NachrichtenAktienGoogle Pixel 11 im Test: Kann Googles neues Smartphone iPhone-Nutzer abwerben?

Google Pixel 11 im Test: Kann Googles neues Smartphone iPhone-Nutzer abwerben?

Autor: City AM Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das zuvor genutzte Falt-Smartphone des Rezensenten wurde nach dem Ausfall der Displays und der Akkuanzeige unbrauchbar.
  • Das Pixel 11 ist leichter, wirkt schneller und flüssiger und bietet gegenüber dem Vorgängermodell ein helleres Display und eine vielseitigere Kamera.
  • Laut Google erhält das Pixel 11 sieben Jahre Betriebssystem-Updates, und das Laden kann bis zu 25 % schneller erfolgen.
  • Das Pixel 11 in der Einstiegsversion behält 12 GB Arbeitsspeicher, während das Pro 11 mit dem kleinsten Speicher von 16 GB beim Vorgänger-Pro-Modell auf 12 GB sinkt.
  • Das Pixel 11 kommt diese Woche in den Verkauf; die Preise beginnen bei £879.
Google Pixel 11 im Test: Kann Googles neues Smartphone iPhone-Nutzer abwerben?

Zwei Jahre nach dem Test von Googles Falt-Smartphone war der Rezensent von City AM begeistert. Der zusätzliche Bildschirmplatz erwies sich als wegweisend, insbesondere für jemanden, der den Großteil seiner Zeit auf dem Smartphone mit Lesen verbringt. So sehr war der Rezensent vom Gerät angetan, dass er sein bisheriges Handy aufgab und das Falt-Smartphone zu seinem eigenen machte. Selbstbewusst prophezeite er, dass Falt-Smartphones schon bald das Gerät der Wahl für Führungskräfte werden würden – eine Prognose, an der er weiterhin festhält, auch wenn die Verbreitung Zeit braucht. Falt-Smartphones machen bis heute nur einen kleinen Anteil der weltweiten Smartphone-Verkäufe aus.

Dann schlug das Schicksal zu. Vor zwei Monaten versagte die Akkuanzeige; auf dem Bildschirm erschien stattdessen ein Fragezeichen. Wenige Tage später wurde das äußere Display träge und fiel dann vollständig aus, sodass das Telefon zum Benutzen aufgeklappt werden musste. Kurz darauf wurden beide Bildschirme schwarz, und das Gerät war gänzlich unbrauchbar. Die Ursache für den Tod des viel geliebten ersten Falt-Smartphones wurde nie geklärt, auch wenn der Rezensent vermutet, dass die extremen Sommerhitzeperioden den empfindlichen inneren Komponenten des Geräts zugesetzt haben könnten.

Mit Googles neuester Vorstellung diese Woche ist der Rezensent auf sichererem Terrain geblieben und hat das eher konventionell gestaltete Pixel 11 mit einem einzigen Bildschirm des Tech-Riesen getestet – und ist weiterhin beeindruckt.

Neue Funktionen beim Google Pixel 11

Zunächst einmal liegt es sehr angenehm in der Hand – wichtig für ein Gerät, das täglich stundenlang festgehalten wird. Vom ersten Benutzen an wirkt es schneller und flüssiger. Der Bildschirm erscheint heller und lebendiger, während die Kamera spürbar vielseitiger ist.

Es ist zudem leichter, und der Akku kann bis zu 25 Prozent schneller laden als beim Vorgängermodell – praktisch für weniger gut organisierte Menschen. Wer sein Handy nicht häufig wechselt, erhält von Google sieben Jahre Betriebssystem-Updates garantiert – ein Versprechen, das das Unternehmen erstmals mit dem Pixel 8 gab und das Samsung inzwischen für seine Flaggschiff-Galaxy-Smartphones ebenso übernommen hat.

Es gibt eine Reihe neuer KI-Funktionen, die Nutzer nützlich finden mögen oder auch nicht – wenig verwunderlich, ist die Pixel-Reihe doch zum Schaufenster für Googles KI-Software geworden, in dem neue Funktionen in der Regel zuerst auf Googles eigenen Geräten erscheinen. Ein Favorit, ausschließlich beim Pro-Modell, ist die 'hilight'-Funktion, mit der Nutzer bestimmten Kontakten Farben zuweisen können, sodass ein blinkendes Licht auf der Rückseite des Telefons anzeigt, wer angerufen hat. Der Rezensent liebte es, dass sein altes BlackBerry dies konnte, und freut sich zu sehen, dass diese Funktion in den Mainstream zurückkehrt.

Interessant – zumindest aus der Sicht von Kennern der technischen Spezifikationen – ist, dass es beim Arbeitsspeicher keine Verbesserung gegenüber der vorherigen Generation gibt. Das Pixel 11 in der Einstiegsversion bietet 12 GB Arbeitsspeicher, ebenso viel wie Pixel 10 und Pixel 9. Die Pro-Modelle wurden sogar zurückgestuft: Das Pro 10 mit dem kleinsten Speicher hat 16 GB Arbeitsspeicher, das Pro 11 mit dem kleinsten Speicher nur 12 GB.

Das ist das jüngste Zeichen von 'Ramageddon': KI-Hyperscaler belasten die Chipversorgung derart, dass Hersteller von Unterhaltungselektronik Upgrades verlangsamen mussten, um die Preise im Zaum zu halten. Ähnliches ist später in diesem Jahr bei den Neuerscheinungen von Apple und Samsung zu erwarten.

Was Apple und Samsung betrifft, so sind diese beiden Branchenriesen Googles größte Ziele: Das Unternehmen muss Kunden zum Wechsel bewegen, um Marktanteile aufzubauen. Das ist eine seit langem bestehende Herausforderung – Apple und Samsung führen zusammen die weltweiten Smartphone-Verkäufe an, der weltweite Marktanteil der Pixel-Reihe liegt weiterhin im einstelligen Bereich, und iPhone-Besitzer haben sich wiederholt als einige der treuesten Käufer der Branche erwiesen. Der Rezensent weiß nicht, ob die neueste Pixel-Reihe genug bietet, um diese Nutzer abzuwerben – als überzeugter Android-Nutzer ist er jedoch recht zufrieden.

• Das Pixel 11-Smartphone kommt diese Woche in den Verkauf. Die Preise beginnen bei £879.