CNN-Ente: Hegseths Netto-Zustimmung sinkt auf Rumsfeld-Niveaus im Iran-Krieg
Wichtige Erkenntnisse
- •Pete Hegseths Netto-Zustimmungswert ist auf minus 25 gefallen und entspricht damit dem Wert von Donald Rumsfeld vor den Zwischenwahlen 2006.
- •Laut Harry Enten lag Hegseths Zustimmung bereits vor Beginn des Iran-Kriegs bei minus 20.
- •Unabhängige Wähler bewerten Hegseth mit minus 43, was zeigt, dass seine Unbeliebtheit über die demokratischen Wähler hinausgeht.
- •Der Iran-Krieg hat eine Netto-Zustimmung von minus 23 und wird als größere politische Belastung beschrieben als der Irak-Krieg 2006.
- •Sprecher Mike Johnson schickte die Abgeordneten vorzeitig nach Hause, nachdem Rep. Thomas Massie Amtsenthebungsartikel gegen Hegseth eingebracht hatte.

Der CNN-Datenanalyst Harry Enten erläuterte am Donnerstag das Ausmaß des Sympathieproblems, mit dem einer der ranghöchsten Beamten von Präsident Donald Trump konfrontiert ist: Verteidigungsminister Pete Hegseth, dessen Netto-Zustimmungswert auf ein Niveau gefallen ist, das zuletzt registriert wurde, als der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld während des unbeliebten Irak-Kriegs vor den Zwischenwahlen 2006 das Pentagon leitete.
In einem CNN-Auftritt sagte Enten, dass Wähler und Verteidigungsinsider Hegseth darin sehen, dass er seine eigene Kulturkampf-Politik, persönliche Loyalität und öffentliche Schauspielerei über militärische Kernprioritäten wie Einsatzbereitschaft, kompetentes Management und transparente Rechenschaftspflicht stellt. Während der Iran-Krieg weiter tobt und immer mehr Beweise darüber auftauchen, wie schlecht es den Vereinigten Staaten ergeht, deutete Enten an, dass Hegseth am Ende möglicherweise als Sündenbock dasteht.
"You know, we start off the title slide asking who hates Hegseth? And basically everyone," sagte Enten. "If you're the American public, no wonder, no wonder the speaker sent everybody home. Because just take a look here. Hegseth net approval: You know, back before the Iran war started back in January of 2026, right? It was minus nine points. You think that's tough?"
Die Netto-Zustimmung subtrahiert den Anteil der Amerikaner, die eine politische Figur ablehnen, von dem Anteil, der sie billigt; ein negativer Wert bedeutet also, dass die ablehnenden Ansichten die zustimmenden übersteigen. Hegseth liegt nun bei minus 25 – genau dem Niveau, das Rumsfeld kurz vor der Wahl 2006 erreichte, als die Demokraten die republikanische Kontrolle über die Regierung beendeten. Rumsfeld wurde schließlich von dem damaligen Präsidenten George W. Bush entlassen; die Ankündigung erfolgte einen Tag nach den Zwischenwahlen, und sein Wert versank später bei einem Allzeittief von -38 Punkten – eine Untergrenze, die Hegseth noch nicht erreicht hat.
Enten wies darauf hin, dass Hegseths schwache Zahlen auch die Unbeliebtheit des Iran-Kriegs selbst und die Kontroverse über seinen Umgang mit hochrangigen Führern widerspiegeln. Schon vor Kriegsbeginn wies Hegseth laut Enten einen Wert von -20 Punkten auf, und seine schlechte Bilanz ist nicht nur ein demokratisches Phänomen: Bei Unabhängigen – Wählern, die keiner der beiden großen Parteien zugehören – liegt er um -43 Punkte im Minus.
Die politische Sensibilität dieser Zahlen zeigte sich am Mittwoch, als Sprecher Mike Johnson (R-La.) die Abgeordneten vorzeitig nach Hause schickte, nachdem Rep. Thomas Massie (R-Ky.) Amtsenthebungsartikel gegen den Minister eingebracht hatte.
"No wonder Speaker Johnson did not want his Republican representatives to actually have to vote on this, because if they voted with the president, they'd be voting against the American public," sagte Enten. "Because the bottom line is, Pete Hegseth is hated by basically everyone."
Im Podcast The Bulwark erinnerten sich die Ex-Republikaner Tim Miller und Bill Kristol daran, dass Bush vor der Wahl 2006 unbedingt Rumsfeld entlassen wollte, es aber schließlich unterließ, da er den Demokraten keine Munition liefern wollte. Beide hielten das für einen Fehler.
"So, you see this comparison between Pete Hegseth and Donald Rumsfeld, right? And you say, okay, how are the wars actually being judged?" sagte Enten. "And this, to me, is probably one of the most dangerous signals for Republicans as they head into this midterm election, because it was the Iraq War that was part of the reason that Republicans lost those House and Senate majorities."
Das Ausmaß dieser Gefährdung ergibt sich aus dem Kalender: Zwischenwahlen, die in der Mitte einer Präsidentschaft stattfinden, bringen jeden Sitz im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats zur Abstimmung, und die Partei, die die Mehrheit in einer Kammer gewinnt, kontrolliert sie für die nächsten zwei Jahre.
Ein bemerkenswerter Unterschied zwischen den beiden Epochen besteht darin: Der Irak-Krieg war im September 2006 nicht besonders unbeliebt, während der Iran-Krieg derzeit bei -23 Punkten liegt – fast identisch mit Hegseths eigener Netto-Zustimmung, die Enten zwischen -23 und -25 ansiedelte.
"Very similar to what Pete Hegseth's own net popularity rating is," sagte Enten. "The Iran war is actually a bigger drag, at least in the abstract, than the Iraq war was. And so you see this right here: You see Pete Hegseth's unpopularity."
Er wiederholte, dass dies der Grund sei, warum die Republikaner bemüht sind, sich nicht für Hegseth verantworten zu müssen.
"And again, I just say Republican representatives do not want to have to answer for Pete Hegseth or this war when it comes to the midterm election because if they do, you can say, 'see you later. Goodbye' to that House majority, for sure," schloss Enten. "And that Senate majority may be as well. It is not good news for Republicans when it comes to this war or Pete Hegseth individually."
Die Analyse wurde von Alternet berichtet.