Grassley wegen Schuldzuweisung an „sozialistische Politik“ für 40 Billionen Dollar Staatsverschuldung verspottet
Wichtige Erkenntnisse
- •Senator Chuck Grassley schrieb auf X, die 40 Billionen Dollar hohe Staatsverschuldung sei ein Weckruf, und forderte Wähler auf, unbezahlbare sozialistische Politik abzulehnen.
- •Eine Community Note wies darauf hin, dass Grassley Wochen zuvor für den One Big Beautiful Bill gestimmt hatte, der die Schuldenobergrenze um 5 Billionen Dollar anhob und laut CBO die Defizite über zehn Jahre um 3,4 Billionen Dollar erhöhen dürfte.
- •Kritiker aus dem gesamten politischen Spektrum, darunter die konservative Kommentatorin Amanda Carpenter, verwiesen auf Grassleys Abstimmungen, etwa auf die im selben Gesetz enthaltene Finanzierung von ICE in Höhe von 152 Milliarden Dollar.
- •Treasury-Unterlagen zeigen, dass die Bruttostaatsschuld bei etwa 533 Milliarden Dollar lag, als Grassley im Januar 1975 sein Amt antrat; seither ist sie während seiner 51 Jahre in Washington um ungefähr das 74-Fache gestiegen.
- •Kongressunterlagen zeigen, dass Grassley während der Präsidentschaft von George W. Bush sechsmal für eine Anhebung der Schuldenobergrenze stimmte.

Sen. Chuck Grassley (R-IA) wurde am Mittwoch weithin verspottet, nachdem er „sozialistische Politik“ dafür verantwortlich gemacht hatte, dass die nationale Verschuldung 40 Billionen Dollar erreicht hat — ein Meilenstein, den Kritiker sagten, er selbst mit herbeigeführt habe.
Der Republikaner aus Iowa schrieb am Donnerstagmorgen auf X, die Schulden seien ein „Weckruf“ und auf „unbezahlbare sozialistische Politik“ zurückzuführen.
Dem Beitrag wurde schnell eine Community Note hinzugefügt, die Leser daran erinnerte, dass Grassley nur Wochen zuvor für den One Big Beautiful Bill gestimmt hatte. Das Gesetz erhöhte die Schuldenobergrenze um 5 Billionen Dollar, und das überparteiliche Congressional Budget Office prognostiziert, dass es die Defizite über 10 Jahre um 3,4 Billionen Dollar erhöhen wird. Vor diesem Hintergrund wurde Grassleys Beitrag Teil eines größeren Streits darüber, welcher Partei das föderale Schuldenproblem zugeschrieben wird, während die Abgeordneten weiterhin über Ausgaben, Steuern und Kreditgrenzen debattieren.
„U.S debt hit $40T. It's a wake-up call 4 America Voters hv (sic) 40 trillion reasons 2 reject unaffordable socialist policies American prosperity REQUIRES fiscal discipline,“ schrieb Grassley.
Die Kritik des langjährigen Senators löste umgehend eine Welle der Gegenreaktionen von Kommentatoren aus dem gesamten politischen Spektrum aus.
„Do these people really think Trump and themselves aren't complicit?“, schrieb der Hip-Hop-Künstler und rechtsgerichtete Kommentator Jason Heinrichs auf X. „The lack of self-awareness is astonishing.“
Auch die konservative Kommentatorin Amanda Carpenter verwies auf die 152 Milliarden Dollar an Mitteln für die Immigration and Customs Enforcement, für die Grassley im selben Gesetz gestimmt hatte.
„Who voted to give ICE $152 billion dollars?“, fragte Carpenter auf X. „How did the budget-busting Big Beautiful Bill get passed? I really wish we could get to the bottom of these debt questions.“
„Personally, I wouldn't have written this if I had been the chair of the Senate tax-writing committee who helped shepherd the Bush tax cuts, but that's just me,“ merkte Brendan Duke an, Senior Director für Bundeshaushaltspolitik beim Center on Budget and Policy Priorities und früherer Mitarbeiter des Senate Finance Committee.
„The US debt was $533 billion when Chuck Grassley was first elected to federal office in 1975,“ schrieb Max Steele, Senior Communications Director bei Everytown for Gun Safety, auf X.
Grassley wurde im November 1974 in das U.S. House gewählt und trat sein Amt im Januar 1975 an. Treasury-Unterlagen zeigen, dass die Bruttostaatsschuld am Ende dieses Haushaltsjahres bei rund 533 Milliarden Dollar lag — konsistent mit Steeles Angabe — was bedeutet, dass die Verschuldung während Grassleys 51 Jahren in Washington um etwa das 74-Fache gestiegen ist.
Laut Kongressunterlagen stimmte Grassley während der Amtszeit von Präsident George W. Bush sechsmal für eine Anhebung der Schuldenobergrenze.