Gold steigt über $4,095, während die Deeskalation zwischen den USA und Iran Öl belastet
Wichtige Erkenntnisse
- •Spotgold stieg am Montag um 1.1% auf $4,095.37 je Unze, während August-Gold-Futures bei $4,097.40 je Unze schlossen.
- •Rohöl fiel um mehr als 5%, nachdem eine Pause bei den militärischen Operationen zwischen den USA und Iran dazu beigetragen hatte, Sorgen über regionale Lieferstörungen zu lindern.
- •Der U.S. Dollar Index gab um 0.3% nach, und die richtungsweisende 10-jährige Treasury-Rendite verzeichnete den stärksten Tagesrückgang seit etwa 30 Tagen.
- •Die Märkte erwarten weithin, dass die Federal Reserve die Zinssätze am Mittwoch unverändert lässt, obwohl CME-FedWatch-Modelle eine Wahrscheinlichkeit von etwa 33% für eine Zinserhöhung anzeigen.
- •Silber, Platin und Kupfer an der London Metal Exchange legten ebenfalls zu und spiegelten eine breitere Stärke im Metallkomplex wider.

Edelmetalle legten am Montag zu, da ein schwächerer Dollar, niedrigere Treasury-Renditen und ein deutlicher Rückgang der Rohölpreise die Positionierung der Anleger nach einer vorübergehenden Pause in den militärischen Konfrontationen zwischen den USA und Iran neu prägten.
Spotgold stieg im frühen Montagshandel um 1.1% auf $4,095.37 je Unze. Gold-Futures mit Fälligkeit im August gewannen 0.7% und schlossen bei $4,097.40 je Unze. Das Metall hatte die Vorwoche bereits rund 1% höher beendet, trotz erheblicher Preisschwankungen in diesem Zeitraum.
Die Bewegung erfolgte, während Rohöl nach einer Wochenendpause bei den militärischen Operationen zwischen Washington und Teheran um mehr als 5% fiel. Der Rückgang der Energiepreise milderte einige kurzfristige Inflationssorgen und fiel mit einer erneuten Nachfrage nach defensiven Anlagen zusammen.
Öl fällt, da regionale Spannungen nachlassen
Die Ölpreise sanken am Montag um mehr als 5% und machten damit einen erheblichen Teil der Gewinne der Vorwoche rückgängig. Brent-Rohöl hatte sich kurzzeitig der Marke von $100 pro Barrel genähert, als die Sorgen über mögliche Störungen des Seeverkehrs durch wichtige Engpässe zunahmen, darunter die Straße von Hormus und Schifffahrtsrouten im Roten Meer. Die Straße von Hormus ist eine zentrale Route für Rohöl- und Flüssigerdgasexporte aus dem Persischen Golf, sodass bereits vorübergehende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Schifffahrt schnell in die Preisbildung am Energiemarkt einfließen können.
BREAKING: Trump has cancelled plans to sharply escalate the war on Iran over concerns that Iranian attacks could dangerously drain the Pentagon's already diminished stockpile of Patriot antimissile interceptors and other air defense munitions in the Middle East close to zero, per… — The Hormuz Letter (@HormuzLetter) July 25, 2026
https://x.com/HormuzLetter/status/2081159589819490641?ref_src=twsrc%5Etfw
Die Trump-Regierung beendete am Freitag ihre Luftbombardierungskampagne nach 13 aufeinanderfolgenden Nächten offensiver Operationen gegen iranische Infrastruktur. Regierungsvertreter bezeichneten den Stopp als Gelegenheit für mögliche diplomatische Gespräche.
Teheran startete am Wochenende keine Gegenangriffe gegen regionale Länder, in denen US-Militärstützpunkte untergebracht sind. Die gegenseitige Deeskalation trug dazu bei, die Energiemärkte nach der Volatilität der Vorwoche zu stabilisieren.
Der Rückgang der Rohölpreise könnte den kurzfristigen Inflationsdruck verringern. Niedrigere Energiekosten schlagen sich in der Regel in Einzelhandelspreisindikatoren nieder und könnten der Federal Reserve mehr Spielraum bei der Bewertung der Geldpolitik geben.
Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch erwartet
Die Finanzmärkte richten ihren Blick auf die geldpolitische Sitzung der Federal Reserve in dieser Woche. Es wird weithin erwartet, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert lässt, wenn die Beratungen am Mittwoch abgeschlossen werden.
Allerdings zeigen die Wahrscheinlichkeitsmodelle von CME FedWatch eine Wahrscheinlichkeit von rund 33% für eine Zinserhöhung. Marktteilnehmer werden die Äußerungen des Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, auf Hinweise zum geldpolitischen Ausblick prüfen.
Anleger suchen nach Klarheit über den möglichen Zeitpunkt künftiger Zinssenkungen und über die Einschätzung der politischen Entscheidungsträger zu den aktuellen Inflationstrends. Gold profitiert häufig von niedrigeren Finanzierungskosten, da es keine laufenden Erträge abwirft; dadurch sind Realrenditen und der Dollar zentrale Variablen für Edelmetallhändler.
Der U.S. Dollar Index sank im Montagshandel um 0.3%. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer, die andere Währungen verwenden, günstiger, was die Nachfrage stützen kann.
Auch die Renditen von Staatsanleihen gingen zurück. Die richtungsweisende 10-jährige Rendite verzeichnete den stärksten Tagesrückgang seit etwa 30 Tagen.
Silber, Platin und Kupfer legen ebenfalls zu
Der breitere Metallkomplex gewann parallel zu Gold an Stärke. Silber stieg um 2.1% auf $59.39 je Unze, während Platin um 2.3% auf $1,630.83 je Unze zulegte.
Kupferkontrakte an der London Metal Exchange gewannen 0.4% auf $13,693.58 je metrische Tonne. In den USA gehandelte Kupfer-Futures veränderten sich kaum und lagen bei $6.36 je Pfund. Anders als Gold ist Kupfer eng an die industrielle Nachfrage gekoppelt, während Silber und Platin sowohl Anlage- als auch industrielle Verwendungszwecke haben. Dadurch bleibt der breitere Metallkomplex sowohl makroökonomischen geldpolitischen Signalen als auch Indikatoren der physischen Nachfrage ausgesetzt.
Marktbeobachter werden die bevorstehenden US-Inflationsdaten und Beschäftigungszahlen weiterhin verfolgen, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve zu erhalten.