NachrichtenAktienEuropäische Aktien geben nach, da sich Öl dem $100-Niveau nähert – vor der EZB-Entscheidung

Europäische Aktien geben nach, da sich Öl dem $100-Niveau nähert – vor der EZB-Entscheidung

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Brent-Öl erreichte kurzzeitig die Marke von $100 pro Barrel und trieb die Anleiherenditen in ganz Europa vor der geldpolitischen Entscheidung der EZB in die Höhe.
  • Der Euro Stoxx und der deutsche DAX verloren jeweils 0,7 %, während Frankreichs CAC 40 im frühen Handel rund 1 % nachgab.
  • Bankaktien gaben trotz steigender Renditen nach: Die Deutsche Bank verlor 1,3 %, auch Société Générale, BNP Paribas und Crédit Agricole notierten niedriger.
  • LVMH rutschte um fast 2 % auf den niedrigsten Stand seit 2020 ab, während Airbus 1,7 % verlor – im Zuge der Schwäche bei Industrie- und verteidigungsbezogenen Aktien.
  • Energiewerte hoben sich vom breiten Verkaufsdruck ab; der Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index gewann im Sitzungsverlauf 0,7 %.
Europäische Aktien geben nach, da sich Öl dem $100-Niveau nähert – vor der EZB-Entscheidung

Europäische Aktien gaben am Mittwoch nach, da steigende Ölpreise die Inflationssorgen vor der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erneut schürten.

Der Euro Stoxx fiel um 0,7 %, während der deutsche Leitindex DAX ebenfalls 0,7 % verlor. Frankreichs CAC 40 notierte nach der ersten Handelsstunde rund 1 % niedriger.

Höhere Ölpreise blieben der Haupttreiber der Sitzung. Brent-Öl erreichte kurzzeitig die Marke von $100 pro Barrel, und der anhaltende Anstieg trieb die Anleiherenditen in der gesamten Region vor der EZB-Entscheidung in die Höhe. Für Aktien liegt die Sorge nicht nur im Renditeanstieg selbst, sondern in dem, was er über Inflation, Wirtschaftswachstum und restriktivere Finanzierungsbedingungen aussagen könnte. Die EZB-Entscheidung und die begleitenden geldpolitischen Ausführungen rücken damit als nächster unmittelbarer Fokus in den Mittelpunkt der Märkte, die bewerten, wie die Währungshüter diese Inflations- und Wachstumsrisiken einschätzen.

Trotz des Renditeanstiegs gaben Bankaktien nach. Die Deutsche Bank verlor in Deutschland 1,3 %, während auch Société Générale, BNP Paribas und Crédit Agricole in Frankreich niedriger handelten.

Airbus erwies sich als weiterer Belastungsfaktor für den DAX und verlor 1,7 %, was die Schwäche bei Industrie- und verteidigungsbezogenen Werten verstärkte. Luxusaktien blieben ebenfalls unter Druck: LVMH gab nahezu 2 % nach und fiel auf seinen niedrigsten Stand seit 2020.

Energiewerte bildeten eine der wichtigsten Ausnahmen vom breiten Verkaufsdruck. Der Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index stieg im Sitzungsverlauf um 0,7 %.

In den USA notierten die Terminkontrakte nach dem Rückgang der Wall Street am Dienstag weitgehend unverändert bis leicht niedriger. Die S&P-500-Futures blieben unverändert, die Dow-Futures fielen um 0,1 % und die Nasdaq-Futures stiegen um 0,1 %.

Die US-Märkte blieben vorsichtig; die Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit zudem auf den für Freitag erwarteten US-Verbraucherpreisindex.

Quelle: InvestingLive