NachrichtenMakroPhilippinische Agrarproduktion hält laut Bauernverband nicht mit Bevölkerungswachstum Schritt

Philippinische Agrarproduktion hält laut Bauernverband nicht mit Bevölkerungswachstum Schritt

Autor: Bworldonline·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die FFF erklärte, Landwirtschaft und Fischerei seien weitgehend stagniert, obwohl das Department of Agriculture höhere Mittel erhalten habe.
  • Die Erträge von palay stiegen nur von 4.11 Tonnen pro Hektar im Jahr 2022 auf 4.14 Tonnen im Jahr 2025 und lagen damit unter dem Fünf-Tonnen-Ziel des DA.
  • Die Philippinen haben seit 2022 rund 30% ihres Reisbedarfs importiert, verglichen mit weniger als 10% etwa ein Jahrzehnt zuvor.
  • Montemayor sagte, Zollsenkungen und höhere Importe nach der Executive Order No. 62 hätten die Einzelhandelspreise nicht gesenkt und die Einkommen der Landwirte verringert.
  • Die FFF verwies auf ungelöste Bedenken im Zusammenhang mit kommunalen Fischereirechten, Agrarreformproblemen und ausstehenden Agrarzusagen aus der vorherigen SONA.
Philippinische Agrarproduktion hält laut Bauernverband nicht mit Bevölkerungswachstum Schritt

Von Marron Joshua F. Mendoza

Die Federation of Free Farmers (FFF) erklärte, die Regierung von Präsident Ferdinand R. Marcos, Jr. habe kein ausreichendes Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion erzielt, um mit der wachsenden Bevölkerung der Philippinen Schritt zu halten. Dadurch blieben Lebensmittelversorgung und landwirtschaftliche Einkommen unter Druck, während die Regierung versucht, die inländische Produktion zu verbessern.

FFF-Vorsitzender und ehemaliger Landwirtschaftsminister Leonardo Q. Montemayor sagte in einer Erklärung, Landwirtschaft und Fischerei seien im Vergleich zur Bevölkerungswachstumsrate von 1% weitgehend stagniert, obwohl das Department of Agriculture (DA) weiterhin höhere Budgetzuweisungen erhalten habe.

Herr Montemayor sagte, der Reissektor verdeutliche die begrenzten Fortschritte. Obwohl das DA 60% seiner Mittel dem Reisprogramm zugewiesen habe, seien die Erträge von palay, also ungeschältem Reis, lediglich von 4.11 Tonnen pro Hektar im Jahr 2022 auf 4.14 Tonnen pro Hektar im Jahr 2025 gestiegen. Damit liege das Niveau weiterhin deutlich unter dem Ziel des DA von fünf Tonnen pro Hektar.

Er verwies außerdem auf das, was er als übermäßige Abhängigkeit von Importen zur Deckung der steigenden Verbrauchernachfrage bezeichnete. Seit 2022 hätten die Philippinen rund 30% ihres Reisbedarfs importiert, verglichen mit weniger als 10% ein Jahrzehnt zuvor.

„Today, the country has the dubious distinction of being the biggest rice importer in the world,” sagte Herr Montemayor.

Nach Angaben von Herrn Montemayor haben die Zollsenkungen und der Anstieg der Importe nach Erlass der Executive Order No. 62 die Einzelhandelspreise nicht gesenkt. Er sagte, diese Maßnahmen hätten Produzenten und Landwirte erhebliche Einkommen gekostet und sie davon abgehalten, die Produktion auszuweiten.

Er sagte zudem, die Bemühungen der Regierung, Freihandelsabkommen mit der European Union, Canada und Chile abzuschließen, sendeten an Schweine- und Geflügelproduzenten das Signal, dass die Regierung mehr importieren und die Handelsliberalisierung fortsetzen wolle. Handelspolitik ist für Bauernverbände ein sensibles Thema, weil niedrigere Importbarrieren inländische Produzenten treffen können, während die Regierung versucht, die Lebensmittelpreise für Verbraucher zu steuern.

„For the 3 million rice farmers, their incomes declined by an estimated P50 billion per year in real terms since the enactment of the Rice Tariffication Law in 2019,” sagte Herr Montemayor.

Herr Montemayor äußerte außerdem Bedenken über das fortgesetzte Eindringen kommerzieller Fischereifahrzeuge in kommunale Gewässer, die rechtlich kommunalen Fischern vorbehalten sind — ein seit Langem bestehendes Problem für den Subsistenzfischereisektor.

„The Marcos Jr. administration and the Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR) are perceived as having fumbled the ball in protecting the exclusive rights of municipal fisherfolk,” sagte Herr Montemayor. Er verwies auf den ins Stocken geratenen Gerichtsverlauf im Fall Mercidar Fishing Corp., der die Bestimmung des Fisheries Code anfocht, wonach Gewässer innerhalb von 15 Kilometern von der Küstenlinie für kommerzielle Fischerei geschlossen sind.

Zur Agrarreform sagte Herr Montemayor, er unterstütze die Unterzeichnung des New Agrarian Emancipation Act im Jahr 2023, mit dem unbezahlte Schulden von Begünstigten der Agrarreform erlassen wurden. Allerdings habe das Department of Agrarian Reform (DAR) nur langsam auf illegale Landumwandlungen, ungelöste Agrarkonflikte und Gewalt gegen aktivistische Landwirte reagiert.

„The DAR has chosen to remain silent despite the clamor of landless farmers — pursuant to the constitutional provisions on agrarian reform and social justice — to be accorded a legal pathway to access and own land after the 2014 deadline under the Comprehensive Agrarian Reform Program Extension with Reforms (CARPER) Law,” sagte Herr Montemayor.

Herr Montemayor fügte hinzu, mehrere Zusagen für den Agrarsektor aus der vorherigen State of the Nation Address (SONA) seien noch nicht erfüllt. Dazu gehörten ein Vorgehen gegen Profiteering im Handel mit Agrargütern, die Pflanzung von 15 million Kokospalmen im Jahr 2025 und die Genehmigung von Änderungen am Coconut Industry and Trust Fund Act of 2021. Bauernverbände dürften die Fortschritte bei diesen Zusagen als Maßstab dafür beobachten, ob höhere öffentliche Ausgaben zu Produktionszuwächsen und einem stärkeren Schutz der Produzenten führen.