Hyundai und Kia eröffnen Shanghai UX Hub für KI-definierte Fahrzeuge
Wichtige Erkenntnisse
- •Hyundai Motor und Kia haben das UX Studio Shanghai eröffnet, um die auf die Vorlieben chinesischer Verbraucher zugeschnittene Fahrzeugentwicklung inmitten des intensiver werdenden Wettbewerbs durch inländische E-Auto-Hersteller zu stärken.
- •Die koreanischen Automobilhersteller verzeichnen rückläufige Verkaufszahlen in China, da lokale Hersteller mit stark vernetzten, softwarebasierten Fahrzeugen Marktanteile gewinnen.
- •Die dreistöckige Einrichtung umfasst ein Open Lab für die Interaktion mit Besuchern und ein mit Fahrsimulatoren ausgestattetes Advanced Lab für die Erforschung von Mensch-Maschine-Schnittstellen und Fahrerassistenzsystemen.
- •Forschungsergebnisse aus dem Studio werden in die Entwicklung von Fahrzeugen der nächsten Generation einbezogen und in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Hyundai und Kia in China geteilt.
- •Das Studio wurde vom Huangpu-Distrikt in ein eigenständiges Gebäude in der Nähe des Jing'an-Tempels verlegt, um die öffentliche Zugänglichkeit zu erhöhen und die Kundenbeteiligung am Entwicklungsprozess zu erweitern.

Hyundai Motor und Kia gaben am Donnerstag bekannt, dass sie das UX Studio Shanghai eröffnet haben, ein Forschungszentrum für Benutzererfahrung im Jing'an-Distrikt von Shanghai. Damit wollen die Automobilhersteller die auf China zugeschnittene Fahrzeugentwicklung inmitten des intensiver werdenden Wettbewerbs auf dem weltweit größten Automarkt stärken.
Dieser Schritt erfolgt, als ausländische Automobilhersteller zunehmend unter Druck schnell wachsender inländischer E-Auto-Hersteller wie BYD, NIO, XPeng und Li Auto geraten, die Marktanteile durch softwarebasierte, stark vernetzte Fahrzeuge gewonnen haben, die auf die Erwartungen lokaler Verbraucher an digitale Integration und Fahrzeug-Innentechnologie abgestimmt sind. Hyundai und Kia haben, wie mehrere etablierte internationale Marken, in den letzten Jahren schwindende Verkaufszahlen in China verzeichnet, was einen erneuten Vorstoß zur Lokalisierung von Design und Entwicklung an die chinesischen Nutzervorlieben ausgelöst hat.
Die Einrichtung wird den sich schnell entwickelnden chinesischen Smart-Mobility-Markt und die Verbrauchertrends untersuchen. Hyundai und Kia erklärten, dass die Forschungsergebnisse in die Entwicklung von Fahrzeugen der nächsten Generation und KI-definierten Mobilitätstechnologien einfließen werden – ein Ansatz, der mit dem breiteren Branchenwandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen einhergeht, bei denen Funktionen und Benutzererfahrungen zunehmend durch aktualisierbaren Code, KI-Assistenten und datengesteuerte Personalisierung statt allein durch Hardware bestimmt werden.
Das Studio wurde vom Huangzu-Distrikt in ein eigenständiges Gebäude in der Nähe des Jing'an-Tempels verlegt, eines der geschäftigsten Gewerbegebiete Shanghais. Die Unternehmen erklärten, dass die Verlegung dazu dienen soll, den Hub für die Öffentlichkeit zugänglicher zu machen und die Kundenbeteiligung am Fahrzeugentwicklungsprozess zu erweitern.
Hyundai und Kia erklärten, dass das Zentrum die Lebensstile, Fahrgewohnheiten und digitalen Vorlieben chinesischer Verbraucher untersuchen und diese Erkenntnisse von den frühesten Phasen der Fahrzeug- und Benutzererfahrungsgestaltung an anwenden wird.
Die dreistöckige Einrichtung ist in zwei Hauptbereiche unterteilt: das Open Lab, einen interaktiven öffentlichen Raum, und das Advanced Lab, ein spezielles Forschungszentrum.
Das Open Lab umfasst drei Erlebniszonen, in denen Besucher künftige Mobilitätstechnologien entdecken, den Fahrzeugentwicklungsprozess kennenlernen und neue, noch in der Entwicklung befindliche Funktionen ausprobieren können. Besucher können zudem direktes Feedback an die Forscher geben.
Das Advanced Lab ist für vorab ausgewählte Teilnehmer reserviert, die mit Forschern an UX-Projekten arbeiten werden. Das Labor ist mit Fahrsimulatoren und speziellen Entwicklungsbereichen ausgestattet und wird die Erforschung fortschrittlicher Mensch-Maschine-Schnittstellen und fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme unterstützen. Zudem ermöglicht es den Forschern, Szenarien zu testen, die auf öffentlichen Straßen schwer nachzustellen sind.
Hyundai und Kia erklärten, dass die im UX Studio Shanghai gewonnenen Erkenntnisse in ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in China geteilt und in künftigen, für den lokalen Markt entwickelten Modellen widergespiegelt werden.
"Indem wir Kundeneinblicke von den frühesten Phasen der Produktentwicklung an einbeziehen, möchten wir differenzierte Mobilitätserlebnisse sowohl in China als auch auf globalen Märkten bieten", sagte ein Unternehmenssprecher.