Wichtige Marktereignisse heute: Schweizer Arbeitslosenquote und Eurozonen-BIP im Fokus, während die USA den Labour Day begehen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die europäische Sitzung bringt die Schweizer Arbeitslosenquote und den finalen Eurozonen-BIP-Bericht für das zweite Quartal – keiner davon dürfte die Märkte wesentlich bewegen oder die Notenbankerwartungen verändern.
- •Von der EZB wird allgemein erwartet, dass sie auf ihrer kommenden Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,50 % erhöht und zugleich eine geringere Bereitschaft zu weiteren Straffungen signalisiert.
- •Die US-Märkte sind wegen des Labour-Day-Feiertags geschlossen, was zu keinen Wirtschaftsdaten und möglicherweise dünnem, seitwärts gerichtetem Handel führt.
- •Der US-CPI-Bericht am Freitag ist der letzte wichtige Datenpunkt vor der Entscheidung der Federal Reserve über eine Zinserhöhung oder eine Beibehaltung der Zinsen.
- •Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung fiel nach dovishen Kommentaren von Fed-Gouverneur Christopher Waller auf 48 % und stieg nach den etwa dreimal so starken Nicht-Landwirtschaftsbeschäftigungszahlen wieder auf 56 %.

Europäische Sitzung
Die europäische Sitzung bringt zwei geplante Veröffentlichungen: die Schweizer Arbeitslosenquote und den finalen Eurozonen-BIP-Bericht für das zweite Quartal. Keine der beiden Veröffentlichungen dürfte die geldpolitischen Kalkulationen der jeweiligen Notenbanken verändern, sodass die Marktreaktion wahrscheinlich gedämpft ausfallen wird. Finale BIP-Zahlen lösen selten große Bewegungen aus, da die Grundform des Wachstums aus früheren Schätzungen bereits bekannt ist – Revisionen der Wachstums- oder Inflationskomponenten können jedoch das Bild der Eurozonen-Wirtschaft vor der EZB-Entscheidung verfeinern.
Zur Erinnerung: Von der Europäischen Zentralbank (EZB) wird allgemein erwartet, dass sie auf ihrer kommenden Sitzung die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht, was den Leitzins auf 2,50 % bringen würde, und dabei zugleich eine geringere Bereitschaft zu weiteren Straffungen signalisiert. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hingegen wird voraussichtlich die Zinsen mindestens bis Juni 2027 unverändert lassen – eine Divergenz, die den Franken für Händler mit Fokus auf Zinsdifferenzen in den Mittelpunkt gerückt hat, auch wenn Schweizer Arbeitsmarktdaten selbst selten ein Markttreiber sind.
Amerikanische Sitzung
In der amerikanischen Sitzung stehen keine Wirtschaftsdaten auf der Agenda, da die US-Märkte wegen des Labour-Day-Feiertags geschlossen sind. Der Labour Day, der am ersten Montag im September begangen wird, markiert traditionell eine ruhige Phase für den US-Handel, wobei die geringere Liquidität kleine Bewegungen verstärken kann und die Abwesenheit amerikanischer Marktteilnehmer die Kursentwicklung weitgehend in Seitwärtsbewegungen halten könnte.
Die Händler warten zudem auf den US-CPI-Bericht vom Freitag, der mitentscheiden wird, ob die Federal Reserve auf ihrer kommenden Sitzung die Zinsen erhöht oder sie einen weiteren Monat unverändert lässt. Da die Zinserwartungen in der vergangenen Woche in beide Richtungen stark geschwankt haben, ist die Inflationszahl der letzte wichtige Datenpunkt vor der Fed-Entscheidung – was erklärt, warum die Positionierung davor vorsichtig bleiben dürfte.
Zur Erinnerung: Fed-Gouverneur Christopher Waller äußerte sich am Donnerstag überraschend dovish, löste eine dovishe Neubewertung der Zinserwartungen aus und senkte die implizite Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf 48 %. Diese von Waller ausgelösten Bewegungen wurden jedoch am Freitag weitgehend umgekehrt, nachdem der Bericht zu den Nicht-Landwirtschaftsbeschäftigten (NFP) etwa dreimal so hoch wie die Konsensschätzungen ausfiel. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung sprang auf 56 % zurück, was ungefähr dem Niveau vor Wallers Äußerungen entspricht.