NachrichtenRohstoffe & ForexGold erreicht Sieben-Wochen-Hoch, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Zinserhöhungs­erwartungen dämpfen

Gold erreicht Sieben-Wochen-Hoch, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Zinserhöhungs­erwartungen dämpfen

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Goldpreise erreichten ein Sieben-Wochen-Hoch und steuerten auf ihre stärkste Wochenperformance seit sieben Monaten zu, nachdem überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht worden waren.
  • Unerwartete Arbeitsplatzverluste im jüngsten Arbeitsmarktbericht verringerten die Markterwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve.
  • Silber- und Platinpreise stiegen parallel zum Gold und spiegelten eine breite Stärke bei den Edelmetallen wider.
  • Schwächere Beschäftigungszahlen deuten darauf hin, dass die Federal Reserve ihren geldpolitischen Straffungszyklus angesichts ihres Doppelmmandats – maximale Beschäftigung und Preisstabilität – unterbrechen oder verlangsamen könnte.
  • Marktteilnehmer warten nun auf kommende Inflationsdaten und Kommunikationen der Fed, um weitere Klarheit über die Richtung der Geldpolitik zu erhalten.
Gold erreicht Sieben-Wochen-Hoch, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Zinserhöhungs­erwartungen dämpfen

Die Goldpreise stiegen am Freitag auf ein Sieben-Wochen-Hoch, angetrieben von unerwartet schwachen US-Beschäftigungsdaten, die die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve dämpften.

Das Edelmetal steuerte auf seine stärkste Wochenperformance seit sieben Monaten zu. Der Aufschwung markiert eine deutliche Wende für Gold, das im vergangenen Jahr unter der aggressiven geldpolitischen Straffung der Fed gelitten hatte, die die realen Renditen steigen ließ und nicht verzinsliche Anlagen unter Druck setzte. Niedrigere Zinserhöhungs­erwartungen erhöhen in der Regel die Attraktivität von Gold im Vergleich zu verzinslichen Anlagen wie Anleihen, da Gold selbst keine Zinserträge generiert.

Auch die Preise für Silber und Platin verzeichneten parallel zum Goldaufschwung deutliche Gewinne, was eine breit angelegte Stärke bei den Edelmetallen widerspiegelt.

Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten zeigten überraschende Arbeitsplatzverluste, was im Gegensatz zu den Erwartungen eines anhaltenden Beschäftigungswachstums stand. Arbeitsmarktberichte gehören zu den am stärksten beobachteten Wirtschaftsindikatoren für die Geldpolitik der Fed, da Beamte signalisiert haben, dass die Entwicklung von Beschäftigung und Lohnwachstum den Zeitpunkt und das Tempo verbleibender Zinsschritte in diesem Jahr maßgeblich beeinflussen werden. Schwächere als erwartete Beschäftigungszahlen werden von den Märkten in der Regel als Signal dafür gewertet, dass die Federal Reserve ihren geldpolitischen Straffungszyklus unterbrechen oder verlangsamen könnte, da das Doppelm mandat der Zentralbank neben der Gewährleistung von Preisstabilität auch die Maximierung der Beschäftigung umfasst.

Gold gilt weithin als traditionelle Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung. Wenn die Erwartungen an Zinserhöhungen nachlassen, sinken die Opportunitätskosten der Haltung nicht verzinslicher Anlagen wie Gold, was die Nachfrage nach dem Metall häufig unterstützt. Der US-Dollar und die Renditen von Staatsanleihen reagieren ebenfalls typischerweise auf solche Daten, wobei ein schwächerer Dollar Gold für Halter anderer Währungen günstiger macht. Marktteilnehmer werden nun voraussichtlich kommende Inflationsdaten und Kommunikationen der Fed genau prüfen, um weitere Klarheit über den geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Quelle: Economic Times Markets