NachrichtenMakroGoldman Sachs setzt auf Won, Taiwan-Dollar und Ringgit angesichts der KI-getriebenen Spaltung der asiatischen FX-Märkte

Goldman Sachs setzt auf Won, Taiwan-Dollar und Ringgit angesichts der KI-getriebenen Spaltung der asiatischen FX-Märkte

Autor: ICO Bench·

Wichtige Erkenntnisse

  • Goldman Sachs sagte, dass der südkoreanische Won, der Taiwan-Dollar und der malaysische Ringgit die Hauptnutznießer einer KI-getriebenen Verschiebung an den asiatischen Währungsmärkten seien.
  • Der Leistungsbilanzüberschuss Südkoreas soll sich in diesem Jahr auf rund $300 Milliarden nahezu verdoppeln, während für Taiwan ein Überschuss von 25% des BIP erwartet wird.
  • Goldman zufolge bieten Halbleiterexporte, USD-Einlagenbestände und ausländische Direktinvestitionen strukturelle Unterstützung für Won, Taiwan-Dollar und Ringgit.
  • Die Bank erwartet, dass Energieimport-Währungen wie der thailändische Baht, die indonesische Rupiah und der philippinische Peso wegen Ölpreisdrucks und anderer Gegenwinde weiter zurückbleiben.
  • Goldman sagte, dass die regionale Währungsdivergenz wahrscheinlich bestehen bleibt und sich ausweitet, solange die KI-Investitionen intakt bleiben.
Goldman Sachs setzt auf Won, Taiwan-Dollar und Ringgit angesichts der KI-getriebenen Spaltung der asiatischen FX-Märkte

Goldman Sachs hat eine der wichtigsten Asien-FX-Einschätzungen des Jahres 2026 veröffentlicht und den südkoreanischen Won, den Taiwan-Dollar und den malaysischen Ringgit als Hauptnutznießer eines strukturellen Wandels infolge des globalen KI-Investitionsbooms eingestuft. Die Bank zieht eine klare Trennlinie zwischen diesen Chip-exportierenden Volkswirtschaften und Energieimporteuren wie dem thailändischen Baht und der indonesischen Rupiah, die nach ihrer Erwartung weiter zurückbleiben werden.

Für Südkorea wird für den Leistungsbilanzüberschuss in diesem Jahr ein Anstieg auf fast $300 Milliarden prognostiziert, was 13,9% des BIP entspricht. Für Taiwan wird ein Überschuss von 25% des BIP erwartet, der höchste Wert in Asien. Goldman sagte, beide Volkswirtschaften profitierten von stark steigenden Halbleiterexporten und beträchtlichen USD-Einlagenbeständen.

Die von Goldman identifizierte makroökonomische Spaltung — auf der einen Seite KI-Kapitalausgaben, auf der anderen Seite die Belastung durch Energieangebotschocks — bleibt nicht auf die Devisenmärkte beschränkt. Sie trägt auch dazu bei zu erklären, warum Anleger die Stärke der Zahlungsbilanz in der Region so genau verfolgen: In Volkswirtschaften mit hohen Überschüssen und Exporterlösen können Deviseneinnahmen die Liquidität stützen, selbst wenn die globalen Märkte insgesamt uneinheitlich bleiben. Höhere Liquidität in Lokalwährung in Korea und Taiwan könnte direkt in mehr verfügbares Kapital an regionalen Krypto-Börsen, eine aggressivere Positionierung in KI-Token und eine breitere EM-Liquiditätsausweitung übersetzen, die die klassischen Voraussetzungen für eine Rotation in Altcoins schafft.

Goldman Sachs lists Asian currencies riding the AI boom — CNBC (@CNBC) July 27, 2026

Die offene Frage für den Markt ist nun, ob der KI-Investitionszyklus lange genug anhält, um diese FX-Überperformance in einen nachhaltigen Rückenwind für Krypto-Liquidität zu verwandeln — oder ob eine Kehrtwende bei der KI-Stimmung beides gleichzeitig einengt.

Goldman Sachs: Was die Spaltung am Asien-FX-Markt über den makroökonomischen Fußabdruck von KI aussagt

Der Kontext erweitert die nackte Zahl deutlich. Goldman nennt zwei Kräfte, die die asiatischen Makromärkte im Jahr 2026 prägen: einen globalen Energieangebotschock, der Ölimportländer belastet, und einen KI-Kapitalausgabenboom, der für Halbleiterstandorte anhaltende Exporterlöse und Zuflüsse aus ausländischen Direktinvestitionen erzeugt.

Diese Divergenz sei inzwischen laut Analyse der Bank der dominierende Treiber der Wechselkursstreuung innerhalb Asiens.

Für den südkoreanischen Won stützt sich Goldmans bullisches Szenario auf einen Leistungsbilanzüberschuss, der schneller wächst, als abfließende Aktieninvestitionen ihn ausgleichen können. Die Bank merkte an, dass geringere Mittelabflüsse aus ausländischen Aktienanlagen die Belastung durch den stark gestiegenen Überschuss verringert hätten und so den Weg für eine Rally des Won ebneten.

Beim Taiwan-Dollar ist der Mechanismus ähnlich: Halbleiterexporte auf Rekordniveau und ein Leistungsbilanzüberschuss von 25% des BIP bieten selbst bei unveränderten Zinsen strukturelle Unterstützung für die Währung.

Der malaysische Ringgit vervollständigt Goldmans bullisches Trio und wird durch widerstandsfähiges, von KI getragenes Wachstum, starke Exportleistungen und anhaltende ausländische Direktinvestitionen gestützt.

Die Bank ist andernorts vorsichtiger: Fallende Goldpreise und niedrigere Realzinsen belasten den thailändischen Baht; Indonesien sieht sich mit Fragen der Regierungsführung konfrontiert; und der philippinische Peso bleibt anfällig für erhöhte Ölpreise. China ist der Ausreißer: Der Yuan hat seit Jahresbeginn um +3.32% zugelegt und ist damit die einzige asiatische Währung, die gegenüber dem Greenback im Plus liegt. Goldman hält an seiner 12-Monats-Prognose für USD/CNY von 6.50 fest und verweist auf Unterbewertung und die Internationalisierung des Yuan.

Entscheidend ist, dass die Überperformance hier relativ ist. Der Dollar-Index liegt 2026 um fast +3% höher, was bedeutet, dass jede von Goldman bevorzugte, mit KI verknüpfte asiatische Währung in absoluter Rechnung dennoch nachgegeben hat: Der Won liegt bei -1.64%, der Ringgit bei -0.67% und der Taiwan-Dollar bei -3.05%.

Energieimporteure schnitten deutlich schlechter ab: Die indonesische Rupiah fiel um 7.30%, der Baht um 5.97% und der Peso um 4.48%. Goldmans Einschätzung lautet, dass die Divergenz bestehen bleibt — und sich ausweitet —, solange die KI-Investitionen intakt bleiben.

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