Daly von der Fed sieht keinen Grund für voreilige Zinserhöhungen und unterstützt den aktuellen geldpolitischen Kurs
Wichtige Erkenntnisse
- •Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, erklärte, dass die derzeitigen Belege keine voreilige Zinserhöhung stützen.
- •Das FOMC beließ auf seiner Sitzung im Juli 2026 das Zielband für den Federal-Funds-Satz bei 3,50 % bis 3,75 %.
- •Das Sitzungsprotokoll zeigte, dass die meisten Verantwortlichen für stabile Zinsen plädierten, obwohl einige für eine Erhöhung offen waren, falls die Inflation erhöht geblieben wäre.
- •Die implizite Marktwahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf der FOMC-Sitzung im September 2026 liegt bei 26 %; einer Pause über die nächsten drei geldpolitischen Entscheidungen wird eine Wahrscheinlichkeit von 73,5 % beigemessen.
- •Anleger werden Inflations- und Arbeitslosigkeitsdaten, die kommenden FOMC-Sitzungen sowie Äußerungen von Vorsitzendem Jerome Powell im Blick behalten, um Signale zur Richtung der künftigen Geldpolitik zu erhalten.

Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, erklärte, dass sie derzeit keine Belege für voreilige Zinserhöhungen sehe – Äußerungen, die darauf hindeuten, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve nach wie vor angemessen ist.
Ihre Kommentare decken sich mit ihren früheren Aussagen, in denen sie die Geldpolitik als „an einem guten Ort“ befindlich beschrieb, und unterstreichen die Botschaft, dass die Verantwortlichen weiterhin neu eintreffende Daten abwägen, statt ihnen vorauszueilen.
Die Äußerungen folgen der Entscheidung des Federal Open Market Committee (FOMC) auf seiner Sitzung im Juli 2026, das Zielband für den Federal-Funds-Satz bei 3,50 % bis 3,75 % beizubehalten. Aus dem Protokoll dieser Sitzung ging hervor, dass einige Verantwortliche einer Zinserhöhung offen gegenüberstanden, sofern die Inflation erhöht blieb, während die Mehrheit für stabile Zinsen plädierte. Diese Kluft verdeutlicht, wie genau die Fed beobachtet, ob der Preisdruck hartnäckig genug ist, um eine Änderung des geldpolitischen Kurses zu rechtfertigen.
Auch die Marktpreise passen zu einem Szenario, in dem die Federal Reserve ihre aktuelle Haltung ohne unmittelbare Zinserhöhungen beibehält. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung auf der FOMC-Sitzung im September 2026 ist gesunken und liegt derzeit bei 26 %, während die Märkte einer Pause über die nächsten drei geldpolitischen Entscheidungen eine Wahrscheinlichkeit von 73,5 % beimessen.
Mit Blick nach vorne werden Anleger auf Veränderungen wirtschaftlicher Indikatoren wie Inflation und Arbeitslosigkeit achten, die die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen könnten. Die kommenden FOMC-Sitzungen sowie Aussagen führender Verantwortlicher, darunter Vorsitzender Jerome Powell, werden entscheidend dafür sein, die Richtung der künftigen Geldpolitik einzuschätzen. Die Märkte werden zudem auf mögliche geopolitische oder finanzielle Belastungen achten, die den Entscheidungsprozess der Fed beeinflussen könnten – insbesondere da die Verantwortlichen weiterhin den Inflationsfortschritt gegen Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarktes abwägen.