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Höegh Autoliners stattet gesamte Flotte mit neuer Navigationstechnologie zur Resilienz aus

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Höegh Autoliners hat einen Fünfjahresvertrag mit SGM Technology geschlossen, um seine Flotte von 38 Schiffen sowie künftige Neubauten mit dem Navigationstechnologie-System PntGuard auszustatten.
  • Die Installation von PntGuard soll im September 2026 beginnen; alle künftigen, an Höegh Autoliners gelieferten Schiffe erhalten die Technologie bei Indienststellung.
  • PntGuard liefert eine unabhängige Positionsquelle bei gestörten GPS-Signalen und warnt die Brückenbesatzung, wenn Störungen erkannt werden.
  • Das System erzeugt zudem unabhängig verifizierte Routenaufzeichnungen, die Compliance, Reiseverifizierung sowie die Dokumentation für Charterer, Versicherer und Ladungsinteressenten unterstützen können.
  • Die Vereinbarung stellt eine der größten flottenweiten Einführungen des Systems von SGM Technology in der weltweiten Schifffahrtsindustrie dar, wo solche Werkzeuge bislang meist nur selektiv installiert wurden.
Höegh Autoliners stattet gesamte Flotte mit neuer Navigationstechnologie zur Resilienz aus

Höegh Autoliners hat einen Fünfjahresvertrag mit dem norwegischen Technologieunternehmen SGM Technology geschlossen, um die gesamte Flotte mit PntGuard™ auszustatten – einer Lösung zur Stärkung der Schiffspositionierung und Navigationsresilienz in Gebieten mit GPS-Störungen.

Die Vereinbarung umfasst die derzeitige Flotte von 38 Schiffen sowie künftige Neubauten, die während der Vertragslaufzeit in Dienst gestellt werden.

GPS-Stör- und Täuschungsvorfälle (Jamming und Spoofing) sind auf den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit eine zunehmende Herausforderung und schaffen Risiken für Navigation, Einsatzplanung und Lagebewusstsein an Bord. Berichte von Meeresüberwachungsorganisationen und Verbänden der Schifffahrtsbranche haben in den vergangenen Jahren eine erhöhte GNSS-Störbelastung unter anderem in der Ostsee, im Schwarzen Meer, im östlichen Mittelmeer und in der Straße von Hormus dokumentiert, was eine breitere Branchendiskussion über alternative und redundante Systeme für Positionierung, Navigation und Zeitbestimmung (PNT) ausgelöst hat. Mit dem flottenweiten Rollout von PntGuard unternimmt Höegh Autoliners nach eigenen Angaben einen proaktiven Schritt, um die operative Resilienz zu stärken und sichere, zuverlässige weltweite Operationen zu unterstützen.

Neben einer unabhängigen Positionsquelle bei gestörten GPS-Signalen warnt das System die Brückenbesatzungen, wenn Störungen erkannt werden, und verschafft der Crew so unmittelbare Übersicht und schnellere Reaktionsmöglichkeiten.

Sebjørn Dahl, COO von Höegh Autoliners, sagte: „GPS-Stör- und Täuschungsvorfälle sind auf den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit eine zunehmende Herausforderung und schaffen Risiken für Navigation, Einsatzplanung und Lagebewusstsein an Bord. Mit dem flottenweiten Rollout von PntGuard unternimmt Höegh Autoliners einen proaktiven Schritt, um die operative Resilienz zu stärken und sichere, zuverlässige weltweite Operationen zu unterstützen.“

Die PntGuard-Technologie liefert zudem eine unabhängig verifizierte Aufzeichnung der Schiffsroute, was die Reiseverifizierung und Compliance-Anforderungen unterstützt. Solche unabhängig protokollierten Positionsdaten können auch kommerziellen Zwecken dienen, etwa der Dokumentation von Schiffsbewegungen für Charterer, Versicherer und Ladungsinteressenten.

„Digitale Resilienz wird zunehmend ein wichtiger Bestandteil der Sicherheit auf See und operativer Exzellenz. Wir wollten nicht warten, bis ein Vorfall geschieht, um zu handeln und die Entscheidung für mehr Resilienz zu treffen“, sagte Christian Hall, Head of Global Cargo Operations and Digital Projects bei Höegh Autoliners. „Durch den Einsatz dieser Technologie auf unserer gesamten Flotte übernehmen wir eine führende Rolle und stärken unsere Fähigkeit, sicher und effizient zu operieren – unabhängig von den Bedingungen, denen unsere Schiffe begegnen.“

Der Einbau des Systems ist für September 2026 geplant; alle künftigen, an Höegh Autoliners gelieferten Schiffe werden ab Indienststellung mit der Technologie ausgestattet.

Für SGM Technology, ein norwegisches Unternehmen mit Sitz in der Umgebung Oslos, stellt die Vereinbarung eine der größten flottenweiten Einführungen seiner Technologie in der weltweiten Schifffahrtsindustrie dar. Flottenweite Einführungen von Navigationsresilienz-Systemen waren in der Handelsschifffahrt bislang begrenzt; solche Systeme wurden meist nur selektiv auf Schiffen installiert, die in Hochrisikogebieten verkehren.

„Wir sind stolz, Höegh Autoliners bei der Übernahme einer führenden Rolle in dieser Frage zu unterstützen“, sagte Steffen Grefsgård, CEO von SGM Technology. „Das ist ein klares Statement für die zugrunde liegende Risikokultur und den proaktiven Ansatz zur Risikominderung und zur Vermeidung von Schäden durch GNSS-Störungen. Die gründliche und professionelle Bewertung durch Höegh Autoliners, durchgeführt in einem stark umkämpften elektronischen Umfeld, unterstreicht deren Bekenntnis zu Sicherheit, Zuverlässigkeit und Innovation.“

Quelle: Höegh Autoliners