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Gold steigt wieder über 4.400 US-Dollar, da Fed-Politik und geopolitische Risiken zunehmen

Autor: The Market Online Australia·

Wichtige Erkenntnisse

  • Spot-Gold handelte am Mittwoch nahe 4.400 US-Dollar pro Unze, nachdem es um 0,77 % gestiegen war und damit eine Erholung um mehr als 8 % in knapp über einer Woche verlängert hatte.
  • Das Metall war im letzten Monat unter 4.000 US-Dollar gefallen, nachdem es zuvor über 5.300 US-Dollar geklettert war.
  • Schwächere US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September gesenkt und die Nachfrage nach Gold gestützt.
  • Steigende Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran und der Straße von Hormuz haben zu Käufen in sicheren Häfen geführt und die Ölpreise in die Höhe getrieben.
  • Ein anhaltender Anstieg des Goldpreises könnte die Margen und die Projektrealisierbarkeit für australische Goldproduzenten verbessern.
Gold steigt wieder über 4.400 US-Dollar, da Fed-Politik und geopolitische Risiken zunehmen

Gold hat nach monatelangem Rückzug von Rekordständen wieder die Marke von 4.400 US-Dollar pro Unze überschritten, da erneute Bedenken hinsichtlich der US-Geldpolitik, der Inflation und des geopolitischen Risikos den jüngsten Aufschwung antreiben.

Am Mittwoch handelte Spot-Gold nahe 4.400 US-Dollar pro Unze, was einem Anstieg von 0,77 % entsprach, nachdem es in knapp über einer Woche um mehr als 8 % zugelegt hatte. Diese Erholung stellt einen starken Richtungswechsel gegenüber dem letzten Monat dar, als der Goldpreis unter 4.000 US-Dollar fiel, nachdem er zuvor über 5.300 US-Dollar gestiegen war.

Schwächere US-Arbeitsmarktdaten waren ein wesentlicher Katalysator für die Erholung und senkten die Markterwartungen einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September. Gold, das keine Zinsen abwirft, wird für Anleger in der Regel attraktiver, wenn die Erwartungen an Zinserhöhungen sinken, da die Opportunitätskosten für das Halten nicht verzinslicher Vermögenswerte sinken. Die Fed ließ die Zinsen kürzlich unverändert, wodurch der Fokus darauf gerichtet bleibt, ob ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum die Entscheidungsträger letztendlich zu einer Lockerungspolitik zwingen wird.

Geopolitische Spannungen geben dem Edelmetall weiteren Auftrieb und stärken die langjährige Funktion von Gold als sicherer Hafen in Zeiten internationaler Instabilität. Eskalierende Konflikte im Zusammenhang mit dem Iran und der Straße von Hormuz haben die Ölpreise in die Höhe getrieben, wobei Brent-Rohöl bei etwa 89,46 US-Dollar pro Fass und US-Rohöl bei nahe 83,71 US-Dollar notiert.

Diese Kombination stellt die Zentralbanken vor eine komplexe Herausforderung: Steigende Energiekosten drohen die Inflation anzuheizen, während geopolitische Unsicherheiten das Wirtschaftswachstum zusätzlich belasten. Der doppelte Druck unterstreicht auch die Attraktivität von Gold sowohl als Absicherung gegen Inflation als auch als Wertspeicher inmitten geopolitischer Störungen.

Für australische Goldproduzenten könnte ein anhaltender Anstieg des Goldpreises ein bedeutender Rückenwind sein, indem er die Gewinnmargen stützt und die Wirtschaftlichkeit von Entwicklungsprojekten verbessert. Zu den wichtigsten zu beobachtenden Faktoren gehören bevorstehende Veröffentlichungen von US-Inflations- und Beschäftigungsdaten, Sitzungen zur Geldpolitik der Federal Reserve sowie jede weitere Eskalation der Spannungen im Nahen Osten.