NachrichtenMakroFed-Daly: Zollbedingter Inflationsdruck beginnt nachzulassen

Fed-Daly: Zollbedingter Inflationsdruck beginnt nachzulassen

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, berichtete, dass die zollbedingten Inflationsdrücke nachzulassen beginnen, jedoch noch nicht vollständig abgeklungen sind.
  • Daly erklärte, dass ein Ende des Nahostkonflikts die Inflation wahrscheinlich senken würde, wobei sie die Stabilität der Energiemärkte über die Straße von Hormuz als entscheidenden Faktor anführte.
  • Hohe Kapitalausgaben für Künstliche Intelligenz und damit verbundene Technologieinfrastruktur zeigen sich als messbarer Inflationstreiber in den Daten der Fed – ein relativ neues Thema in der Kommentierung der Notenbank.
  • Die Inflation ist seit ihren Höchstständen im Jahr 2022 deutlich gesunken, bleibt aber hinter dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve zurück, was die Notenbanker dazu veranlasst zu prüfen, ob die aktuellen Zinsen ausreichend restriktiv sind.
  • Dalys ausgewogener Ton hinsichtlich des nachlassenden Zolldrucks und der verbleibenden Inflationstreiber könnte die Erwartung stärken, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt, anstatt sie weiter anzuheben.
Fed-Daly: Zollbedingter Inflationsdruck beginnt nachzulassen

Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, erklärte, dass Zölle einen deutlichen Einfluss auf die Inflation gehabt hätten, wies jedoch auf frühe Anzeichen hin, dass diese Wirkungen allmählich nachlassen.

Dalys Äußerungen erfolgen im Rahmen einer breiteren Reihe von Kommentaren von Fed-Vertretern in dieser Woche zu den verschiedenen Kräften, die den Inflationsausblick prägen. Sie sagte, es gebe einige Anzeichen dafür, dass der zollbedingte Preisdruck nachzulassen beginne – eine Entwicklung, die, falls sie anhält, einen der Faktoren abschwächen könnte, der die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Fed gehalten hat. Die Inflation hat sich seit ihren Höchstständen im Jahr 2022 spürbar abgekühlt, ist jedoch noch nicht vollständig mit diesem Ziel konvergiert, was die Notenbanker abwägen lässt, ob das aktuelle Zinsniveau restriktiv genug ist.

Daly verknüpfte den Inflationsausblick zudem mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und erklärte, dass ein Ende des Krieges helfen sollte, die Inflation zu senken. Ihre Kommentare unterstreichen, wie genau die Fed-Vertreter geopolitische Entwicklungen verfolgen, darunter die Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz – einer Engstelle, durch die routinemäßig etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs fließt. Jegliche Störung oder Stabilisierung dort hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise und in der Folge auf die allgemeine Preisstabilität.

Gleichzeitig hob Daly einen seltener diskutierten Inflationsfaktor hervor und sagte, dass Technologieinvestitionen dazu beitragen, die Preise nach oben zu treiben. Ihre Bemerkungen deuten auf ein wachsendes Bewusstsein unter den Fed-Vertretern hin, dass hohe Kapitalausgaben im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und der zugehörigen Technologieinfrastruktur als messbarer Faktor in den Inflationsdaten auftauchen – was dem Diskurs über die Preistreiber jenseits traditionellerer Faktoren wie Zöllen und Energiekosten eine neue Dimension hinzufügt.

Dalys Beobachtungen zu Technologieinvestitionen als Inflationstreiber sind eine relativ neue Ergänzung der Fed-Kommentierung. Sie lenken die Aufmerksamkeit darauf, wie KI-bezogene Kapitalausgaben in die Preisindikatoren einfließen könnten – ein Aspekt, der Anklang findet vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte darüber, wie KI-verknüpfte Kategorien die Kern-PCE-Werte beeinflussen, die als bevorzugte Inflationsmessgröße der Fed gelten.

Ihr Eingeständnis, dass der zollbedingte Preisdruck nachlässt, gepaart mit ihrem Schwerpunkt auf verbleibende Schwankungsfaktoren, verleiht der jüngsten Fed-Kommentierung einen ausgewogeneren Ton – eine Nuance, die die Erwartung verstärken könnte, dass die Fed geduldig bleibt, anstatt sich weiteren Zinserhöhungen zuzuwenden.

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