NachrichtenMakroEU erweitert Sanktionen gegen russische Schattenflotte auf Bunkerschiffe

EU erweitert Sanktionen gegen russische Schattenflotte auf Bunkerschiffe

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das 21. Sanktionspakets der EU weitet die Beschränkungen auf Unterstützungsschiffe aus, die der russischen Schattenflotte dienen.
  • Das Paket fügt der EU-Sanktionsliste 41 Schiffe hinzu und erhöht die Gesamtzahl der gelisteten Schiffe auf 673.
  • Die EU sanktionierte Unternehmen und Personen, die die Flotte unterstützen, darunter erstmals eine damit verbundene Crewing-Agentur.
  • Neue EU-Vorschriften verpflichten Verkäufer, Behörden über LNG-Tankerverkäufe zu informieren, und ermöglichen künftige Beschränkungen beim Verkauf an russische Stellen.
EU erweitert Sanktionen gegen russische Schattenflotte auf Bunkerschiffe

Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen die sogenannte Schattenflotte Russlands auf Schiffe ausgeweitet, die Bunkering- und sonstige Unterstützungsdienste erbringen. Dies geschieht im Rahmen des am Donnerstag bekannt gegebenen 21. Sanktionspakets.

Die Ausweitung geht über die bisherigen Beschränkungen hinaus, die sich auf Öltanker zum Transport russischen Rohöls konzentrierten, und richtet sich nun auch gegen Schiffe, die den Betrieb der Schattenflotte trotz westlicher Sanktionen aufrechterhalten. Bunkerschiffe versorgen andere Schiffe mit Treibstoff und sind damit Teil des logistischen Netzwerks, das sanktionierte oder hochriskante Tanker auf See halten kann.

Das Paket fügt der Sanktionsliste der EU 41 weitere Schiffe hinzu und erhöht damit die Gesamtzahl der gelisteten Schiffe auf 673.

Der Bloc sanktionierte zudem Unternehmen und Personen, die die Schattenflotte unterstützen. Bemerkenswerterweise umfasst dies erstmals die Listung einer Crewing-Agentur, die mit den Operationen der Flotte in Verbindung steht. Damit wird der Druck über Schiffseigentümer und -betreiber hinaus auf jene maritimen Dienstleistungen ausgedehnt, die für den täglichen Betrieb unerlässlich sind.

Zusätzlich zu den Schiffahrtsmaßnahmen führte die EU neue Anforderungen für den Verkauf von LNG-Tankern ein. Verkäufer müssen Behörden nun über den Verkauf von LNG-Tankern informieren. Die Gesetzgebung schafft zudem eine rechtliche Grundlage für künftige Beschränkungen beim Verkauf von LNG-Tankern an russische Personen und Unternehmen, um das Risiko einer Zweckentfremdung der Schiffe für russische Zwecke zu verringern.

Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Sanktionspakets, das darauf abzielt, die Energieerlöse Russlands einzudämmen und seine Fähigkeit zu beschränken, bestehende Beschränkungen über den Seetransport zu umgehen. Durch die Aufnahme von Unterstützungsschiffen und Dienstleistern richtet die EU ihr Augenmerk auf die breitere Infrastruktur des maritimen Handels und nicht nur auf die Schiffe, die russische Energiefracht transportieren.