NachrichtenKryptoDeutsches Finanzministerium schlägt ab 2028 eine Kryptosteuer von 25 % vor: Bericht

Deutsches Finanzministerium schlägt ab 2028 eine Kryptosteuer von 25 % vor: Bericht

Autor: Cointelegraph·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das deutsche Finanzministerium hat einen Plan ausgearbeitet, Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen ab 2028 mit einem Pauschalsatz von 25 % zu besteuern.
  • Die vorgeschlagene Steuer soll nur für Krypto-Assets gelten, die nach dem 1. Jan. 2027 erworben wurden; frühere Käufe sollen durch Bestandsschutzregelungen geschützt werden.
  • Nach dem derzeitigen deutschen Recht werden Kryptogewinne nach einer Haltedauer von mehr als 12 Monaten vollständig steuerfrei, was langfristige Halter angezogen hat.
  • Finanzminister Lars Klingbeil erklärte Ende April, Deutschland erwarte zusätzliche Einnahmen von 2 Milliarden Euro beziehungsweise rund 2,3 Milliarden US-Dollar aus der Besteuerung von Kryptowährungen.
  • Als Entwurf muss der Vorschlag noch das deutsche Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, bevor einzelne Bestimmungen in Kraft treten können.
Deutsches Finanzministerium schlägt ab 2028 eine Kryptosteuer von 25 % vor: Bericht

Das deutsche Bundesministerium der Finanzen schlägt Berichten zufolge ab 2028 eine Steuer von 25 % auf Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen vor. Damit würden die derzeitigen Regeln ersetzt, nach denen Kryptogewinne nach einer einjährigen Haltedauer steuerfrei werden können.

Laut einem am Mittwoch von der deutschen Nachrichtenagentur Die Welt eingesehenen Entwurf soll die Maßnahme für alle Krypto-Assets gelten, die nach dem 1. Jan. 2027 erworben wurden. Der Vorschlag würde ab 2028 eine einheitliche Steuer von 25 % auf Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen einführen. Der Satz von 25 % entspricht dem pauschalen Steuersatz, den Deutschland auf andere Kapitalerträge anwendet. Dadurch würden Gewinne aus dem Kryptohandel in den regulären Rahmen der Besteuerung von Kapitalanlagen des Landes eingeordnet.

Der Entwurf enthält Berichten zufolge Bestandsschutzregelungen. Im Rahmen dieses Schutzes könnten digitale Vermögenswerte, die vor dem 1. Jan. 2027 gekauft wurden, weiterhin nach den bestehenden Steuerregeln behandelt werden.

Nach der derzeitigen Rechtslage in Deutschland werden Gewinne aus Krypto-Assets vollständig steuerfrei, wenn die Vermögenswerte länger als 12 Monate gehalten werden. Diese Regelung hat Deutschland zu einem attraktiven Steuerstandort für langfristige Kryptowährungsbesitzer gemacht.

Finanzminister Lars Klingbeil hatte die Pläne der Regierung für eine Reform der Kryptosteuer erstmals Ende April bekannt gegeben. Damals erklärte er, Deutschland erwarte zusätzliche Einnahmen von 2 Milliarden Euro beziehungsweise rund 2,3 Milliarden US-Dollar aus der Besteuerung von Kryptowährungen.

Der berichtete Vorschlag würde eine Abkehr von der derzeitigen Steuerbefreiung bei langfristiger Haltung bedeuten. Die Bestandsschutzregelungen des Entwurfs könnten diese Behandlung jedoch für Vermögenswerte bewahren, die vor dem vorgeschlagenen Stichtag erworben wurden. Mit einem Erwerbsstichtag am 1. Jan. 2027 und dem Beginn der Besteuerung im Jahr 2028 würde der berichtete Zeitplan ein Zeitfenster schaffen, in dem bestehende Bestände weiterhin den aktuellen Regeln unterliegen, während das neue System schrittweise eingeführt wird. Als Entwurf müsste der Vorschlag noch das deutsche Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, bevor einzelne Bestimmungen in Kraft treten könnten.

Cointelegraph hat das deutsche Bundesministerium der Finanzen um weitere Einzelheiten zu dem Gesetzentwurf gebeten. Der ursprüngliche Bericht wurde von Cointelegraph unter diesem Link veröffentlicht.