erwartet

Der Internationale Währungsfonds hat mit den salvadorianischen Behörden eine Einigung auf Mitarbeiterebene erzielt, die bestätigt, dass keine weitere Bitcoin-Akkumulation durch den öffentlichen Sektor über die bereits dokumentierten privaten Spenden hinaus erwartet wird, wie Cointelegraph berichtet. Diese Entwicklung bekräftigt die Beschränkungen staatlicher Bitcoin-Engagements im Rahmen des IWF-gestützten Wirtschaftsprogramms El Salvadors.

IWF bestätigt: Bitcoin-Akkumulation stammte aus privaten Spenden

Am 3. September erklärte der IWF, dass sein Stab und die salvadorianischen Behörden eine Einigung auf Mitarbeiterebene über die kombinierte zweite und dritte Überprüfung der 40-monatigen Vereinbarung über die Erweiterte Fondsfazilität erzielt hätten. Die Einigung unterliegt weiterhin der Genehmigung durch den Exekutivrat des IWF und dem Abschluss der vereinbarten vorab durchzuführenden Maßnahmen.

Im Rahmen der Überprüfung wurde anhand von Unterlagen, die dem IWF-Stab vorgelegt wurden, verifiziert, dass der seit der ersten Überprüfung akkumulierte Bitcoin auf private Spenden zurückging und für die Akkumulation keine öffentlichen Mittel verwendet wurden. Der IWF erklärte, dass künftig keine weitere Bitcoin-Akkumulation über die dokumentierten Spenden hinaus erwartet werde.

Diese Klarstellung ist bedeutsam, da das IWF-Programm die freiwillige Bitcoin-Akkumulation durch den öffentlichen Sektor El Salvadors begrenzt hat. Frühere Programmdokumente etablierten ein fortlaufendes Leistungsziel, das eine solche Akkumulation einschränkte und zugleich mehr Transparenz bei den von der Regierung kontrollierten Bitcoin-Beständen verlangte.

El Salvadors Bitcoin-Politik im Rahmen des IWF-Programms

Die jüngste Überprüfung befasst sich auch mit dem breiteren Engagement der Regierung in Bitcoin-bezogenen Aktivitäten. Der IWF erklärte, die öffentliche Beteiligung an El Salvadors E-Wallet Chivo sei weitgehend zurückgeführt worden; die Mehrheitsbeteiligung und die operative Kontrolle seien an einen privaten Betreiber übertragen worden. Die Regierung behielt eine Minderheitsbeteiligung sowie die Verwahrerverantwortung für Kundengelder.

Der Rückbau von Chivo markiert einen weiteren Schritt weg von dem staatlich gelenkten Modell, das El Salvador 2021 einschlug, als es das erste Land wurde, das Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärte, und die staatlich gestützte Wallet als zentrales Element dieser Politik einführte. Im Januar 2025 genehmigte das Parlament El Salvadors im Zuge der Verhandlungen über das IWF-Programm Reformen, die den Status Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel aufhoben und den ursprünglichen Rahmen zurückschnitten, während die Kryptowährung weiterhin als optionales Zahlungsmittel akzeptiert bleibt.

Der IWF erklärte zudem, die Bemühungen zur Verbesserung der Transparenz über Bitcoin-Bestände in verschiedenen Wallets würden fortgesetzt. Die jüngste Einigung umfasst Absprachen zur Modernisierung des rechtlichen, regulatorischen und aufsichtlichen Rahmens für digitale Vermögenswerte sowie zur Stärkung der Governance- und Risikomanagementregelungen für Kryptobestände des öffentlichen Sektors.

Diese Beschränkungen sind Teil des breiteren, im Februar 2025 genehmigten IWF-Programms. Die 40-monatige Fazilität wurde konzipiert, um die Wirtschaftsreformen El Salvadors zu unterstützen und zugleich fiskalische, finanzielle und Bitcoin-bezogene Risiken zu adressieren.

IWF-Überprüfung bedarf weiterhin der Genehmigung durch den Rat

Die Einigung auf Mitarbeiterebene stellt keine endgültige Genehmigung der jüngsten Überprüfung dar. Der IWF erklärte, die Einigung müsse nach Abschluss der erforderlichen vorab durchzuführenden Maßnahmen noch vom Exekutivrat geprüft werden. Bei einer Genehmigung würde El Salvador im Rahmen der Vereinbarung rund 140 Millionen US-Dollar erhalten.

Was die Bitcoin-Komponente des Programms betrifft, steht unmittelbar die Fortführung des Rahmens zur Vermeidung weiterer Akkumulation im Mittelpunkt, wobei der IWF ausdrücklich erklärte, dass eine künftige Akkumulation über die dokumentierten privaten Spenden hinaus nicht erwartet werde. Die bevorstehende Entscheidung des Exekutivrats und die Umsetzung der vereinbarten Reformen für digitale Vermögenswerte werden zeigen, wie sich das Gleichgewicht zwischen El Salvadors Bitcoin-Politik und seinen IWF-Verpflichtungen über die restliche Laufzeit des Programms hinweg weiterentwickelt.