Fidelity-Portfoliomanager plant Wiederaufbau von Goldbeständen inmitten der Fed-Unsicherheit
Wichtige Erkenntnisse
- •Samson will das Gold-Exposure von Fidelity auf etwa 5% des $3 Milliarden schweren Income- und Growth-Strategiefonds erhöhen, was ungefähr $150 Millionen entspricht.
- •Er senkte die Goldposition des Fonds im Januar und Februar 2026 von Übergewichtung auf Neutral, als sich die Preise einem Höchststand näherten.
- •Gold erreichte Anfang 2026 nahezu $5,600 je Unze, bevor es bis Mitte Juli auf etwa $5,000 fiel, ein Rückgang von rund 11%.
- •Samson verknüpft das erneute Interesse an Gold mit der Unsicherheit über die Politik der Federal Reserve und deren Auswirkungen auf traditionelle Anlagen.
- •Er erwartet, dass Gold 2027 wieder in den Bullenmarktbereich zurückkehrt, und sieht anhaltende Käufe von Zentralbanken als wichtigen Teil der Argumentation für das Metall.

Ian Samson, ein Multi-Asset-Portfoliomanager bei Fidelity International, wechselt von einer neutralen Goldposition zurück zu einer Übergewichtung, da die Unsicherheit rund um die Politik der US-Notenbank den Ausblick für traditionelle Anlagen eintrübt.
Der Schritt zielt auf eine Goldallokation von rund 5% innerhalb eines $3 Milliarden schweren Income- und Growth-Strategiefonds ab, eine Größenordnung, die die Position zwar bedeutend macht, sie aber weiterhin als Teil eines breiter aufgestellten Multi-Asset-Portfolios und nicht als Wette auf ein einzelnes Thema einordnet.
Von Übergewichtung zu Neutral und wieder zurück
Samson reduzierte Fidelitys Goldbestände im Zeitraum Januar-Februar von Übergewichtung auf Neutral, als sich Gold seinem Höchststand näherte. Dieses Hoch lag Anfang 2026 bei nahezu $5,600 je Unze. Anschließend fiel Gold deutlich von diesen Niveaus und erreichte bis Mitte Juli 2026 etwa $5,000 je Unze, was einem Rückgang von rund 11% gegenüber dem Höchststand entspricht.
Mit dieser Einschätzung steht er bei Fidelity nicht allein. George Efstathopoulos, ebenfalls Portfoliomanager bei Fidelity, hat erklärt, dass er einen Wiedereinstieg in Goldpositionen in Betracht ziehen würde, wenn die Preise von den aktuellen Niveaus aus um weitere 5% bis 7% nachgäben.
Warum die Fed hier wichtig ist
Institutionelle Investoren haben ihr Gold-Exposure Anfang 2026 insgesamt reduziert, während die Federal Reserve an einem restriktiven Kurs festhielt. Höhere Zinsen belasten Gold typischerweise, weil sie die Opportunitätskosten des Haltens eines nicht verzinslichen Vermögenswerts erhöhen, weshalb Veränderungen der Erwartungen an die Fed die Nachfrage nach dem Metall schnell beeinflussen können, selbst wenn das breitere Marktumfeld weiterhin unsicher bleibt.
Samson erwartet, dass Gold 2027 wieder in den Bullenmarktbereich zurückkehrt, was darauf hindeutet, dass er vom Niveau von $5,000 aus in den kommenden sechs bis zwölf Monaten deutliche Kurssteigerungen erwartet.
Zentralbanken kaufen weiter
Staatliche Käufer haben ihre Goldreserven in erhöhtem Tempo aufgebaut, getrieben von der Diversifizierung weg von auf Dollar lautenden Vermögenswerten und geopolitischer Absicherung. Für Samson bleibt der Kauf durch Zentralbanken neben den Erwartungen an geldpolitische Anpassungen ein zentraler Bestandteil der Investmentthese, und er erklärt mit, warum Gold selbst nach deutlichen Rücksetzern für institutionelle Portfolios relevant bleiben kann.
Die 5%-Zielallokation des $3 Milliarden schweren Fonds entspricht einem Gold-Exposure von rund $150 Millionen.