EPS übernimmt drei LNG-Dual-Fuel-Massengutschiffe von Qingdao Beihai Shipbuilding
Wichtige Erkenntnisse
- •EPS hat von Qingdao Beihai Shipbuilding drei LNG-Dual-Fuel-Massengutschiffe namens Mount Victoria, Mount Yulong und Mount Wuyi übernommen.
- •Den Angaben von CEO Cyril Dacau zufolge sind die Schiffe das dritte, vierte und fünfte einer Serie von 14 Massengutschiffen, die auf der chinesischen Werft für EPS gebaut werden.
- •Die Dual-Fuel-Motoren jedes Schiffs können mit LNG oder konventionellen Marinetreibstoffen betrieben werden und unterstützen so die Einhaltung der IMO-Emissionsziele, einschließlich Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis etwa 2050.
- •LNG als Marinetreibstoff senkt die Emissionen von Schwefeloxiden, Feinstaub und Stickoxiden erheblich, doch Methanschlupf wirft Fragen zum Treibhausgasvorteil auf.
- •Der Auftrag spiegelt eine breitere Welle von Dual-Fuel-Neubauaufträgen bei Massengutschiffen wider, da Eigner mögliche Nachrüstkosten konventioneller Treibstoffdesigns vermeiden.

Eastern Pacific Shipping (EPS), ein global tätiges Schifffahrtsunternehmen mit Sitz in Singapur, hat drei LNG-Dual-Fuel-Massengutschiffe übernommen, die von Chinas Qingdao Beihai Shipbuilding gebaut wurden.
Die neuen Schiffe tragen die Namen Mount Victoria, Mount Yulong und Mount Wuyi. Jedes ist mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet, die entweder mit Flüssigerdgas (LNG) oder mit konventionellen Marinetreibstoffen betrieben werden können. Dies gibt Betreibern Flexibilität bei der Treibstoffwahl, während sich die Schifffahrtsbranche an verschärfte Umweltvorschriften anpasst – einschließlich der Strategie der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), die Treibhausgasemissionen des internationalen Schiffsverkehrs bis etwa 2050 auf Netto-Null zu senken, mit Zwischenzielen 2030 und 2040.
Den Angaben von EPS-Geschäftsführer Cyril Dacau zufolge handelt es sich bei den drei Schiffen um das dritte, vierte und fünfte einer Serie von 14 Massengutschiffen, die bei Qingdao Beihai Shipbuilding für das Unternehmen gebaut werden. Der Auftrag ist Teil einer breiteren Welle von Dual-Fuel-Neubauaufträgen im Segment der Massengutschiffe, da Eigner zunehmend Schiffe wählen, die aktuelle und erwartete Emissionsvorschriften erfüllen, statt auf konventionelle Treibstoffdesigns zu setzen, denen später möglicherweise Nachrüstkosten drohen.
EPS hat keine weiteren Details zu den Schiffen offengelegt, darunter auch nicht deren geplanten Einsatz.
Die LNG-Dual-Fuel-Technologie hat sich zu einem der am weitesten verbreiteten Ansätze zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Handelsschifffahrt entwickelt. Die Verbrennung von LNG anstelle von konventionellem Schweröl senkt die Emissionen von Schwefeloxiden, Feinstaub und Stickoxiden erheblich, und die Möglichkeit, auf konventionelle Treibstoffe zurückzuwechseln, bietet Reedern betriebliche Redundanz. Auch dieser Treibstoffpfad steht jedoch in der Kritik: Methanschlupf – aus Motoren entweichendes unverbranntes Methan – wird von Forschern und Aufsichtsbehörden als Faktor genannt, der den Treibhausgasvorteil von LNG mindern kann. Zudem hat die EU beschlossen, Methanemissionen in ihre maritime CO2-Bilanzierung gemäß der FuelEU-Maritime-Verordnung einzubeziehen.
EPS zählt zu den größeren unabhängigen Reeder- und Betreiberunternehmen der Welt und verfügt über eine diversifizierte Flotte mit Containerschiffen, Massengutschiffen, Tankern und Gastankern. Qingdao Beihai Shipbuilding, Teil der China State Shipbuilding Corporation, ist eine der großen Werften Chinas und ein etablierter Hersteller von Massengutschiffen.
Quelle: Von Tuhin Roy, ENGINE,