NachrichtenMakroFOMC belässt Leitzins bei 3,5 %–3,75 %; Wahrscheinlichkeit einer September-Anhebung steigt

FOMC belässt Leitzins bei 3,5 %–3,75 %; Wahrscheinlichkeit einer September-Anhebung steigt

Autor: Yahoo Finance·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das FOMC beließ seinen Benchmark-Federal Funds Rate bei der Mittwochssitzung in einem Zielkorridor von 3,5 % bis 3,75 % stabil.
  • Drei stimmberechtigte Ausschussmitglieder stimmten für eine Zinserhöhung, was ein ungewöhnlich hohes Maß an interner Spaltung darstellt.
  • Die implizite Marktwahrscheinlichkeit für eine Viertelpunkt-Zinserhöhung bei der Sitzung am 16. September stieg nach der Bekanntgabe auf 63 %, von zuvor 56 %.
  • Der Federal Funds Rate dient als Referenzzinssatz für kurzfristige Kreditkosten in der gesamten Volkswirtschaft und beeinflusst Kreditkarten, Autokredite, hypothekarische Adjustable-Rate-Darlehen und Unternehmenskredite.
  • Die Federal Reserve veröffentlicht in der Regel etwa drei Wochen nach jeder FOMC-Sitzung Protokolle, die geldpolitische Entscheidungen und Gegenstimmen erfassen.
FOMC belässt Leitzins bei 3,5 %–3,75 %; Wahrscheinlichkeit einer September-Anhebung steigt

Das Federal Open Market Committee (FOMC) hielt an seinem Zielkorridor für den Federal Funds Rate von 3,5 % bis 3,75 % bei seiner Mittwochssitzung fest. Die Entscheidung fiel jedoch nicht einstimmig aus – drei stimmberechtigte Mitglieder stimmten dagegen und plädierten stattdessen für eine Zinserhöhung. Eine dreistimmige Dissens gehört zu den höheren in den letzten Jahren beobachteten Werten und unterstreicht einen deutlichen internen Dissens darüber, ob die aktuelle Geldpolitik restriktiv genug ist, um die Inflation wieder in Richtung des 2 %-Ziels der Fed zurückzuführen.

Nach der Bekanntgabe veränderten sich die Markterwartungen moderat. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten FOMC-Sitzung am 16. September stieg auf 63 %, gegenüber 56 % vor der Entscheidung. Diese Sitzung wird aufmerksam beobachtet werden, da sie der nächste konkrete Anhaltspunkt dafür sein wird, ob der Ausschuss die Straffung wieder aufnimmt oder seine Pause verlängert.

Der Federal Funds Rate, der vom FOMC festgelegt wird, ist der Zinssatz, zu dem Einlageninstitute Reserveguthaben über Nacht an andere Einlageninstitute verleihen. Er dient als Referenzzinssatz für kurzfristige Zinssätze in der gesamten Volkswirtschaft und ist eines der wichtigsten Instrumente der Federal Reserve zur Umsetzung der Geldpolitik. Änderungen dieses Zinssatzes wirken sich auf die Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen aus – einschließlich Kreditkarten, Autokredite, hypothekarische Adjustable-Rate-Darlehen und Unternehmenskredite – und bilden somit einen wichtigen Übertragungskanal zwischen der Geldpolitik der Fed und den Finanzen der privaten Haushalte.

Das FOMC, der geldpolitische Entscheidungsträger des Federal Reserve Systems, hält acht regelmäßig geplante Sitzungen pro Jahr ab, um die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen zu bewerten und die angemessene Ausrichtung der Geldpolitik zu bestimmen. Gegenstimmen sind zwar nicht ungewöhnlich, aber dennoch bemerkenswert, da sie voneinander abweichende Ansichten unter den Ausschussmitgliedern hinsichtlich des angemessenen Zinspfads signalisieren.

Die Entscheidung und die Gegenstimmen werden in den Sitzungsprotokollen widergespiegelt, die die Federal Reserve in der Regel drei Wochen nach jeder FOMC-Sitzung veröffentlicht.

Quelle: Yahoo Finance