HPE Q3-Geschäftsjahr 2026 Quartalszahlen: Umsatzprognose von 11,5–12,1 Mrd. USD und Overweight-Rating von J.P. Morgan
Wichtige Erkenntnisse
- •HPE veröffentlicht am Mittwoch, dem 2. September, nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026; die Konsensschätzungen liegen bei 12,1 Mrd. USD Umsatz und 94 Cent nicht GAAP-konformem EPS.
- •HPE hat die Konsensschätzungen beim Gewinn in jedem der letzten vier Quartale übertroffen, mit einer durchschnittlichen Überraschung von 16 %.
- •J.P.-Morgan-Analyst Joseph Cardoso erwartet eine Anhebung der Umsatz- und Gewinnaussichten von HPE für das Geschäftsjahr 2026, gestützt auf die Stärke bei traditionellen Servern, Campus-Netzwerken und Cloud-Routing.
- •Trotz eines Anstiegs von 126,6 % seit Jahresbeginn notiert HPE mit 13x Forward-Gewinn und 1,45x Forward-Kurs-Umsatz deutlich unter den Branchendurchschnitten von über 20x bzw. 5,26x.
- •Die Übernahme von Juniper Networks erweiterte HPEs Netzwerkportfolio – ein Segment mit typischerweise höheren Margen als KI-Server; das Verhältnis der beiden Segmente ist ein zentrales Detail des bevorstehenden Berichts.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) wird seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Mittwoch, dem 2. September, nach Börsenschluss veröffentlichen. Trotz eines Kursanstiegs von 126,6 % seit Jahresbeginn halten Analysten die Aktie weiterhin für günstig bewertet.
Prognose und Konsensschätzungen
HPE hat für das dritte Quartal einen Umsatz von 11,5 bis 12,1 Mrd. USD prognostiziert. Der Konsens der Wall Street liegt bei 12,1 Mrd. USD, was einem Anstieg von rund 32 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspräche – eine Wachstumsrate, die sowohl die organische Nachfrage als auch die Eingliederung des Netzwerkgeschäfts von Juniper Networks widerspiegelt.
Beim Gewinn erwartet HPE einen nicht GAAP-konformen EPS im Bereich von 88 bis 93 Cent. Der Zacks-Konsens liegt mit 94 Cent leicht darüber – ein Anstieg von 113,6 % gegenüber dem Vorjahr – und diese Schätzung wurde in den vergangenen 30 Tagen nach oben revidiert.
HPE hat die Konsensschätzungen beim Gewinn in jedem der letzten vier Quartale übertroffen, mit einer durchschnittlichen Überraschung von 16 %. Diese Bilanz verleiht Analysten Zuversicht im Vorfeld der Veröffentlichung am Mittwoch.
J.P. Morgan erwartet weitere Anhebung der Prognose
J.P.-Morgan-Analyst Joseph Cardoso erwartet, dass HPE seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn anhebt. Als wichtige Treiber nennt er die Stärke im Bereich traditioneller Server, Campus-Netzwerke und Cloud-Routing.
„Wir erwarten, dass Rückenwinde sowohl bei der KI- als auch der Nicht-KI-Infrastruktur eine weitere Anhebung der Umsatz- und Gewinnaussichten von HPE für das Geschäftsjahr 2026 stützen werden“, sagte Cardoso.
Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ist einer der deutlichsten Wachstumstreiber für das Quartal. HPE hat – unterstützt durch die Partnerschaft mit NVIDIA – den Ausbau von Lösungen für KI-Inferenz, Agentic AI und datenintensive Workloads vorangetrieben. Breitere Investitionen von Unternehmen in KI-Infrastruktur prägen die Server- und Netzwerkbranche, und die Ergebnisse von HPE geben einen weiteren Hinweis darauf, in welchem Umfang sich diese Nachfrage in Bestellungen und Auftragsbeständen der Anbieter niederschlägt.
KI und Private Cloud im Fokus
HPEs AI Factory und die Produkte Private Cloud AI, die gemeinsam mit NVIDIA entwickelt wurden, sind darauf ausgerichtet, Unternehmensbereitstellungen in Rechenzentren und Edge-Umgebungen zu unterstützen. Die Nachfrage nach diesen Angeboten dürfte im dritten Quartal zu Bestellwachstum und einem steigenden Auftragsbestand geführt haben.
Auch die Übernahme von Juniper Networks spielt weiterhin eine Rolle. Sie erweiterte HPEs Netzwerkportfolio in den Bereichen Campus, Data-Center-Switching, Routing und Sicherheit – alles Bereiche, die zum Ergebnis des dritten Quartals beitragen dürften. Das Netzwerkgeschäft ist für HPE unter anderem deshalb strategisch bedeutsam, weil es typischerweise höhere Margen aufweist als KI-Server; das Verhältnis der beiden Segmente wird ein zentrales Detail des Berichts am Mittwoch sein.
GreenLake, HPEs verbrauchsbasierte IT-Plattform, bietet Kunden eine Möglichkeit, On-Premises-, Colocation- und Public-Cloud-Umgebungen zu verwalten. Die Übernahmen von Morpheus und OpsRamp haben der Plattform Automatisierungs- und Monitoring-Funktionen hinzugefügt.
Bewertung weiterhin niedrig
Trotz des starken Kursanstiegs in diesem Jahr bleibt die Bewertung von HPE deutlich unter der der Peers. HPE notiert mit einem Forward-Kurs-Umsatz-Multiple von 1,45x gegenüber einem Branchendurchschnitt von 5,26x.
Mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Multiple von 13x handelt HPE mit einem Abschlag gegenüber den meisten Peers, die über 20x notieren. Cardoso bezeichnete dies als ein „hochgradig überschaubares kurzfristiges Chance-Risiko-Verhältnis“ für Anleger.
Die HPE-Aktie ist seit der letzten Quartalsberichtung um knapp 10 % zurückgefallen, während der S&P 500 im selben Zeitraum rund 1 % zulegte.
J.P. Morgan hält ein Overweight-Rating und ein Kursziel von 70 USD für HPE. Die EPS-Konsensschätzung der Bank für das dritte Quartal liegt bei 93 Cent (bereinigt) bei einem Umsatz von 11,94 Mrd. USD.
HPE erwirtschaftete im zweiten Quartal einen starken operativen und freien Cashflow und führte die Kapitalrückführung an die Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkäufe fort.