NachrichtenRohstoffe & ForexEUR/USD und GBP/USD halten an wichtigen Unterstützungsniveaus vor US-Arbeitsmarktdaten

EUR/USD und GBP/USD halten an wichtigen Unterstützungsniveaus vor US-Arbeitsmarktdaten

Autor: FXOpen Blog·

Wichtige Erkenntnisse

  • EUR/USD hat den Unterstützungsbereich 1,1580–1,1620 getestet; der Rückgang verlangsamt sich nahe der im August entstandenen Spanne 1,1520–1,1560.
  • GBP/USD bleibt in einem bärischen Muster unter 1,3500 mit weiterem Abwärtsrisiko in Richtung 1,3400–1,3440; ein nachhaltiger Anstieg über 1,3560 würde das bärische Szenario widerlegen.
  • Der morgige US-Beschäftigungsbericht ist nach der schwachen ADP-Zahl der wichtigste Marktreferenz, da Arbeitsmarktdaten die Zinserwartungen der Fed unmittelbar beeinflussen.
  • Schwächere Eurozonen-Dienstleistungs-PMI könnten EUR/USD tiefer drücken, während ein nachhaltiger Ausbruch über 1,1620 den Weg für eine korrektive Erholung ebnen würde.
  • Die Rede von BoE-Gouverneur Andrew Bailey und die britischen Dienstleistungs-PMI sind wichtige Einflussfaktoren für das Pfund, angesichts des Gewichts des Dienstleistungssektors in der britischen Wirtschaft.
EUR/USD und GBP/USD halten an wichtigen Unterstützungsniveaus vor US-Arbeitsmarktdaten

Euro und Pfund bleiben unter Druck und driften in Richtung wichtiger Unterstützungsniveaus, während der US-Dollar an Stärke gewinnt. Die nächsten Bewegungen in EUR/USD und GBP/USD hängen von den anstehenden Makroveröffentlichungen ab, allen voran den Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt.

Heute beobachten die Händler Wirtschaftsdaten aus Europa und den Vereinigten Staaten. In der Eurozone stehen Indizes zur Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor an; schwächere Werte könnten den Euro weiter belasten. In den USA werden wöchentliche Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, zudem richten die Märkte ihre Aufmerksamkeit auf Kommentare von Fed-Vertreter Christopher Waller. Der morgige Beschäftigungsbericht wird jedoch zum wichtigsten Referenzpunkt für die Märkte. Beschäftigungsdaten zählen neben der Inflation zu den am engsten beobachteten Größen der Federal Reserve, da die Doppelmandat der Notenbank sowohl Preisstabilität als ein Maximum an Beschäftigung umfasst – Verschiebungen in der Dynamik des Arbeitsmarkts fließen daher unmittelbar in Zinserwartungen ein. Nach der schwachen ADP-Zahl könnten weitere Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarkts die Erwartungen einer lockereren Fed-Politik stärken und den Dollar belasten, während stärkere Zahlen weitere Dollargewinne stützen könnten.

Für das Pfund bilden Inlandsdaten und Signale der Bank of England einen zusätzlichen Anhaltspunkt. Im Fokus stehen die Zahlen zur Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor sowie eine Rede von BoE-Gouverneur Andrew Bailey, deren Kommentare die Erwartungen zur künftigen Geldpolitik der Notenbank prägen könnten. Der Dienstleistungssektor hat in der britischen Wirtschaft ein besonderes Gewicht, weshalb seine Aktivitätsdaten ein bedeutsamer Input für die Erwartungen zur Geldpolitik sind.

EUR/USD

Wie erwartet hat EUR/USD den wichtigen Unterstützungsbereich 1,1580–1,1620 getestet. Der Rückgang hat sich bislang nahe der oberen Grenze der im August entstandenen Spanne 1,1520–1,1560 verlangsamt. Schwache Eurozonen-Daten könnten EUR/USD tiefer in diese Spanne drücken. Eine Rückkehr über 1,1620, gefolgt von einem nachhaltigen Ausbruch über dieses Niveau, würde das aktuelle bärische Szenario schwächen und den Weg für eine korrektive Erholung ebnen.

Wichtige Termine für EUR/USD:

  • heute um 10:15 (GMT+3): Spanien, Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor;
  • heute um 10:55 (GMT+3): Deutschland, composite Einkaufsmanagerindex (PMI);
  • heute um 15:30 (GMT+3): USA, Erstansträge auf Arbeitslosenhilfe.

GBP/USD

GBP/USD setzt das zuvor beschriebene bärische „Tower"-Muster weiterhin um. Ein nachhaltiger Rückgang unter das wichtige Unterstützungsniveau 1,3500 hält das Risiko weiterer Verluste in Richtung des Bereichs 1,3400–1,3440 aufrecht. Eine Erholung aus dieser Zone könnte eine korrektive Gegenbewegung auslösen, während das bärische Szenario nach einem nachhaltigen Anstieg über 1,3560 als widerlegt gelten könnte.

Wichtige Termine für GBP/USD:

  • heute um 11:30 (GMT+3): Großbritannien, Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor;
  • heute um 17:00 (GMT+3): USA, ISM-Einkaufsmanagerindex für den Nicht-Fertigungssektor;
  • morgen um 11:50 (GMT+3): Rede von BoE-Gouverneur Andrew Bailey.

Insgesamt verbleiben EUR/USD und GBP/USD in einem Abwärtstrend nahe wichtiger Unterstützungsniveaus, wobei die weitere Richtung von anstehenden Makrodaten abhängt. Nach dem schwachen ADP-Bericht ist der morgige US-Beschäftigungsbericht der wichtigste Referenzpunkt. Weitere Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarkts könnten den Druck auf den Dollar erhöhen, während stärkere Zahlen weitere Dollargewinne stützen und zu anhaltenden Rückgängen bei beiden Währungspaaren führen könnten. Über diese Woche hinaus wird die weitere Kommunikation von Fed und Bank of England darüber entscheiden, ob die aktuelle Dollarstärke Bestand hat.