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Hyperliquid Policy Center fordert SEC und CFTC auf, ein Rahmenwerk für Aktien-Perpetuals zu schaffen

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Hyperliquid Policy Center und trade haben eine Eingabe bei der SEC eingereicht, die sich auf Pre-IPO-Perpetuals (IPOPs) konzentriert.
  • Die Gruppen möchten, dass SEC und CFTC entscheiden, ob aktienreferenzierende Perpetuals unter Security Futures oder Security-Based Swaps fallen.
  • Laut ihrem Vorschlag erhielten IPOP-Inhaber eine Preisexposition, ohne Aktien zu besitzen oder Stimmrechte oder andere Emittentenrechte zu erhalten.
  • Die Gruppen argumentieren, dass das Produkt helfen könnte, vor einem Börsengang einen öffentlichen Preisfindungsmechanismus zu schaffen.
  • Hyperliquids permissionless Marktframework unterstützt bereits Perpetual-Kontrakte mit Bezug auf Aktien, Rohstoffe, Devisen und andere Vermögenswerte.
Hyperliquid Policy Center fordert SEC und CFTC auf, ein Rahmenwerk für Aktien-Perpetuals zu schaffen

Das Hyperliquid Policy Center fordert die US-Aufsichtsbehörden auf, einen koordinierten Rahmen für aktiengebundene Perpetual-Kontrakte zu entwickeln, und argumentiert, dass klarere Regeln neu entstehende On-Chain-Märkte in das regulierte Finanzsystem einbinden könnten.

Die Politikgruppe beteiligte sich kürzlich gemeinsam mit trade, einem Betreiber von Perpetual-Märkten auf Hyperliquid, an einer Eingabe an die Securities and Exchange Commission, die sich auf sogenannte Pre-IPO-Perpetuals (IPOPs) konzentriert. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aufsichtsbehörden prüfen, wie herkömmliche Wertpapierregeln auf blockchainbasierte Derivate anzuwenden sind.

Aufsichtsbehörden stehen vor neuen Produktfragen

Im Kern der Debatte steht die Frage, wie aktienreferenzierende Perpetuals einzustufen sind. Die Gruppen argumentieren, dass die SEC und die Commodity Futures Trading Commission festlegen sollten, ob diese Instrumente als Security Futures oder als Security-Based Swaps einzustufen sind.

Diese Unterscheidung hat eine regulatorische Vorgeschichte. Der Kongress hob durch den Commodity Futures Modernization Act von 2000 ein langjähriges Verbot von Single-Stock-Futures auf – Produkte, die unter der gemeinsamen Aufsicht von SEC und CFTC stehen –, während der Dodd-Frank Act von 2010 Security-Based Swaps der Zuständigkeit der SEC mit eigenen Registrierungs-, Clearing- und Handelsregeln unterstellte. Die Einstufung aktienreferenzierender Perpetuals würde sich daher auf Registrierung, Handelsplätze, Clearing, Margin-Anforderungen und weitere Compliance-Pflichten auswirken. Die Gruppen forderten zudem Vorschriften zu Offenlegung, Zulassungsstandards, Leverage, Positionslimits und Marktmanipulation.

Der Vorschlag zieht eine Grenze zwischen IPOPs und traditionellem Aktienbesitz. Inhaber erhielten eine Preisexposition, würden aber keine Aktien besitzen und keine Stimm-, Zuteilungs- oder Emittentenrechte erhalten. Derzeit ist die Exposition gegenüber nicht börsennotierten Unternehmen im Wesentlichen auf Mitarbeiter, bestehende Investoren und akkreditierte Marktteilnehmer beschränkt, die auf privaten Sekundärplattformen handeln, da der Weiterverkauf nicht registrierter Aktien nach US-Wertpapierrecht eingeschränkt ist.

Die Gruppen argumentieren, dass diese Struktur einen öffentlichen Preisfindungsmechanismus schaffen könnte, bevor Unternehmen in die öffentlichen Märkte eintreten. Das könnte Emittenten und Underwritern wiederum eine zusätzliche Informationsquelle bei der Festlegung von IPO-Preisspannen bieten.

On-Chain-Märkte suchen einen regulatorischen Weg in den USA

Die Initiative spiegelt eine breitere Kampagne des Hyperliquid Policy Center wider, einen regulatorischen Weg innerhalb der USA für On-Chain-Derivate zu etablieren. Die Organisation beschreibt sich selbst als unabhängige Forschungs- und Advocacy-Gruppe mit Schwerpunkt auf Perpetual-Derivaten und Finanzinfrastruktur.

Perpetual-Kontrakte – Futures ohne festes Fälligkeitsdatum, deren Preis über Funding-Rate-Zahlungen an einen Basiswert gekoppelt wird – entstanden in den Kryptomärkten, wo BitMEX im Jahr 2016 den ersten Bitcoin-Perpetual-Swap einführte. Das Produkt wurde zu einem Standardangebot von Offshore-Krypto-Derivateplattformen, bevor Plattformen wie Hyperliquid es auf öffentliche Blockchains brachten.

Die Gruppe steht zudem mit der CFTC im Austausch über Regeln für dezentrale und non-custodiale Handelsinfrastruktur. In separaten Policy-Arbeiten hat sie argumentiert, dass Aufsichtsbehörden Vorschriften, die für traditionelle Intermediäre konzipiert wurden, an blockchainbasierte Märkte anpassen sollten.

Die regulatorische Frage gewinnt an Bedeutung, da Hyperliquid über Krypto-Assets hinauswächst. Das permissionless Marktframework der Plattform unterstützt Perpetual-Kontrakte mit Bezug auf Aktien, Rohstoffe, Devisen und weitere Vermögenswerte.

Für die Aufsichtsbehörden besteht die Herausforderung darin, Innovation mit Anlegerschutz und Marktintegrität in Einklang zu bringen. Ein koordiniertes Vorgehen von SEC und CFTC könnte größere Rechtssicherheit schaffen, doch die Behörden haben den vorgeschlagenen Rahmen bislang nicht gebilligt. Das kurzfristig zu beobachtende Signal ist verfahrensrechtlicher Natur: ob eine der beiden Behörden förmlich auf die Eingabe antwortet oder die Einstufungsfrage im Rahmen ihrer breiteren Überprüfung der Digital-Asset-Marktstruktur aufgreift. Die Vorschläge markieren damit einen frühen Schritt in einer größeren Debatte darüber, ob Aktienderivate auf öffentliche Blockchains verlagert werden können und dabei innerhalb des US-Regulierungsbereichs bleiben.

Quelle: CryptoMeter.io