Fomo übertrifft Hyperliquid beim 24-Stunden-Umsatz und unterstreicht den Wandel der DeFi-Dynamik
Wichtige Erkenntnisse
- •Fomo verzeichnete kürzlich einen höheren 24-Stunden-Umsatz als Hyperliquid, obwohl Hyperliquid eine deutlich größere Gesamtskala und höhere kumulierte Einnahmen aufweist.
- •Die auf Solana basierende Social-Trading-App erreichte in der Woche bis zum 8. August 2026 einen Rekord-Wochenumsatz von 2,64 Millionen US-Dollar.
- •Fomo generiert Einnahmen ausschließlich aus organischen Handelsgebühren für Token-Swaps und ist nicht auf einen nativen Governance-Token oder ein Tokenomics-Modell angewiesen.
- •Die Plattform nahm im Juni 2026 in einer Series-B-Finanzierungsrunde 75 Millionen US-Dollar ein und erreichte eine Bewertung von 550 Millionen US-Dollar.
- •Bis Mitte 2026 hatte Fomo über 625.000 Nutzer gewonnen und ein kumuliertes Handelsvolumen von mehr als 4 Milliarden US-Dollar abgewickelt.

Fomo, eine auf Solana basierende Social-Trading-Anwendung, verzeichnete laut Daten von DefiLlama einen höheren 24-Stunden-Umsatz als Hyperliquid. Dieser Meilenstein ist beachtlich, da Fomo den Handel mit Perpetual-Futures erst im Juni 2026 eingeführt hat, während Hyperliquid Mitte des Jahres bereits die Marke von 1 Milliarde US-Dollar an kumulierten Einnahmen überschritten hatte.
Diese Entwicklung bedeutet jedoch nicht, dass Fomo Hyperliquid im Gesamtmaßstab überholt hat. Hyperliquid erzielte an Spitzentagen Einnahmen von bis zu 6,84 Millionen US-Dollar und generiert regelmäßig Tageswerte im Millionenbereich. Dennoch deutet Fomos Fähigkeit, diesen Output kurzzeitig zu erreichen oder sogar zu übertreffen – mit jüngsten 24-Stunden-Einnahmen zwischen 150.000 und 400.000 US-Dollar und einem Spitzenwert nahe 399.000 US-Dollar – darauf hin, wohin sich die Nutzeraufmerksamkeit im DeFi-Bereich zunehmend verlagert. Umsatzvergleiche dieser Art sind in DeFi zu einer gängigen Kurzformel geworden, um einzuschätzen, wo reale Nutzeraktivität – im Gegensatz zu token-angeregtem Handelsvolumen – konzentriert ist.
Wie eine Social-Trading-App mit einem Perpetuals-Giganten konkurriert
Fomo ist eine selbstverwaltete, gasfreie Token-Swap-Anwendung mit einer sozialen Schicht, die Feeds, Bestenlisten und Copy-Trading umfasst. Die Plattform erzielt den Großteil ihrer Einnahmen aus Transaktionsgebühren für Solana-Token-Swaps. Die Kombination aus sozialen Funktionen und On-Chain-Trading spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem DeFi-Anwendungen Engagement-Mechanismen – wie Bestenlisten und Copy-Trading – direkt in Handelsschnittstellen einbinden. Dieses Modell wurde ursprünglich durch zentralisierte Social-Trading-Plattformen populär, wird jedoch zunehmend On-Chain nachgeahmt.
Im Juni 2026 führte Fomo den Handel mit Perpetual-Futures durch Partnerschaften mit Hyperliquid und Trade.xyz ein. Diese Integrationen ermöglichen es Nutzern außerhalb der USA, Kryptowährungen, Aktien, Pre-IPO-Werte, Indizes und Rohstoffe zu handeln, ohne die App zu verlassen.
Die Perpetuals-Integration trägt nur einen verhältnismäßig bescheidenen Teil zum Gesamteinkommen bei. Builder-Gebühren aus Hyperliquid-Futures machten etwa 39.000 US-Dollar von einem kürzlichen Wochenumsatz von 2,64 Millionen US-Dollar aus. Der wichtigste Einnahmentreiber bleiben Solana-Token-Swaps, angetrieben durch die Transaktionsnachfrage einer wachsenden Nutz_basis.
Fomos Wochenumsatz erreichte für die am 8. August 2026 endende Woche ein Allzeithoch von 2,64 Millionen US-Dollar. Dieser Wert brachte die Plattform auf eine Stufe mit etablierten Akteuren im Solana-Ökosystem wie Jupiter und Phantom, die Fomo im Laufe des Sommers gelegentlich beim Wochenumsatz übertraf.
Kennzahlen
Fomo schloss im Juni 2026 eine Series-B-Finanzierungsrunde über 75 Millionen US-Dollar ab und erreichte dabei eine Bewertung von 550 Millionen US-Dollar. Die Plattform verfügt über keinen nativen Governance-Token und über kein inflationäres Tokenomics-Modell zur Stützung der Umsatzzahlen. Die Einnahmen werden direkt aus der Handelsaktivität der Nutzer generiert. Dieses Detail ist von Bedeutung, da viele DeFi-Protokolle auf Token-Emissionen oder Liquidität-Mining-Anreize angewiesen sind, um das Engagement aufrechtzuerhalten. Fomos Einnahmen stammen aus organischen Handelsgebühren, wodurch die Umsatzzahlen weniger anfällig für Änderungen im Token-Anreizdesign sind.
Bis Juni 2026 hatte Fomo mehr als 625.000 Nutzer gewonnen und ein kumuliertes Handelsvolumen von über 4 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Zum Vergleich: Hyperliquid überschritt bis zum 30. Juni 2026 die Marke von 1 Milliarde US-Dollar an kumulierten Einnahmen, und seine Tagesumsätze liegen regelmäßig über 3 Millionen US-Dollar.
Für Hyperliquid schafft diese Dynamik eine ungewöhnliche Beziehung: Fomo ist gleichzeitig ein Konkurrent in den Umsatzrankings und ein Kunde, der Orderfluss über die Infrastruktur von Hyperliquid leitet. Diese Art von mehrschichtiger Abhängigkeit – bei der ein Protokoll sowohl mit einem anderen konkurriert als auch Volumen dazu beiträgt – wird immer häufiger, da DeFi-Anwendungen zunehmend auf gemeinsamer Infrastruktur aufbauen, anstatt jede Komponente eigenständig zu entwickeln.