Gold stabil nahe 4.600 Dollar vor Jackson-Hole-Rede von Fed-Chef Warsh
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Gold handelte ohne klare Richtung und notierte nahe 4.600 Dollar, während die Händler auf den Auftritt von Fed-Chef Warsh beim Jackson-Hole-Symposium später im Sitzungsverlauf warteten.
- •Auf Kurzfristcharts kämpfen die Käufer an der 100-Stunden-Durchschnittslinie, mit einem möglichen Rückgang bis etwa 4.580 Dollar, wo über Nacht Dip-Käufer eingriffen.
- •Die Märkte erwarten, dass Warsh keine Forward Guidance geben und sich nicht gegen Finanzminister Bessent stellen wird, was Anleger dazu veranlassen könnte, seine Äußerungen als Wink zum „Bessent-Put“ zu deuten.
- •Selbst eine inhaltlich wenig aussagekräftige Rede von Warsh könnte den Dollar kurzfristig schwächen – ein Szenario, das als stützend für Gold gilt.
- •Gold wird in Dollar notiert und bewegt sich typischerweise gegenläufig zur US-Währung – eine Beziehung, die seine traditionelle Rolle als Absicherung untermauert, wenn das Vertrauen in den Dollar erodiert.

Das Gold bewegt sich heute bislang kaum in eine klare Richtung, da die Händler im Wesentlichen auf den Auftritt von Fed-Chef Warsh beim Jackson-Hole-Symposium später im Sitzungsverlauf warten – dem jährlichen Treffen der Fed von Kansas City in Wyoming, das häufig als Plattform für wichtige Politikbotschaften der Fed-Vorsitzenden gedient hat.
Das Edelmetall hält sich überwiegend um die Marke von 4.600 Dollar auf, ähnlich wie am Vortag, und das übergeordnete Umfeld ist unverändert: Gold will das Momentum vom Wochenauftakt vor dem Duell mit Warsh wahren.
Ähnlich wie gestern bleibt das kurzfristige Kursgeschehen davon geprägt, dass sich das Gold zwischen seinen wichtigen Stunden-Durchschnittslinien hält.
„Das kurzfristige Chart ist uneinheitlicher, da die Käufer mittlerweile an der 100-Stunden-Durchschnittslinie (rote Linie) ringen. Sie müssen oberhalb dieser Linie bleiben, um eine eher bullische Kurzfristtendenz zu wahren. Allerdings besteht derzeit ein gewisses Rücksetzerpotenzial bis etwa $4,580-00, zumal über Nacht Dip-Käufer eingegriffen haben.“
Da als Nächstes alle Blicke auf Fed-Chef Warsh gerichtet sind, stellt sich die Frage, ob er etwas Nennenswertes liefern wird, auf das die Märkte reagieren können.
Unter sonst gleichen Bedingungen wird erwartet, dass er bei seinem Mantra bleibt, keinerlei Forward Guidance zu geben, und dem Vorgehen von Finanzminister Bessent, der ihm ins Gehege gekommen ist, kaum etwas entgegensetzt. In diesem Kontext könnten die Märkte seine Äußerungen – wenn überhaupt – als Wink zum „Bessent-Put“ werten.
Das bedeutet: Selbst wenn Warsh kaum etwas Substanzielles sagt, könnte dies den Dollar kurzfristig zusätzlich belasten. Unter solchen Umständen dürfte Gold profitieren, zumal die Erzählung von der Entwertung des Dollars zurück ins Blickfeld rückt. Das Edelmetall wird in Dollar notiert und entwickelt sich typischerweise gegenläufig zur US-Währung – eine seit langem bestehende Beziehung, die seine traditionelle Rolle als Absicherung untermauert, wenn das Vertrauen in die Währung erodiert.