NachrichtenMakroInstitut für Nahoststudien der HUFS für Forschungsprojekt im Rahmen des Humanities-Korea-3.0-Programms ausgewählt

Institut für Nahoststudien der HUFS für Forschungsprojekt im Rahmen des Humanities-Korea-3.0-Programms ausgewählt

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Institut für Nahoststudien der HUFS erhält über sechs Jahre 12 Milliarden Won (8,8 Millionen US-Dollar) von der National Research Foundation of Korea.
  • Das Projekt wird von einem Konsortium mit Forschungsinstituten der Myongji University, der Dankook University und der Busan University of Foreign Studies getragen.
  • Die Forschung zielt darauf ab, ein koreanisches Modell der Nahost-Humanwissenschaften zu entwickeln, das über westzentrierte Ansätze hinausgeht.
  • Das Projekt läuft in zwei Phasen: Zunächst werden historische Faktoren untersucht, danach gegenwärtige geopolitische Entwicklungen aus koreanischer Perspektive analysiert.
  • Die Initiative umfasst zudem Öffentlichkeitsprogramme und die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern zur langfristigen Unterstützung der Kooperation zwischen Korea und dem Nahen Osten.
Institut für Nahoststudien der HUFS für Forschungsprojekt im Rahmen des Humanities-Korea-3.0-Programms ausgewählt

Das Institut für Nahoststudien der Hankuk University of Foreign Studies (HUFS) wurde ausgewählt, ein gemeinsames Forschungsprojekt im Rahmen des staatlich geförderten Humanities-Korea-3.0-Programms durchzuführen, wie die Universität am Mittwoch mitteilte.

Die Initiative Humanities Korea, die von der National Research Foundation of Korea unter dem Bildungsministerium verwaltet wird, gehört zu den wichtigsten Förderprogrammen des Landes für die geisteswissenschaftliche Forschung und unterstützt groß angelegte, mehrjährige Projekte an universitären Forschungsinstituten.

Im Rahmen der Auswahl erhält das Institut über die nächsten sechs Jahre 12 Milliarden Won (8,8 Millionen US-Dollar) an Forschungsmitteln von der National Research Foundation of Korea, um gemeinsame Forschung mit führenden Einrichtungen der Nahoststudien in Korea durchzuführen.

Das Institut der HUFS bildete ein Konsortium mit drei Partnereinrichtungen: dem Institut für Nahostangelegenheiten der Myongji University, dem GCC-Institut der Dankook University und dem Institut für Mittelmeerstudien der Busan University of Foreign Studies.

Das Konsortium wurde für das Humanities-Korea-3.0-Programm unter dem Forschungsthema „Building K-Middle Eastern Humanities for a Transformed Era: Reinterpreting Social Dynamics in the Middle East and Its Contemporary Adaptations“ ausgewählt.

Das Projekt zielt darauf ab, die Veränderungen in den Gesellschaften des Nahen Ostens und die sie treibenden Mechanismen eingehend zu untersuchen. Zudem soll ein koreanisches Modell der Nahost-Humanwissenschaften entwickelt werden – eines, das die eigenständige Perspektive Koreas widerspiegelt und über konventionelle westzentrierte Ansätze hinausgeht.

Die Forschung wird in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase untersucht das Projekt aus diachroner Perspektive die historischen Faktoren hinter den Veränderungen in den Gesellschaften des Nahen Ostens und legt damit die theoretische und akademische Grundlage der Forschung. In der zweiten Phase analysiert es aufbauend auf diesen Erkenntnissen aus synchroner Perspektive und durch eine koreanische Brille die gegenwärtigen geopolitischen Entwicklungen und zentralen Themen der Region.

Das Projekt erweitert den akademischen Rahmen der Nahoststudien durch fünf gemeinsame Forschungsteilprojekte unter Beteiligung der vier beteiligten Forschungsinstitute. Zudem liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung und Unterstützung der nächsten Generation von Wissenschaftlern, die die Forschung fortführen werden.

Über die Wissenschaft hinaus plant das Projekt, das öffentliche Verständnis für den Nahen Osten in Korea zu verbessern und durch eine Reihe von Öffentlichkeitsprogrammen – darunter öffentliche Vorträge und Kulturveranstaltungen – eine tragfähige Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Korea und dem Nahen Osten zu schaffen. Die Betonung der Öffentlichkeitsarbeit unterstreicht die Bedeutung der Region für Korea als langjähriger Partner in den Bereichen Bauwesen, Anlagenbau, Handel und Energie.

Das 1976 gegründete Institut für Nahoststudien ist eine führende Forschungseinrichtung mit Spezialisierung auf den Nahen Osten und hat ein breites Spektrum an Forschungsprojekten zu Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der Region durchgeführt. Die 1954 als Fremdsprachenhochschule gegründete HUFS ist bekannt für ihre Spezialisierung auf Regionalstudien und seltener unterrichtete Sprachen.

Von 2020 bis 2026 führte das Institut ein Projekt im Rahmen des von der National Research Foundation of Korea finanzierten Programms für Forschungsinstitut-Fördermittel durch. Aufgrund seiner Forschungserfolge in diesem Programm wurde das Institut als eines der 50 herausragenden Leistungen in den akademischen und Forschungsförderprogrammen des Bildungsministeriums im Jahr 2023 ausgezeichnet.

Die neue Förderung setzt diese Erfolgsgeschichte fort und sichert Mittel bis in die frühen 2030er-Jahre, in denen das Konsortium seine Forschungsergebnisse veröffentlichen und Nachwuchswissenschaftler ausbilden will – eine Pipeline, die die nächste Generation koreanischer Nahost-Expertise prägen wird.

Quelle: The Korea Times