NachrichtenAktienHyundai Steel erzielt vorläufige Lohnvereinbarung nach Streikdrohung

Hyundai Steel erzielt vorläufige Lohnvereinbarung nach Streikdrohung

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Hyundai Steel erzielte am 31. Juli nach rund 80 Tagen Verhandlungen, die am 8. Mai begonnen hatten, eine vorläufige Lohnvereinbarung.
  • Das Vergütungspaket umfasst eine Erhöhung des Grundgehalts um 80,000 Won, eine Leistungsprämie von 300% plus 5,000,000 Won und Onnuri-Gutscheine im Wert von 300,000 Won.
  • Die Gewerkschaft hatte die Verhandlungen am 9. Juni für gescheitert erklärt und nach einer Zustimmung von über 90% das Streikrecht erhalten.
  • Getrennte Boni in Höhe von jeweils 2,500,000 Won wurden für die Massenproduktion kohlenstoffreduzierter Stahlplatten und für die Etablierung einer neuen Arbeitsbeziehungskultur vorgesehen.
  • Die vorläufige Einigung muss in allen Hyundai-Steel-Gewerkschaftsfilialen per Mehrheitsvotum ratifiziert werden, bevor sie endgültig abgeschlossen wird.
Hyundai Steel erzielt vorläufige Lohnvereinbarung nach Streikdrohung

Hyundai Steel und die Gewerkschaft haben eine vorläufige Einigung über die Lohn- und Tarifvereinbarung für 2026 erzielt und bewegen sich damit trotz der anhaltenden Schwäche in der Stahlbranche in Richtung einer Normalisierung des Geschäfts.

Nach Angaben von Hyundai Steel einigten sich beide Seiten nach intensiven Verhandlungen am Morgen des 31. Juli auf einen vorläufigen Abschluss. Die Vereinbarung wurde rund 80 Tage nach Beginn der offiziellen Gespräche mit einem Auftakttreffen am 8. Mai erzielt.

Der Kern der Einigung betrifft Lohnerhöhungen und leistungsbezogene Vergütungen. Konkret umfasst der Deal eine Erhöhung des Grundgehalts um 80,000 Won, eine Leistungsprämie in Höhe von "300% + 5,000,000 Won" (etwa $3,846) sowie Onnuri-Gutscheine im Wert von 300,000 Won (etwa $231).

Die Leistungsprämie besteht aus mehreren Bestandteilen: einer Management-Leistungsprämie von 200% und einem Unterstützungspaket zur Stabilisierung des Lebensunterhalts in Höhe von 100%. Darüber hinaus wurden jeweils ein Anreizbonus von 2,500,000 Won (etwa $1,923) für die Massenproduktion von kohlenstoffreduzierten Stahlplatten sowie ein separater Erinnerungsbonus von 2,500,000 Won zur Etablierung einer neuen Arbeitsbeziehungskultur zugewiesen.

Der Weg zur Einigung war konfliktbeladen. Zwar signalisierten beide Seiten Bereitschaft zu einem frühen Abschluss, indem sie drei Monate früher als in den Vorjahren mit den Verhandlungen begannen, doch gerieten die Gespräche ins Stocken, als die Forderungen der Gewerkschaft auf die vorsichtige Haltung des Unternehmens angesichts des schwächeren Stahlmarkts trafen.

In der siebten Verhandlungsrunde am 9. Juni hielt das Management daran fest, dass weitere Prüfung erforderlich sei, woraufhin die Gewerkschaft die Gespräche umgehend für gescheitert erklärte. Anschließend beantragte die Gewerkschaft beim National Labor Relations Commission eine Schlichtung im Arbeitskonflikt und sicherte sich nach einer Mitgliederabstimmung mit einer Zustimmungsrate von über 90% das Recht auf Arbeitskampfmaßnahmen.

Vor dem Hintergrund dieses Streikrisiikos nahmen beide Seiten die Gespräche wieder auf, vermieden einen Arbeitsstillstand und kamen zu einem Paket, das sowohl von der Belegschaft als auch vom Management als praktikabel beschrieben wurde. Die vorläufige Vereinbarung wird nun die Genehmigungsverfahren in jeder Niederlassung der Hyundai-Steel-Gewerkschaft durchlaufen, wo die Mitglieder über Annahme oder Ablehnung abstimmen. Sollte die Mehrheit zustimmen, wird die Lohn- und Tarifvereinbarung 2026 offiziell abgeschlossen.

Quelle: Business Korea